In diesem Beitrag nehme ich dich mit zu meinen persönlichen Highlights und verrate dir, welche unvergesslichen Naturerlebnisse in Albanien auf dich warten. Es geht von klaren Seen über mystische Quellen bis hin zu dramatischen Küstenstraßen. Ein besonderes Augenmerk lege ich dabei auf die spektakulärsten Aussichtspunkte entlang unserer Route. Ich zeige dir, wo du die besten Panoramen über Buchten, historische Festungen und die albanische Riviera genießt.
In diesem Artikel findest du alles über:

Sehenswürdigkeiten Albanien
Auf unserer Route durch Albanien haben wir schnell gemerkt: Hier sind die „Sehenswürdigkeiten“ oft die Natur selbst. Es sind Orte, die Geschichte mit atemberaubenden Landschaften verbinden. Ob am stillen Ohridsee oder entlang der malerischen Küstenstraßen der Riviera – jeder Moment war einzigartig. Im Folgenden führe ich dich durch die Highlights, die du auf keiner Albanien-Reise verpassen solltest.
Der malerische Ohridsee und das charmante Pogradec
Unsere Reise führte uns auch an den Ohridsee, einen der ältesten und tiefsten Seen Europas, der für sein kristallklares, trinkbares Wasser bekannt ist. Die albanische Seite des
Ohridsees ist im Vergleich zur mazedonischen Seite weniger touristisch erschlossen, ruhiger und bietet ein authentischeres, natürlicheres Erlebnis. Pogradec selbst besticht durch eine große, entspannte Promenade direkt am Seeufer, perfekt für einen gemütlichen Spaziergang.
Der wunderschöne Ohridsee liegt zu 70% in Nordmazedonien und zu 30% in Albanien.
Geheimtipp: „Restaurant Poradeci“ – In einer heimeligen Wohnzimmer-Atmosphäre direkt am Kamin, konnten wir die lokalen Spezialitäten in vollen Zügen genießen. Besonders hervorzuheben sind die Wildfleischgerichte, die hier angeboten werden. Wir haben die Koran-Forelle, frisch aus dem Ohridsee, probiert. Zum Abschluss gab es selbst gebrannten grünen Maulbeer-Raki, und das traditionelle Hasude-Dessert. Ein tolles Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden!




Pogradec ist ein beliebter Urlaubsort, besonders bei Albanern, die oft am Wochenende aus Tirana anreisen. Auch wenn der Ort bei internationalen Touristen noch nicht so bekannt ist, zieht er viele Besucher an, darunter auch Nordmazedonier, die die günstigeren Preise schätzen.
Ausflugstipp: Nur wenige Kilometer von Pogradec entfernt liegt der idyllische Nationalpark Drilon. Hier kann man gemütlich auf verschlungenen Wegen zwischen kleinen Wasserläufen und Seen spazieren gehen und die friedliche Atmosphäre genießen. Die Region ist bekannt für die seltene Koran-Forelle, eine lokale Spezialität, die du dir nicht entgehen lassen solltest!
Das faszinierende Naturphänomen: Syri i Kaltër (Das Blaue Auge)
Das „Blaue Auge“ ist ein Naturphänomen, das bei jedem Besucher für Staunen sorgt. Es handelt sich um eine glasklare Karstquelle, deren Wasser aus großer Tiefe an die Oberfläche sprudelt. Der Name kommt von der Optik: Das Zentrum ist tief dunkelblau, während der Rand hell türkis schimmert, was an eine Iris mit Pupille erinnert.
Das Blaue Auge (Syri i Kaltër) ist eines der wahren Naturwunder und gehört unbedingt auf die Liste der besten Sehenswürdigkeiten Albaniens!
- Mysteriöse Tiefe: Das Wasser im Blue Eye ist bekannt für seine unglaubliche Reinheit und seine geheimnisvolle Tiefe, die 50 Meter übersteigt – die genaue Tiefe ist bis heute nicht vollständig erforscht
- Eiskaltes Vergnügen: Die Wassertemperatur bleibt das ganze Jahr über relativ konstant bei erfrischenden etwa 10 °C
- Fototipp: Für perfekte Fotos am Blue Eye auf Sonnenschein warten, da die Blau- und Türkistöne dann am intensivsten sind
- Biodiversität und Ökosystem: Das Blaue Auge ist von entscheidender Bedeutung für die biologische Vielfalt der Region. Es bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, darunter einige endemische und seltene Spezies, die nirgendwo sonst vorkommen. Die üppige Vegetation der Umgebung dient als Habitat für viele Vogel-, Fisch- und Amphibienarten. Dieses Naturjuwel ist nicht nur ein visuelles Spektakel, sondern spielt auch eine wesentliche Rolle beim Erhalt der Biodiversität und bietet wertvolle Möglichkeiten für wissenschaftliche und pädagogische Studien
- Erreichbarkeit: Die Quelle liegt in einem Naturpark nahe Saranda. Vom Parkplatz aus führt ein gut ausgebauter, etwa 20-minütiger Fußweg durch die malerische, grüne Landschaft – auch für weniger mobile Besucher gut machbar
- Eintrittspreis: 50 Lek; falls du mit der kleinen Bahn zur Quelle fahren willst kostet es 300 Lek One-Way


