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Diese Artikelserie über meine Panama Rundreise besteht aus vier Teilen:

Ich weiß noch genau, wie ich am ersten Abend auf der Dachterrasse meines Hotels stand und kaum wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte: auf der einen Seite die Wolkenkratzer der Skyline, auf der anderen die schmalen Gassen einer jahrhundertealten Kolonialstadt. Panama-Stadt war die erste Station meiner Panama Rundreise, und kaum ein anderer Ort hat mich so schnell überwältigt wie dieser hier. In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Panama City, meine Erfahrungen mit dem Panamakanal, der Altstadt Casco Viejo und dem Alltag in dieser lauten, heißen, unglaublich vielseitigen Stadt.

Ich war fünf Nächte in Panama-Stadt, bevor es für mich weiter Richtung Boquete ging. Genug Zeit, um die wichtigsten Ecken zu sehen, aber auch genug Zeit, um zu merken, dass diese Stadt zwei sehr unterschiedliche Gesichter hat.

Meine Anreise nach Panama-Stadt

Direkt nach der Landung ging es für mich mit dem Uber zum Hotel, und dann kam der erste Schock: die tropische Hitze. Nach der Kälte von Ushuaia und der Antarktis nur wenige Tage zuvor traf mich die Feuchtigkeit und Hitze wie eine Wand. Ich habe mir am Nachmittag nur noch etwas zu essen geholt und bin früh ins Bett, ziemlich erschlagen von diesem Kontrast.

Bevor ich ins Detail gehe, hier die Highlights, die für mich Panama City ausgemacht haben:

  • Der Panamakanal, live miterlebt bei einer geführten Tour
  • Casco Viejo, die historische Altstadt mit Kolonialbauten und Bars
  • Die Skyline, am besten von einem Aussichtspunkt aus betrachtet
  • Punta Culebra, kleines Naturzentrum an der Pazifikküste
  • Das Mola Museum, Einblick in indigene Handwerkskunst
  • Der Fischmarkt, mitten im lokalen Alltag der Stadt

Panamakanal Tour: Das Highlight von Panama-Stadt

Der Panamakanal ist wahrscheinlich das, weshalb die meisten Menschen überhaupt an dieses Land denken, und zurecht. Ich habe dafür eine Tagestour mit Barefoot Panama gemacht, die rund 7 Stunden dauert und aktuell bei 89 US-Dollar pro Person liegt. Enthalten sind der Transport, die Eintrittsgebühren für die Miraflores-Schleusen und das Punta-Culebra-Naturzentrum sowie ein zweisprachiger Guide.

Die Kanal-Besichtigung stand als Erstes auf dem Programm, inklusive einer IMAX-Vorführung. Was mich am meisten beeindruckt hat, waren die Fakten, die uns unser Guide mit auf den Weg gegeben hat:

  • Der Panama Kanal ist der zweitwichtigste Kanal der Welt und gehört vollständig Panama
  • Schiffe sparen durch die Durchfahrt 3 bis 4 Wochen Fahrzeit und mehrere tausend Kilometer
  • Täglich passieren rund 35 bis 40 Schiffe den Kanal, der 24/7 geöffnet ist
  • 2016 wurde der Kanal um eine dritte, größere Schleusenspur erweitert
  • Eine Durchfahrt kostet je nach Schiff zwischen 120.000 und 400.000 US-Dollar, der bisherige Rekord liegt bei über 1,3 Millionen US-Dollar. Trotzdem sparen die Reedereien dadurch noch mehr Geld an Zeit, Treibstoff und Personalkosten
  • Panama verdient mit dem Kanal rund 20 Millionen US-Dollar am Tag
  • Das Wasser der Schleusen wird allein durch Schwerkraft bewegt, ganz ohne Pumpen
  • Kleine Lokomotiven, genannt „Mulas“, ziehen die Schiffe durch die Schleusen und können dabei bis zu 35 Tonnen Zugkraft aufbringen
  • Morgens fahren die Schiffe vom Pazifik zum Atlantik, nachmittags in die andere Richtung, die reine Durchfahrtszeit im Kanalwasser dauert zwischen 8 und 10 Stunden
  • Bis man als Lotse den Panama-Kanal führen darf, braucht es rund 10 Jahre Ausbildung, und jedes Schiff wird von zwei Lotsen gleichzeitig gesteuert
  • Das längste Schiff, das den Kanal je durchquert hat, war 369 Meter lang
  • Aktuell arbeiten rund 7.500 Menschen für den Kanal, 90 Prozent davon Panamaer, pro Jahr passieren insgesamt rund 14.000 Schiffe die Wasserstraße
  • Die Instandhaltung des Kanals kostet Panama jährlich rund 300 Millionen US-Dollar

