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Diese Artikelserie über meine Estland Reise besteht aus drei Teilen:
- Teil 1: Estland Urlaub: Inselhopping zwischen Moor & Meer
- Teil 2: Erkunde Estlands Insel Hiiumaa zu Fuß und im Kajak (dieser Artikel)
- Teil 3: Streife durch die Highlights von Saaremaa, Muhu & Kuressaare
In Teil 1 habe ich dir die Route meiner Estland Reise gezeigt. In diesem Teil geht es um die Insel, die mich von der ganzen Reise am meisten beeindruckt hat: Hiiumaa. Estlands zweitgrößte Insel ist mit rund 989 Quadratkilometern zwar kein Zwerg, wirkt aber trotzdem winzig, sobald man einmal dort ist, dünn besiedelt, dicht bewaldet und fast vollständig von Ruhe umgeben. Hier habe ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Kajak gesessen, unter freiem Himmel auf einer Insel im Naturschutzgebiet übernachtet und den ältesten Leuchtturm des Baltikums bestiegen.
Bevor es aber so weit ist, führt der Weg von Tallinn über ein Hochmoor und eine kleine Kurstadt erst einmal ans Festland-Ende, in diesem Artikel bekommst du die ganze Etappe.

Das erwartet dich in diesem Artikel:
Tallinn und die Anreise: kurzer Zwischenstopp vor Hiiumaa
Alles beginnt in der estnischen Hauptstadt, bevor es weiter Richtung Hiiumaa geht. Ein Abend reicht gerade, um durch die Altstadt zu schlendern, aber diese Zeit solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.
Tallinn Sehenswürdigkeiten im Überblick
Tallinns historischer Kern gilt als eine der besterhaltenen Hansestädte Europas, mit Kopfsteinpflaster und mittelalterlichen Fassaden. Hochhäuser dürfen deshalb bis heute nicht direkt in der Altstadt gebaut werden, damit die historische Skyline vom Wasser aus ungestört bleibt. Das hat es bei meinem Streifzug durch die Altstadt auf meine Liste geschafft:
- Rathausplatz: Der älteste Marktplatz der Stadt und ihr Herzstück. Rundherum reihen sich gemütliche Restaurants mit Sitzplätzen im Freien aneinander, ein schöner Ort für eine Pause, und wer abends noch unterwegs ist, findet mit der Draakon Bar eine der urigsten Adressen der Altstadt
- Schwarzhäupter Haus: Die prachtvoll bemalte Eingangstür stammt aus dem Jahr 1640, ein schönes Detail für alle, die gerne genauer hinschauen
- Domberg (Toompea): Das Regierungsviertel mit gleich drei Aussichtspunkten über die Stadt: Kohtuotsa, Patkuli und Piiskopi. Hier oben triffst du übrigens deutlich mehr Touristen als Einheimische, die Regierungsgebäude sorgen für ein eigenes, etwas distanzierteres Flair. Ein ehrlicher Hinweis dazu: Der Ausblick steht und fällt mit dem Wetter. Bei Nebel oder Regen, wie bei meinem Besuch, siehst du dort oben nur wenig von der Stadt. Plane den Domberg deshalb eher für einen klaren Moment deiner Reise ein, falls dein Programm das zulässt
- Alexander-Newski-Kathedrale: Direkt auf dem Domberg gelegen, mit ihren markanten schwarzen Zwiebeltürmen kaum zu übersehen. Die russisch-orthodoxe Kathedrale wurde zwischen 1894 und 1900 erbaut und war bei den Esten lange unbeliebt, da sie unter dem Zarenreich als Symbol der russischen Vorherrschaft galt
- Freiheitsplatz (Vabaduse väljak): Der estnischen Unabhängigkeit gewidmet, am südlichen Ende der Altstadt. Ein Detail, das mich überrascht hat: Direkt unter dem Platz liegt ein Parkhaus, eingebaut in die alten Festungsmauern der Stadt, ein ziemlich ungewöhnlicher Ort, um sein Auto abzustellen