Antike trifft Natur: Der Butrint Nationalpark
Nach dem kühlen Nass des Blue Eye lockt der Butrint Nationalpark, eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, die Geschichte und Natur nahtlos verbindet. Der Park liegt malerisch auf einer Halbinsel, umgeben vom gleichnamigen Butrintsee und dem Vivari-Kanal, der das Binnenwasser mit dem Ionischen Meer verbindet.
Die Fahrt in Richtung Küste war ein Traum: Durchs Bergmassiv zum Blue Eye, weiter durch Ksamil und am Butrintsee entlang. Alles war noch saftig grün, voller Olivenbäume und das Meer glitzerte traumhaft.
- Landschaftliche Vielfalt: Hier erlebst du eine einzigartige Mischung aus Küstenlagune, mediterranen Wäldern und Feuchtgebieten
- Muschelfarmen: Das erfrischend kalte, salzhaltige Wasser im See bietet ideale Bedingungen für lokale Muschelfarmen, die die Umgebung prägen
- Historischer Ausblick: Beim Erkunden der antiken Ruinen – von griechischen über römische bis hin zu byzantinischen Überresten – bieten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das Meer und die nahegelegene griechische Insel Korfu
- Das Gebiet ist sowohl UNESCO-Welterbe als auch Ramsar-Schutzgebiet. Die Ramsar-Konvention schützt seit 2002 seine Feuchtgebiete, darunter den Butrintsee, mit seinen vielen endemischen Pflanzen. Seit 2007 finden keine Ausgrabungen mehr statt, die UNESCO kümmert sich aber weiterhin um den Erhalt
- Eintrittspreis: 1000 Lek
- Besuchszeit: 2-3 Stunden
- Weitere Informationen: https://butrint.al
Der Butrint Nationalpark, ein UNESCO-Weltkulturerbe an der Albanischen Riviera, fasziniert mit einer beeindruckenden Mischung aus archäologischen Ruinen und atemberaubender Natur. Du kannst alte Relikte erkunden und gleichzeitig die üppigen Feuchtgebiete und die vielfältige Tierwelt des Parks genießen.


Tipp für Zwischenstopp in Ksamil: Die „albanische Karibik“ bietet traumhafte Strände und Inselchen für eine Fotopause (oder im Sommer eine Badepause). Unabhängig von der Jahreszeit ist die „Memaj Bäckerei“ ein absoluter Geheimtipp für Naschkatzen – hier gibt es den besten Cheesecake der Gegend!
Die atemberaubende Albanische Riviera und der Llogara-Pass
Die Fahrt entlang der Albanischen Riviera ist ein absolutes Highlight jedes Roadtrips. Die Küstenstraße schlängelt sich durch dramatische Landschaften, wo majestätische Berge fast direkt ins türkisfarbene Meer abfallen.
- Mediterrane Vegetation: Die Berghänge sind gesäumt von exotischen Pflanzen wie Bananenbäumen, Mandarinen- und Olivenhainen, die eine wilde Atmosphäre schaffen
- Der Llogara-Pass (Qafa e Llogarasë): Dieser Pass ist der spektakuläre Übergang vom Landesinneren zur Küste und liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark. Die Serpentinenstraße bietet tolle Aussichten, die zum Anhalten und Staunen einladen. Von den zahlreichen View Points aus genießt du unvergessliche Panoramas
Die Fahrt von Saranda nach Vlora ist eine Reise durch Albaniens landschaftliche Vielfalt und bietet spektakuläre Wechsel zwischen Küstenpanorama und Bergpässen.
Wir starteten bei noch bewölktem Himmel, doch schon bald lugte die Sonne hinter den schroffen Gipfeln der Berge hervor, die uns auf der rechten Seite begleiteten. Die Straße schlängelte sich malerisch entlang der Albanischen Riviera – auch als „Brego“ bezeichnet – und führte uns durch charmante, authentische Dörfer, die sich an die Hänge klammerten. Die 66 Kilometer lange Küstenstrecke bot dabei immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das glitzernde Ionische Meer.