Der Bau des Panamakanals gilt bis heute als eine der größten technischen Meisterleistungen der Menschheitsgeschichte, und wenn man selbst davorsteht und die Schiffe durch die Schleusen gleiten sieht, kann ich das nur bestätigen. Kein Wunder, dass sich kaum jemand die Chance entgehen lässt, den Betrieb aus nächster Nähe von der Aussichtsplattform aus zu beobachten. Falls du das Ganze schon vorab live verfolgen willst: An den Miraflores-Schleusen gibt es offizielle Webcams, deine besten Chancen, dort ein Schiff zu erwischen, hast du morgens sowie ab etwa 15 Uhr nachmittags. Die genauen Durchfahrtszeiten der Schiffe kannst du außerdem auf visitcanaldepanama.com abfragen.

Weitere Stationen: Von der Kanalzone zum Amador Causeway

Nach der Kanal-Besichtigung ging es weiter durch die historische Canal Zone, vorbei am alten Fort Clayton, einer ehemaligen US-Militärbasis und heutigen „City of Knowledge“, sowie durch die Viertel Albrook und Balboa. Am Fuß des Cerro Ancón hielten wir kurz am Hauptsitz der Panamakanal-Behörde, bevor es über die Puente de las Américas ging, mit einem schönen Blick auf Kanal und Brücke.

Danach ging es weiter zum Amador Causeway, mit den besten Ausblicken auf die Skyline und einem Stopp am bunten Panama-Schriftzug. Von dort aus ging es zu Punta Culebra, einem kleinen Naturzentrum direkt an der Pazifikküste. Dort war ich mitten im Grünen unterwegs und habe im Vorbeigehen wild lebende Faultiere entdeckt, die sich von den Besuchern überhaupt nicht stören ließen. Punta Culebra ist eigentlich das wichtigste Besucherzentrum des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) in Panama. Rund 100.000 Menschen besuchen die Anlage jährlich, die meisten davon panamaische Schulklassen. Genau solche ungeplanten Tierbegegnungen machen Punta Culebra für mich zu einem echten Geheimtipp.

Casco Viejo: Die historische Altstadt

Casco Viejo ist das komplette Gegenprogramm zur Skyline von Panama-Stadt. Enge Gassen, bunte Kolonialhäuser, kleine Plätze, Straßenkunst und dazwischen Bars und Restaurants mit Blick auf die Wolkenkratzer der Neustadt. Genau dieser Kontrast macht Casco Viejo für mich zu einer der schönsten Ecken der Stadt.

Ein paar Ecken solltest du dir dabei auf keinen Fall entgehen lassen: Die Kathedrale am Hauptplatz lohnt sich unbedingt auch von innen, ein echter Blickfang inmitten der eleganten Kulisse rund um die Plaza. Dazu kommen die Casa de la Municipalidad (das historische Rathaus), der Präsidentenpalast, der Paseo de las Bóvedas entlang der alten Stadtmauer, die Plaza Simón Bolívar, die Plaza de Francia sowie die Ruinen der alten Landesuniversität, alle mitten in der Altstadt verteilt und bequem zu Fuß erreichbar.

Einen Stopp wert ist außerdem das Mola Museum (Museo de la Mola), ein kleines, kostenloses Museum mit rund 200 handgefertigten Mola-Textilien der indigenen Guna. Diese kunstvoll gestalteten, mehrschichtigen Stoffbilder erzählen viel über die Kultur, Geschichte und Weltanschauung der Guna, und ich fand es überraschend spannend, wie viel Symbolik in diesen bunten Mustern steckt.