Diese Touren könntest du außerdem ausprobieren:
- PROTO Erfindungsfabrik*: Interaktives Wissenschafts- und VR-Museum im Hafenviertel Noblessner, in einer ehemaligen U-Boot-Fabrik aus der Zarenzeit, lässt im Stil von Jules Verne alte Erfindungen wieder aufleben
- Geführter historischer Rundgang durch die Altstadt*: Ein Guide erzählt dir die Geschichte hinter den Fassaden, mit Details und Anekdoten, die man beim Erkunden auf eigene Faust leicht verpasst
Gleichzeitig ist Tallinn eine der digitalsten Städte der Welt: Parkgebühren bezahlt man per App, öffentliche Verwaltung läuft fast komplett online. Wer sich für Religionsgeschichte interessiert: Die Mehrheit der Esten ist konfessionslos, die größte Religionsgemeinschaft danach ist die russisch-orthodoxe Kirche, gefolgt von den Protestanten. Katholische Kirchen wie St. Peter und Paul sind in Tallinn eher die Ausnahme.
Zum Ausklang deines ersten Abends lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt, bei mir verbunden mit einem Abendessen im Restaurant Scheeli (Suppe, Lachs mit Gemüse). Falls du im Frühsommer unterwegs bist: Es wird abends erstaunlich lange nicht richtig dunkel, die weißen Nächte muss man erst einmal selbst erlebt haben, um zu verstehen, wie ungewohnt sich das anfühlt.
Übernachtet habe ich im Hotel St. Barbara, einem soliden Mittelklassehotel, zentral gelegen, mit großem Bad und einem Frühstück mit wirklich guter Auswahl und gutem Kaffee, eine angenehme, unaufgeregte Basis für die erste Nacht.


Moorwanderung im Marimetsa-Naturreservat
Am nächsten Morgen geht die Fahrt gut eine Stunde Richtung Südwesten, weg von der Stadt, hinein in eine ganz andere Seite Estlands. Das Marimetsa-Hochmoor ist mit rund 10.000 Jahren richtig alt, und man betritt es nicht einfach so mit normalen Wanderschuhen. Für die Tour bekommst du spezielle Moorschuhe gestellt, die du dir unter deine eigenen Schuhe schnallst. Sie verteilen dein Gewicht auf eine größere Fläche, damit du im weichen Untergrund nicht einsinkst. Die ersten Schritte fühlten sich seltsam an, fast wie Schneeschuhwandern auf schwankendem Boden, nach kurzer Zeit hatte ich den Dreh aber raus.
Rund 10 Kilometer geht es über Holzstege und offenes Moorland, vorbei an Zwergbirken und Cranberrysträuchern. Die Moore Estlands sind übrigens Lebensraum für Wildschweine, Elche und mit etwas Glück sogar Dachs oder Wolf, sogar rund 1.000 Braunbären leben im ganzen Land verteilt. Gesehen habe ich von alldem nichts, allein das Wissen darum reicht aber schon, um beim Wandern die Umgebung etwas aufmerksamer wahrzunehmen. Wer mag, kann in einem der klaren Mooraugen schwimmen, für mich war das Wasser kalt, aber erfrischend.
Mein Tipp: Nimm trockene Ersatzsocken mit. Auch mit Moorschuhen kommt gelegentlich Feuchtigkeit durch, und trockene Füße machen den Rest des Tages deutlich angenehmer.



Haapsalu: Die kleine Kurstadt an der Westküste
Nach der Anstrengung im Moor ist Haapsalu der perfekte ruhige Kontrast. Die kleine Kurstadt an der estnischen Westküste lädt zu einem Kaffee im alten Kuursaal ein, dem einzigen erhaltenen Konzertsaal Estlands aus dem 19. Jahrhundert, dazu ein Spaziergang an der Strandpromenade und ein Blick auf den ehemaligen Zarenbahnhof, heute ein kleines Eisenbahnmuseum. Der überdachte Bahnsteig dort ist mit 216 Metern der längste in ganz Europa, gebaut für den russischen Zaren und seine Gäste. Für einen längeren Aufenthalt reicht die Zeit im Rahmen einer Rundreise meist nicht, aber für ein, zwei entspannte Stunden lohnt sich der Stopp allemal.