In Himara legten wir eine kurze Pause ein und genossen einen Kaffee direkt am Meer. Der Blick auf die funkelnde Wasseroberfläche und das Korfu-Archipel auf der gegenüberliegenden Seite war ein Moment purer Entspannung – einfach der perfekte Zwischenstopp. Café-Tipp: „Acta Cocktail Bar“ direkt an der Promenade, hier gibt es leckere frisch gepresste Orangensäfte!


Der beeindruckende Aufstieg zum Llogara-Pass
Je weiter wir Richtung Norden fuhren, desto spektakulärer wurde die Szenerie. Der legendäre Llogara-Pass zählt zu den schönsten Bergstraßen des Balkans. Die Straße führt in Serpentinen hinauf in den Nationalpark Llogara. Bei unserem Stopp auf etwa 900 Metern genossen wir einen atemberaubenden Aussichtspunkt über die Küste und das Meer.
Entlang des Passes laden zahlreiche Viewpoints zu Zwischenstopps ein – perfekte Gelegenheiten für Fotos oder einfach zum Staunen. Der höchste Punkt des Passes liegt auf 1.030 Metern Höhe, dort liegt die Bar Dervishalliu, ideal für einen kurzen Snack oder ein Getränk mit Aussicht. Die Kulisse aus türkisfarbenem Meer, bewaldeten Hängen und serpentinenreichen Straßen ist einfach unvergesslich.
Die Überquerung des Passes war echt spannend und hat uns die klimatischen Unterschiede Albaniens wunderbar vor Augen geführt. Unten an der Küste konnten wir noch das milde, mediterrane Klima genießen, doch auf der Abfahrt sind die Temperaturen auf 12 Grad gesunken.