Mein Hotel, das Amarla Boutique Hotel, lag mitten in diesem Viertel, was das Erkunden am Abend richtig einfach gemacht hat. Ich habe die Gegend zu Fuß erlebt, bin durch die Straßen geschlendert und habe irgendwann in einem griechischen Restaurant zu Abend gegessen, bevor es zurück ins Hotel auf die Dachterrasse mit Jacuzzi ging, mit Blick über die Altstadt. Auch abends habe ich mich in Casco Viejo übrigens völlig problemlos und sicher gefühlt, hier patrouilliert auffällig viel Polizei.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Panama-Stadt

Neben Kanal und Casco Viejo hat Panama-Stadt noch einiges mehr zu bieten, falls du mehr Zeit einplanst als ich:

  • Puente de las Américas: Die markante Brücke über die Pazifik-Einfahrt des Kanals, eines der Wahrzeichen der Stadt
  • Cerro Ancón: Ein Hügel mitten in der Stadt mit einem der schönsten Aussichtspunkte über Panama-Stadt und den Kanal
  • Calzada de Amador: Ein Damm, der seit dem Bau des Panamakanals als Wellenbrecher dient und heute ein vielfältiges Freizeitgebiet ist. Uferpromenade, Grünflächen sowie Sport- und Parkanlagen laden hier zum Verweilen und Schlendern ein
  • F&F Tower: Der markante, spiralförmig gedrehte Wolkenkratzer, der die Skyline von Panama-Stadt unverwechselbar macht
  • Panama Viejo: Die Ruinen der ursprünglichen Stadtgründung, von besonderer historischer Bedeutung für ganz Panama
  • Parque Natural Metropolitano: Ein Naturpark an den Hügeln am Stadtrand, perfekt für eine kurze grüne Auszeit vom Trubel

Auch ein paar Museen sind einen Besuch wert: das Museo de la Biodiversidad, das Museo del Canal Interoceánico de Panamá direkt in Casco Viejo und das Museo de Ciencias Naturales.

Tagesausflüge in die Umgebung von Panama-Stadt

Falls du noch mehr Zeit einplanst, lohnen sich auch ein paar Ausflüge außerhalb der Stadt:

  • Isla Taboga: Die sogenannte „Blumeninsel“ liegt nur eine kurze Bootsfahrt entfernt, mit dem Taboga Express dauert die Überfahrt vom Amador Causeway aus nur etwa 30 Minuten
  • Isla Contadora: Die größte der Perleninseln (Islas Perlas), bekannt für ihre traumhaften Strände
  • Camino Real: Die historische Handelsroute aus der spanischen Kolonialzeit, über die einst Gold und Silber quer durch die Landenge transportiert wurden
  • Parque Nacional Chagres: Ein großes Naturschutzgebiet rund um den Chagres-Fluss, der auch das Wasser für den Panamakanal liefert
  • Parque Municipal y Jardín Botánico Summit: Ein Park mit botanischem Garten und kleinem Zoo, südlich der Stadt gelegen
  • Playa Bonita und Playa Veracruz: Zwei Strände in Stadtnähe, ideal für einen entspannten Nachmittag am Pazifik

Was Panama City so besonders macht, ist der Bruch zwischen Alt und Neu. Nur wenige Minuten von Casco Viejo entfernt erhebt sich eine Skyline, die man eher in Miami oder Dubai vermuten würde. Ich habe mir über GetYourGuide ein Ticket für das Poin Glass Observation Deck gebucht, um die Stadt von oben zu sehen, ein wirklich lohnenswerter Programmpunkt, wenn du die Dimensionen dieser Stadt einmal komplett erfassen willst. Mehr dazu und weitere Tourenempfehlungen findest du weiter unten.

Ein paar Dinge sind mir dabei aufgefallen: Große, protzige Autos gehören zum Stadtbild, viele davon ohne vorderes Nummernschild (das ist in Panama schlicht nicht vorgeschrieben, also kein Grund zur Sorge). Und während die Innenstadt und die Bankenviertel blitzsauber und modern wirken, gibt es in der Neustadt auch Ecken, die ziemlich heruntergekommen und dreckig sind. Diese Gegensätze direkt nebeneinander fand ich fast so spannend wie die Sehenswürdigkeiten selbst.

Für einen kurzen Einkaufsbummel oder praktische Erledigungen (bei mir waren es Zahlungsprobleme mit Copa Airlines) bin ich außerdem im Multiplaza Einkaufszentrum vorbeigekommen, modern, klimatisiert und eine gute Anlaufstelle, wenn dir die Hitze draußen mal zu viel wird.

Empfehlenswerte Touren in Panama-Stadt

Panama-Stadt liegt zentral, viele der schönsten Ausflüge in ganz Panama starten von hier aus, und über GetYourGuide lassen sich die meisten davon unkompliziert im Voraus buchen. Eine Tour habe ich selbst gemacht, die anderen fünf habe ich mir nach Bewertungen und Beliebtheit herausgesucht, falls du noch mehr Zeit in der Stadt einplanst als ich.