Hiiumaa erreichen: erster Eindruck von der Insel
Von Haapsalu aus geht es weiter mit der Fähre, ab dem kleinen Hafen Rohuküla, nach Hiiumaa. Die Überfahrt dauert gut eine Stunde. Die Fähren selbst haben mich überrascht, richtig moderne Schiffe mit Touchscreen-Bestellung am Bord-Bistro und sogar einer Softeis-Maschine.
Hiiumaa selbst ist mit rund 9.500 Einwohnern erstaunlich dünn besiedelt, für eine Insel dieser Größe wirkt das fast leer. Über 300 Kilometer Küste und 324 Kilometer markierte Wanderwege ziehen sich durchs Land, dazu unzählige kleine vorgelagerte Eilande. Die Hauptstadt Kärdla ist eher ein großes Dorf als eine Stadt, voller charmanter Holzhäuser, grün, entspannt.
Ein Detail, das mich fasziniert hat: Im Winter verbindet zwischen Hiiumaa und dem Festland die längste offizielle Eisstraße Europas beide Ufer, rund 26 Kilometer über zugefrorenes Meer. Anschnallen ist dort sogar verboten, damit man im Notfall schnell aus dem Auto kommt, falls das Eis doch einmal nachgeben sollte. Ich selbst war im Sommer dort, aber allein diese Vorstellung sagt viel über den Charakter der Insel aus: ursprünglich, ein bisschen wild, und definitiv kein Ort für Massentourismus.
Praktischer Tipp: Der Busverkehr auf Hiiumaa ist stark eingeschränkt, plane deine Fortbewegung auf der Insel also vorab (mehr dazu weiter unten bei den FAQ).
Übernachten auf Hiiumaa: Gasthaus Tiupesa
Auf Hiiumaa haben wir im Gasthaus Tiupesa übernachtet, einem kleinen Haus nur für unsere Reisegruppe, urig eingerichtet, mit großer Küche und einem Außen-Jacuzzi, umgeben von viel Grün und Ruhe, nicht weit vom Strand entfernt. Oben gab es vier Zimmer und ein gemeinsames Bad, unten zusätzlich eine Sauna (25 Euro Aufpreis) mit eigenem Bad und einem Holzofen. Zum Frühstück gab es Haferflockenbrei, Brot, Aufschnitt, Spiegelei und Joghurt, kein Obst, dafür genug, um satt in den Tag zu starten. Genau die Art Unterkunft, bei der man sofort merkt: Hier wird es ruhig.
Kajaktour vor Hiiumaa: Ablauf, Anforderungen und Erfahrungsbericht
Das war für mich der Programmpunkt, auf den ich am meisten gespannt war, und gleichzeitig meine allererste Kajaktour überhaupt. Geführt hat uns, wie auf der ganzen Reise, Tiit Taimla, der draußen zu Hause ist und als zertifizierter Kajak- und Bergguide bei dieser Etappe natürlich besonders in seinem Element war.
Anforderungen: Die Tour erfordert Kondition und Ausdauer, ist aber dank ausführlicher Einweisung auch für Einsteiger geeignet. Wasserdichte Packsäcke werden gestellt, eigene Handschuhe fürs Paddeln sind empfehlenswert. Die Ostsee ist an dieser Stelle geschützt und nicht besonders tief, dadurch war das Wasser bei uns im Juni bereits 18-20 Grad warm. Programm und Ablauf hängen bei dieser Tour stark vom Wetter ab, und genau das haben wir am eigenen Leib erlebt.