Praktische Hinweise zur Fahrt
- Tunnel vs. Pass-Straße: Man hat die Wahl, entweder die landschaftlich reizvolle Pass-Straße zu nehmen oder den 6 km langen Tunnel zu nutzen
- Mautgebühren: Eine Durchfahrt kostet aktuell 250 Lek, egal ob Tunnel oder über Llogara-Pass
- Aussichtspunkte: „Dhermi panorama view point“, „Panorama Llogara“ und „View Point“ über Vlora
Die Fahrt war ein intensives Erlebnis, das die wilde und unberührte Schönheit Albaniens perfekt zusammenfasst.
Tipp: Während deines Roadtrips entlang der Albanischen Riviera ist die Burg von Porto Palermo ein perfekter Zwischenstopp zwischen Saranda und Vlora. Die Festung liegt auf einer kleinen Halbinsel in der malerischen Bucht von Porto Palermo und bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte und beeindruckender Küstenlandschaft. Die ungewöhnliche, dreieckige Form der Burg ist einzigartig und lädt dazu ein, die gut erhaltenen Mauern und Türme zu erkunden. Von der oberen Terrasse aus bietet sich ein herrlicher Panoramablick über die Bucht und das Ionische Meer.
Dörfer entlang der Albanischen Riviera
- Lukova – ruhige Buchten, Olivenhaine, schöne Aussichtspunkte
- Borsh – längster Strand der Riviera, Burg von Borsh über dem Ort
- Qeparo (alt & neu) – malerisches Bergdorf + traumhafte Strandpromenade
- Himarë – entspannte Küstenstadt, tolle Cafés & Strände
- Porto Palermo – kleine Bucht + Festung von Ali Pasha
- Vuno – charmantes Bergdorf mit traditioneller Architektur
- Dhërmi – türkisfarbene Strände & cooles Bergdorf
- Tipp: Snack Bar „Sofra Te Alba“ – ideal für eine Pause mit Aussicht
- Gjipe – Zugang zur berühmten Gjipe-Schlucht & zum wilden Strand
- Palasë – breiter weißer Strand, Blick auf den Llogara-Pass
- Jalë – türkisblaues Wasser & kleine Buchten
Meine Top Viewpoints an der Albanischen Riviera
Die Fahrt entlang der Küstenstraße SH8 ist ein Highlight für jede Albanien Rundreise. Die Straße bietet fast hinter jeder Kurve ein neues, spektakuläres Panorama. Hier sind ein paar meiner persönlichen Stopps, die sich für eine Fotopause (oder einfach nur zum Staunen!) besonders gelohnt haben:
Die Albanische Riviera & der Llogara-Pass
- Aussichtspunkt über Vlora: Auf dem Weg Richtung Süden (Llogara-Pass) bieten sich fantastische Ausblicke über die gesamte Bucht von Vlora, wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen. Die Farben der Meere sind hier oft deutlich unterschiedlich
- Der „offizielle“ Llogara-Pass Viewpoint: Dies ist der spektakulärste Aussichtspunkt der Albanischen Riviera. Am höchsten Punkt des Passes (ca. 1030 m ü. NN) blicken Sie dramatisch auf die Küste hinab. Auf Google Maps oft als „Panorama Llogara“ markiert
- Bar Restorant Dervishalliu & andere Cafés: Ganz oben auf dem Pass bieten einige Restaurants Terrassen mit spektakulärem Blick – perfekt für eine Pause mit Verpflegung
- Dhermi Panorama View Point: Ein weiterer, oft markierter Aussichtspunkt oberhalb des malerischen Dorfes Dhermi, der einen tollen Blick auf den Strand und die Steilküste bietet
- Panorama Canyon Gjipe & Gjipe Beach: Es gibt eine neu eingerichtete Aussichtsplattform, die über die Kante des Canyons ragt und einen atemberaubenden Blick in die Tiefe und auf den abgelegenen Strand bietet. Der Weg zum Strand selbst ist eine kleine Wanderung, aber die Aussichtspunkte von oben sind gut erreichbar
- Panorama Beach Qeparo: Direkt an der neu renovierten Promenade von Qeparo Beach gibt es schöne Cafés und Aussichtspunkte mit Blick auf das klare Wasser und die Berge


Historische Perspektiven & südliche Ausblicke
- Aussichtspunkt Saranda Festung (Lëkurësi Castle): Die Ruinen der osmanischen Festung Lëkurësi thronen auf einem Hügel über Saranda. Der 360-Grad-Panoramablick ist unschlagbar: Du siehst die gesamte Stadt, den Hafen, die Küste und die nahegelegene griechische Insel Korfu. Ideal zum Sonnenuntergang
- Butrint Nationalpark: Innerhalb der Ruinen der antiken Stadt Butrint bieten sich beim Erklimmen der Festung oder des Amphitheaters immer wieder tolle Ausblicke auf die Umgebung
- Ksamil Viewpoint: Kurz vor der Ankunft in Ksamil gibt es mehrere kleine Haltebuchten. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die vorgelagerten Inselchen, die als „albanische Karibik“ bekannt sind

Burgen & Festungen
- The Castle of Borsh / Burg von Himara: Diese Burgruinen bieten jeweils fantastische Ausblicke über die albanische Küste
- Burg von Porto Palermo: Diese beeindruckende, gut erhaltene Festung aus dem 19. Jahrhundert liegt auf einer Halbinsel. Von ihren Zinnen aus hat man einen fantastischen Blick über die geschützte Bucht, das Meer und die umliegenden Berge
Tipp: Für lange Roadtrips empfehle ich immer eine leistungsstarke Powerbank* in deinem Rucksack zu haben, damit dir unterwegs nie der Akku ausgeht.