Poin Glass Observation Deck Ticket mit VR-Tour* (selbst gemacht): Diese Tour habe ich mir selbst gegönnt, um die Skyline von oben zu sehen. Auf der 37. Etage des Poin-Gebäudes betrittst du eine Aussichtsplattform mit gläsernem Boden, unter deinen Füßen rauscht buchstäblich der Verkehr vorbei. Dazu gibt es eine kurze virtuelle 360-Grad-Tour durch die Stadt. Ein super Programmpunkt, wenn du einigermaßen schwindelfrei bist und die Dimensionen der Stadt einmal komplett erfassen willst.

Embera Indianerdorf & Wasserfall Tour & Mittagessen*: Eine Tagestour zu den Ureinwohnern der Embera im Chagres-Regenwald. Mit dem Kanu geht es zu einem Wasserfall zum Baden, danach besuchst du das Dorf, isst gemeinsam mit den Bewohnern und lernst mehr über ihre Kultur, Tänze und Handwerkskunst. Eine der beliebtesten Touren ab Panama-Stadt überhaupt.

Ab Panama City: Inselhopping-Tagestour in San Blas*: Ein Tagesausflug zu den San-Blas-Inseln in der Karibik, mit Schnorcheln an einem Schiffswrack, einem natürlichen Pool voller Seesterne und frisch zubereitetem Mittagessen am Strand. Die Anfahrt dauert rund drei Stunden, die traumhaften weißen Strände entschädigen dafür aber allemal.

Kanal, Casco Viejo und Amador Causeway Tour*: Für alle, die möglichst viel an einem Tag sehen wollen. Diese Tour kombiniert das Miraflores-Besucherzentrum am Panama-Kanal, einen Spaziergang durch Casco Viejo und die malerische Amador Causeway mit Blick auf Skyline und Kanaleinfahrt.

Taboga Island Katamaran-Kreuzfahrt mit Mittagessen & Open Bar*: Ein entspannter Tag auf dem Wasser. Mit dem Katamaran geht es zur vorgelagerten Insel Taboga, unterwegs wird geschwommen, an Bord gibt es Musik, Tanz, Mittagessen und einen offenen Barservice. Perfekt, wenn du nach den vielen Stadt-Eindrücken einfach mal abschalten willst.

Panamakanal: Das umfassendste Wildtier-Erlebnis*: Wer noch Zeit für einen Ausflug in die Natur hat, ist hier richtig. Auf dem Gatun-See im Panama-Kanal begegnest du wild lebenden Affen, dazu gibt es eine kurze Dschungelwanderung mit Chancen auf Faultiere, Tukane und Krokodile.

Mein Zusatz-Tipp: Für mich ist GuruWalk* die absolute Geheimwaffe für jeden Städtetrip: Du buchst komplett kostenlos authentische Free Walking Tours und entdeckst Panama-Stadt genau so, wie du es magst. Ich habe dort selbst die Tour „Casco Nights: Eine kostenlose nächtliche Kneipentour in Panama“ ausprobiert – der perfekte Tipp gerade für alleinreisende Frauen, um super easy Anschluss zu finden und das Nachtleben im Kolonialviertel gemeinsam zu erleben!

Essen und Trinken in Panama-Stadt

Ein paar Restaurant-Tipps, die ich dir mitgeben will:

  • Mercado de Mariscos: Der Fischmarkt der Stadt, frisch, lecker, unkompliziert und lokale Vibes, perfekt für einen authentischen Mittagssnack
  • Cascomar: Spanisches Restaurant mit richtig gutem Ruf
  • Santo Remedio: Italienisches Restaurant mit sehr guten Antipasti
  • El Trapiche: Ein sehr authentisches Restaurant für klassische panamaische Küche
  • Restaurante Pencas: Gute landestypische Küche, direkt an der Calzada de Amador

Unterkünfte in Panama-Stadt

Ich habe während meiner fünf Nächte in Panama-Stadt zwei unterschiedliche Unterkünfte getestet.

Amarla Boutique Hotel (Casco Viejo): Ein wirklich schönes Boutique-Hotel mitten in der Altstadt, geschmackvoll eingerichtet mit vielen kleinen liebevollen Details. Das Zimmer hatte einen kleinen Kühlschrank, das Haus selbst mit seinen alten Fliesen und dem Kolonialstil ist zwar etwas schmal geschnitten, aber dafür unglaublich charmant. Highlight war für mich klar die Dachterrasse mit Jacuzzi und Blick über die Stadt. Das Frühstück gibt es à la carte (Kaffee, Obst, Eier, Toast).