Als Anfängerin im Kajak
Ich saß zum allerersten Mal in meinem Leben in einem Kajak, und das hat man mir vermutlich in der ersten halben Stunde auch angesehen. Beim Einsteigen und den ersten Paddelschlägen bin ich ziemlich nass geworden, das Wasser lief mir dann noch hinten ins Kajak hinein, sodass ich bald fast komplett durchnässt und ziemlich durchgefroren war. Umziehen, kurz durchatmen, weiterpaddeln, und tatsächlich wurde es von Schlag zu Schlag besser. Am Ende der zwei Tage hatte ich das Gefühl, richtig angekommen zu sein, im Kajak und auf der Insel.
Die Nacht auf Saarnaki
Ursprünglich war eine Übernachtung im Zelt mit einer offenen Zeltsauna ohne festes Dach auf einer anderen, unbewohnten Robinson-Insel geplant. Bei uns wurde das Ziel wegen des Wetters kurzfristig geändert: Statt der Zeltsauna gab es auf Saarnaki eine richtige Fass-Sauna, dazu stand dort eine urige Fischerhütte. Geschlafen haben wir trotzdem im eigenen Zelt, die Hütte diente eher als Treffpunkt zum Kochen und Aufwärmen. Trocken geblieben sind wir den ganzen Tag, mehr Glück, als wir erwartet hatten, nachdem die Wettervorhersage etwas anderes versprochen hatte.
Saarnaki selbst liegt südlich von Hiiumaa und gehört zum Landschaftsschutzgebiet der Hiiumaa-Holme, die Kajaktour führt also von Hiiumaa aus zu dieser vorgelagerten Insel und wieder zurück.
Für uns gab es ein zubereitetes Abendessen (Nudeln mit Schinken, zum Nachtisch Honigmelone), bevor es in die Sauna ging, die ich mir hier auf keinen Fall entgehen lassen wollte, gefolgt von einem mutigen Sprung direkt in die kühle Ostsee. In der Sauna konnte ich gleich auch meine nassen Sachen vom Vormittag trocknen. Robben zeigten sich tatsächlich gleich mehrere, neugierig und aus sicherer Distanz. Camping ist eigentlich nicht so meins, aber die Nacht im Zelt war herrlich ruhig, nur das Rauschen des Meeres und die frische Luft. Mein persönliches Highlight war aber das Lagerfeuer am Abend, in der kleinen Runde mit den anderen, bei dem der Blick einfach aufs Wasser schweifen konnte, selbst um Mitternacht war es noch nicht richtig dunkel.




Der Rückweg
Am nächsten Tag geht es zurück aufs Wasser, mit einem kurzen Zwischenstopp auf der winzigen Insel Hanikatsi (kleiner Spaziergang, Mittagspause im Freien) und einer letzten Etappe von rund 10,5 Kilometern zurück nach Hiiumaa. Bei uns kamen über die zwei Tage rund 18 bis 20 Kilometer Paddelstrecke zusammen, je nach Wetter und Gruppe kann das aber auch kürzer oder länger ausfallen.
Kurz gefragt: Die Kajaktour vor Hiiumaa
Leuchttürme auf Hiiumaa
Kõpu Leuchtturm: einer der ältesten Leuchttürme der Welt
Der Kõpu Leuchtturm wurde bereits 1531 fertiggestellt, zunächst als unbeleuchtetes Seezeichen, ein Leuchtfeuer brennt dort seit 1649. Er gilt als drittältester noch aktiver Leuchtturm der Welt. Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, der Ausblick von oben über die gesamte, dicht bewaldete Kõpu-Halbinsel entschädigt für den Aufstieg.
Ristna Leuchtturm
Nicht weit entfernt liegt der Ristna Leuchtturm, unverkennbar durch seinen leuchtend roten Anstrich, am Ende der Halbinsel gelegen. Direkt daneben liegt Surf Paradise, ein Wassersportzentrum mit den größten Wellen der Ostsee, wo du dir Surfbretter, SUP-Boards und sogar Seekajaks ausleihen kannst. Der Wind pfeift hier ordentlich, kein Wunder, dass sich Surfer genau diesen Punkt der Insel ausgesucht haben.


Kalana Militärgebiet: Bunker mit Geschichte
Nicht weit von den Leuchttürmen und den einsamen Sandstränden entfernt liegt das Kalana Militärgebiet, früher Sperrgebiet der Sowjetunion. Die ganze Insel ist bis heute durchzogen von Schützengräben, Bunkern und alten Wachtürmen. Auf den Bunkerturm in Kalana kann man noch heute hochsteigen, vieles davon ist ziemlich verfallen, aber der Ausblick vom Beobachtungsturm war einer der schönsten der ganzen Insel, freie Sicht über Wald und Küste in alle Richtungen. Meiner Meinung nach ein echter, ziemlich verfallener Lost Place mitten in der Natur, spektakulär.
Info: Die Anlage ist heute komplett verlassen und frei zugänglich. Der Turm kann (auf eigene Gefahr, da Geländer und Stufen marode sein können) von innen besichtigt werden.