Paradiese für Vogelbeobachter: Die Lagunen von Narta und Karavasta
Albaniens Feuchtgebiete sind ein Paradies für Tierliebhaber und bieten Ruhe abseits der belebteren Küstenorte.
Albanien ist bekannt für seine reiche Artenvielfalt und beheimatet Spezies wie den Braunbären, den Krauskopfpelikan und den Balkanluchs. Doch das Land bietet auch Schutz für weniger bekannte, aber gesetzlich geschützte Arten wie die Kleine Hufeisennase, das Große Mausohr (Fledermausart) oder die Rötelschwalbe. Ein faszinierender Aspekt des albanischen Naturschutzes ist die Umnutzung ehemaliger Militärgebäude: Zahlreiche ungenutzte Bunker und Tunnel des Landes sind zu wichtigen Habitaten für bedrohte Arten geworden. Sie bieten klimatische Bedingungen, die natürlichen Höhlen ähneln.
Narta-Lagune – Naturidylle im Wandel
Nur wenige Kilometer nördlich von Vlora liegt die Narta-Lagune, eines der wichtigsten Ökosysteme Albaniens. Die weitläufige Lagune ist ein Paradies für Vogelbeobachter: Hier rasten und leben zahlreiche seltene Arten, darunter Flamingos, Reiher und verschiedene Zugvögel. Trotz ihrer Schönheit steht die Region im Wandel, denn ausgerechnet in dieser sensiblen Natur entsteht ein neuer Flughafen!
Mitten in der Lagune befindet sich das St. Mary’s Monastery, eines der bedeutendsten byzantinischen Klöster Albaniens. Das Kloster befindet sich auf einer idyllischen, bewaldeten Insel innerhalb der Lagune. Die Insel ist über einen etwa 270 Meter langen, malerischen Holzsteg mit dem Festland verbunden. Dieser Steg verleiht dem Besuch irgendwie eine besondere Note, da er einen Spaziergang über die ruhige Lagune ermöglicht.



Die Errichtung des neuen Flughafens Vlora (International Airport of Vlorë) in unmittelbarer Nähe des geschützten Gebiets ist hochumstritten. Naturschützer warnen davor, dass der Flugverkehr das sensible Ökosystem und die Populationen seltener Vögel nachhaltig stört.
Naturschutz in Gefahr: Der Flughafen Vlora an der Narta-Lagune
Während Albaniens Streben nach touristischer Entwicklung verständlich ist, wirft das Großprojekt in Vlora ernsthafte Fragen und Bedenken auf. Der Bau eines neuen internationalen Flughafens – der sogar Direktflüge nach New York ermöglichen soll – greift massiv in eines der wertvollsten Ökosysteme des Landes und des gesamten Mittelmeerraumes ein. Der Flughafen wird direkt in dem Vjosa-Narta-Schutzgebiet errichtet, einem der wichtigsten Feuchtgebiete entlang der Adria-Zugvogelroute (Adriatic Flyway) und einem wichtigen Brut- und Rastplatz für Tausende von Vögeln, darunter Flamingos, sowie Lebensraum für eine Vielzahl seltener und geschützter Arten. Der Bau ist hochumstritten, das weitreichende Kritik von nationalen und internationalen Umweltschutzorganisationen hervorgerufen hat. Die offizielle Eröffnung ist für 2026 geplant.
Karavasta-Lagune – das größte Küstenfeuchtgebiet Albaniens
Etwa weiter nördlich liegt die imposante Karavasta-Lagune, Teil des Divjakë-Karavasta-Nationalparks und die größte Lagune des Landes. Sie gilt als einer der wertvollsten Naturräume des Balkans.
Hier lebt der berühmte Krauskopfpelikan, eine der seltensten Pelikanarten weltweit. Neben seiner ökologischen Bedeutung ist die Region auch landwirtschaftlich wichtig – sogar Avocados werden hier angebaut.



Eine Bootsfahrt durch die Lagune ist absolut empfehlenswert: Für 2500 Lek (30 Minuten, bis zu 5 Personen) gleitet man über tiefblaues Wasser, beobachtet Vogelkolonien und genießt die friedliche Stille des Nationalparks. Die Weite und Ruhe der Landschaft machten diesen Ausflug zu einem der schönsten Natur-Highlights in Albanien für mich.
Von Berat ging es weiter zur Karavasta-Lagune, der größten Lagune Albaniens. Diese malerische Region in der westlichen Ebene ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum für viele Vogelarten, sondern auch ein landwirtschaftliches Zentrum.
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