El Machico Hostel* (Neustadt): Super Preis-Leistung und eine gute Wahl für Backpacker. Alles war sauber, die Küche gut ausgestattet, die Zimmer klimatisiert, dazu eine entspannte Atmosphäre mit Vorhängen an den Betten, eigenen Steckdosen, Schließfächern und Leselicht pro Bett. Es gibt außerdem einen Pool und einen Wasserspender. Der größte Kritikpunkt: Auf der gesamten Etage stand nur eine einzige Dusche zur Verfügung, bei entsprechend vielen Gästen kann das morgens zu Wartezeiten führen.

Praktische Panama City Tipps für deinen Aufenthalt

  • Metro: Eine Fahrt kostet nur 0,35 US-Dollar. Du brauchst dafür die aufladbare Metro-Karte (Rapid Pass), die du direkt an den Stationen kaufen und aufladen kannst. Damit kommst du günstig und schnell durch die Stadt
  • Uber: Funktioniert in Panama-Stadt einwandfrei und ist eine sichere, unkomplizierte Möglichkeit, sich fortzubewegen
  • Vom Flughafen in die Stadt: Vom internationalen Flughafen Tocumen kommst du bequem mit der Metrolinie 2 bis zur Haltestelle Las Mañanitas in die Stadt
  • Währung: Bezahlt wird in US-Dollar, als Wechselgeld bekommst du oft Balboa-Münzen, die 1:1 zum Dollar gewechselt werden und ganz normal mitbezahlt werden können
  • Geld tauschen: Die Wechselkurse an Wechselstuben in Panama-Stadt sind eher schlecht, ich würde eher direkt am Automaten abheben
  • Klima: Panama-Stadt hat tropisches Klima, rechne mit sehr hoher Hitze und Schwüle, oft zwischen 30 und 35 Grad. Leichte Kleidung und viel Wasser sind Pflicht
  • Busse ab Terminal de Albrook: Der zentrale Busbahnhof ist auf zwei Etagen aufgeteilt, oben kommen die Busse an, unten fahren sie ab. Tickets kaufst du direkt an den Schaltern der jeweiligen Busunternehmen, die Fahrtziele sind dort angeschrieben. Für die Strecke nach David gab es im April 2026 insgesamt 11 Abfahrten zwischen 6 und 20:30 Uhr, dazu 3 Expressbusse um 22, 23 und 24 Uhr. Ein Ticket kostet zwischen 15 und 22 US-Dollar, die Fahrt dauert rund 6,5 bis 7 Stunden. Wichtig: Der Zugang zum Terminal läuft über ein Drehkreuz, das nur mit der Metro-Karte (Rapid Pass) funktioniert, die solltest du also schon vorher besorgt haben. Insgesamt bedient das Terminal 2 internationale, 52 nationale Fernbus- und 50 Nahverkehrsrouten. Falls du wie ich versuchst, spontan ein Busticket zu bekommen, kann es trotzdem sein, dass gerade nichts mehr frei ist, lieber vorab planen oder frühzeitig hinfahren
  • Inlandsflüge ab Tocumen (PTY): Mein Inlandsflug nach David ging vom internationalen Flughafen Tocumen aus. Ich war zwei Stunden vorher da, im Rückblick hätte aber auch eine halbe Stunde locker gereicht. Alles geht dort super schnell, vom Check-in-Schalter aus läuft man direkt weiter zum Gate

Ist Panama-Stadt sicher? Meine Erfahrung

Sicherheit ist bei einer Panama-Stadt-Reise natürlich ein Thema, das viele beschäftigt, deshalb hier meine ehrliche Einschätzung: Ich habe mich während meiner gesamten Zeit in der Stadt zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, im Vergleich zu meiner Zeit danach in Kolumbien kam mir Panama-Stadt sogar sicherer vor.