Weitere Sehenswürdigkeiten auf Hiiumaa
Für alle, die mehr Zeit auf der Insel einplanen, als es unser straffes Programm zuließ, hier ein paar weitere Ziele, die auf Hiiumaa immer wieder empfohlen werden:
Sääretirp: die Landzunge mitten in der Ostsee
Beim Dorf Kassari im Süden der Insel reicht eine schmale Sand- und Kieslandzunge namens Sääretirp fast zwei Kilometer weit ins offene Meer hinaus. Der Legende nach hat sie der Riese Leiger aufgeschüttet, der zur Nachbarinsel Saaremaa wollte, aber irgendwann die Lust verlor. Wer bis zum letzten Stein vorgeht, steht im wahrsten Sinne mitten in der Ostsee, links und rechts nur Wasser bis zum Horizont.
Herrenhaus Suuremõisa, Kirchen und Windmühlen
Im Osten der Insel, nicht weit vom Fährhafen Heltermaa, liegt eines der schönsten Herrenhäuser Estlands, umgeben von einem kleinen Park mit drei Teichen. In der Nähe steht außerdem die älteste Kirche Hiiumaas, mit der einzigen Steinkanzel des ganzen Landes.
Verteilt über die Insel finden sich immer wieder Ruinen alter Windmühlen und kleine, unscheinbare Holzkirchen, die einen guten Eindruck davon geben, wie zurückgezogen das Inselleben über Jahrhunderte war.
Eher kurios als lohnend: der Hiiumaa Eiffeli torn ja seikluspark (4 Euro Eintritt), ein 31 Meter hoher hölzerner Nachbau des Eiffelturms im Maßstab 1:10, den ein Einheimischer 2007 in seinem eigenen Garten gebaut hat, umgeben von einem kuriosen Abenteuerpark mit Nachbau der Santa Maria, Labyrinth und Wasserpark. Klingt nach einem lustigen Kuriositätenkabinett, und das ist es auch, Einheimische nennen es liebevoll „Hiiumaas Disneyland“. Der Turm wirkte bei unserem Besuch aber ziemlich heruntergekommen, die Zeit investierst du besser direkt in die Wanderung zu den Leuchttürmen und Bunkern.



Praktische Tipps für deinen Hiiumaa-Besuch
- Anreise: Fähre ab Rohuküla auf dem Festland, Überfahrt rund eine Stunde
- WeHunt App: Praktisch für die Planung von Wanderwegen auf eigene Faust, funktioniert gut für Skandinavien und das Baltikum und ist erstaunlich detailliert
- Beste Reisezeit: Das Wetter ist wechselhaft, bei uns lagen die Temperaturen auf Hiiumaa recht konstant um die 15 Grad, dafür wechselten Sonne, Wolken, Wind und kurze Schauer im Stundentakt. Plane für jede Wetterlage etwas ein
- Wer mehr Zeit hat: Der Tahkuna Leuchtturm im Norden der Insel mit einem Steinlabyrinth und weiteren Bunkeranlagen im Wald ist ein beliebtes Ziel, das wir aus Zeitgründen nicht geschafft haben, aber gerne nachgeholt hätten
Die Route auf einen Blick
- Tag 1: Ankunft in Tallinn, Altstadt-Spaziergang, Abendessen im Restaurant Scheeli
- Tag 2: Moorwanderung im Marimetsa-Naturreservat, Stadtbummel in Haapsalu, Fähre nach Hiiumaa
- Tag 3 und 4: Zweitägige Kajaktour vor Hiiumaa, Übernachtung im Zelt auf Saarnaki (mit Fischerhütte und Fass-Sauna vor Ort), Lagerfeuer am Abend
- Tag 5: Kõpu und Ristna Leuchtturm, Kalana Bunker, danach Fähre weiter nach Saaremaa
Nach fünf Tagen auf dem Festland und auf Hiiumaa ging die Fähre weiter zu Estlands größter Insel. Was mich dort erwartet hat, von einer Steilküste bei Sonnenuntergang über eine Wanderung mitten durch die Ostsee bis zu einer mittelalterlichen Bischofsburg, liest du in Teil 3.



Weiterführende Links:
- Offizielle Tourismusseite Hiiumaa – Infos, Unterkünfte und Aktivitäten direkt vom Hiiumaa-Tourismusverband
- TS Laevad – Fährfahrpläne und Tickets für die Überfahrt nach Hiiumaa