Zwei Viertel würde ich dir trotzdem empfehlen zu meiden: El Chorrillo und Curundú. Vermeide auch die Lotería-Metrostation und Teile der Cinta Costera bei Nacht. Die beliebte Uferpromenade Cinta Costera ist tagsüber sicher (ich bin oft dort lang gelaufen). Nachts solltest du den Abschnitt nahe dem Fischmarkt (Mercado de Mariscos) meiden, da dieser an das raue Viertel Calidonia grenzt. Ansonsten gilt für mich wie eigentlich überall auf Reisen: auf das eigene Bauchgefühl hören, gesunden Menschenverstand walten lassen, Uber nutzen und nachts leere, dunkle Gassen meiden. Mit diesen einfachen Regeln bin ich in der ganzen Stadt gut zurechtgekommen.

Nach fünf Nächten ging es für mich weiter Richtung Boquete, hinauf ins kühlere Hochland. Im nächsten Teil dieser Serie nehme ich dich mit nach Boquete: Kaffeeplantagen, eine nächtliche Wanderung zum Sonnenaufgang am Vulkan Barú und eine Hängebrücken-Tour mitten im Nebelwald.

Mein Fazit zu Panama-Stadt

Panama City hat mich in einen ziemlich seltsamen Gefühlszustand versetzt. Ich habe dort noch meine Antarktis-Stories gepostet, während ich bei über 30 Grad durch die Stadt lief, ein Kontrast, den ich immer noch kaum fassen kann. Ein Teil von mir war noch ganz in Trance wegen Ushuaia, der Antarktis und allem, was ich dort erlebt hatte. Gleichzeitig habe ich versucht, mich auf diesen neuen Ort einzulassen und alles zu genießen.

Und das ist mir am Ende auch gelungen. Panama-Stadt hat mich vom ersten Moment an gefordert und begeistert zugleich. Zwischen Panamakanal, Casco Viejo und einer Skyline, die einen wirklich staunen lässt, gibt es hier unglaublich viel zu entdecken. Wer bereit ist, sich auf Hitze, Kontraste und ein bisschen Großstadt-Chaos einzulassen, bekommt hier einen richtig starken Einstieg in eine Panama Rundreise.

FAQ zu Panama-Stadt

Ich würde mindestens 3 bis 4 Tage einplanen, ich selbst war 5 Nächte vor Ort. Damit hast du genug Zeit für die Panama-Kanal-Tour, Casco Viejo, einen Aussichtspunkt für die Skyline und noch ein bisschen Puffer für spontane Erkundungen.

Ich habe mich in Panama-Stadt durchgehend sicher gefühlt, sogar abends in Casco Viejo. Die Viertel El Chorrillo und Curundú würde ich meiden, ansonsten hilft wie überall gesunder Menschenverstand und ein gutes Bauchgefühl.

Für kurze Strecken eignet sich Uber sehr gut, für längere Wege innerhalb der Stadt die Metro, dafür lohnt sich eine aufladbare Metro-Karte.

Die Preise für geführte Touren variieren je nach Anbieter und Umfang. Meine Tagestour mit Barefoot Panama inklusive Casco Viejo, Panama Sign und Punta Culebra hat 89 US-Dollar pro Person gekostet, die Kosten hängen aber stark davon ab, welche Stationen enthalten sind.

Auf jeden Fall. Gerade am Abend wirkt die Altstadt mit ihren beleuchteten Fassaden und den vielen kleinen Bars und Restaurants besonders schön.

Panama Stadt ist günstiger als viele europäische Großstädte, aber teurer als andere Ziele in Mittelamerika. Unterkünfte, Touren und Restaurants in Casco Viejo liegen preislich eher im mittleren bis gehobenen Bereich.

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3 Kommentare

  1. WAU und DAUMEN HOCH 👍 Mehr kann ich dazu nicht sagen. Wie immer ist dein Reisebericht super spannend und sehr interessant, leicht zu lesen und voller Tipps. Ich liebe deine Reiseberichte, deine Kommentare und deine Art, die Welt zu entdecken. Du hast viel Mut, den ich sehr schätze und anerkenne. Mach weiter so liebe Meike, bleib gesund und weiterhin reiselustig 💝

  2. Der Panamakanal klingt gut. An Schleusen bin ich gerne, besonders wenn man so eine Schleusenfahrt sehen kann, wenn man natürlich das nötige Glück hat. Der Unterschied zu einem deutschen Kanal, dass die Schiffe dort in Panama viel größer sind.

    Einen botanischen Garten (mag ich unheimlich gerne) in einem Land, was schon ein ganz großer botanischer Garten aus meiner westeuropäischen Sicht ist.

    Auf diesem Glasboden würde man mich nicht bekommen oder ich dürfte nicht direkt nach unten schauen.

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