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Diese Artikelserie über meine Kolumbien Rundreise besteht aus vier Teilen:

Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und liegt auf rund 2.600 Metern Höhe in den Anden, das Klima ist deshalb deutlich kühler als in Cartagena oder Medellín. Ich hab das auf meiner Reise richtig gespürt: Von der drückenden Karibikhitze in Cartagena über das milde Bergklima in Medellín bis hier hoch nach Bogotá wurde es mit jeder Station spürbar kühler.

Die Millionenstadt ist groß, lebhaft und voller Gegensätze: historische Kolonialhäuser und Streetart in La Candelaria, moderne Restaurant- und Ausgehviertel wie Chapinero oder die Zona Rosa weiter nördlich, und der Monserrate, der über allem thront.

Während meines kurzen Aufenthalts konzentrierte ich mich auf La Candelaria, eine lokale Streetfood-Tour und den Monserrate. In diesem Artikel bekommst du meine persönlichen Bogotá Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Kulinarik, Unterkünften, Sicherheit und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bogotá lässt sich dabei nicht nur auf das historische Zentrum reduzieren. Die Stadt verbindet kolumbianische Geschichte und Politik mit einer vielfältigen Gastronomieszene, kreativen Vierteln und einem modernen Großstadtleben.

Bogotá Sehenswürdigkeiten

La Candelaria ist das historische und kulturelle Zentrum Bogotás. In den schmalen Straßen findest du Kolonialhäuser, Kirchen, Museen, Streetart, kleine Cafés und einige der bedeutendsten Gebäude der kolumbianischen Hauptstadt.

Viele Bogotá Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß verbinden. Für einen ersten Rundgang solltest du ungefähr einen halben Tag einplanen.

  • Plaza de Bolívar: Zentraler Platz der historischen Altstadt und ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch La Candelaria
  • Catedral Primada de Colombia: Bedeutende Kathedrale direkt an der Plaza de Bolívar
  • Capitolio Nacional: Sitz des kolumbianischen Kongresses und eines der auffälligsten Gebäude am Platz
  • Palacio de Justicia: Sitz der höchsten Gerichte Kolumbiens an der Nordseite der Plaza de Bolívar
  • Chorro de Quevedo: Kleiner historischer Platz mit Cafés, Bars und lebhaftem Straßenleben
  • Callejón del Embudo: Schmale, farbenfrohe Gasse nahe dem Chorro de Quevedo mit Streetart und kleinen Lokalen
  • Museo Botero: Kunstmuseum mit Werken Fernando Boteros und seiner internationalen Sammlung
  • Museo del Oro: Museum mit einer umfangreichen Sammlung präkolumbischer Goldobjekte und archäologischer Fundstücke
  • Streetart in La Candelaria: Zahlreiche Wandmalereien beschäftigen sich mit kolumbianischer Kultur, indigener Geschichte, sozialen Themen und Politik

Bei meinem kurzen Aufenthalt konzentrierte ich mich vor allem auf die Plaza de Bolívar, die Straßen von La Candelaria und die kulinarische Tour. Für das Museo Botero und das Museo del Oro solltest du jeweils zusätzliche Zeit einplanen. Der Eintritt in das Museo Botero ist kostenlos.

Tagsüber ist La Candelaria rund um die bekannten Sehenswürdigkeiten, Museen und Plätze lebhaft. Nach Einbruch der Dunkelheit werden einige Nebenstraßen jedoch schnell ruhig. Wähle deshalb möglichst eine Unterkunft nahe einer belebten Straße und nutze abends für längere Wege einen Fahrdienst.

Streetfood-Tour durch Bogotá

Eine gute Möglichkeit, La Candelaria und die kolumbianische Küche gleichzeitig kennenzulernen, ist die lokale Streetfood-Tour durch Bogotá* bei GuruWalk. Die etwa dreistündige Führung verläuft durch das historische Zentrum und verbindet verschiedene Essensstopps mit Informationen über regionale Zutaten, indigene Traditionen und die kulturelle Vielfalt Kolumbiens.

Bei meiner Tour starteten wir mit Empanadas beziehungsweise einer Arepa de Chocolo. Diese leicht süßliche Mais-Arepa wird häufig mit Käse serviert. Rund um die Plaza de Bolívar probierten wir anschließend gerösteten Mais und frisch gepressten Zuckerrohrsaft.

Danach besuchten wir ein kleines Restaurant, in dem die kolumbianische Suppe Ajiaco de Bogotá serviert wird. Dort wurde es deutlich ungewöhnlicher: Zur Auswahl standen Chigüiro, also Capybara beziehungsweise Wasserschwein, Carne a la llanera (Rinder- oder Kalbfleisch) und Patacones aus flach gedrückten und frittierten Kochbananen. Gerade solche Gerichte fand ich spannend, weil die Tour nicht nur die bekannten Klassiker zeigte, sondern auch Spezialitäten aus anderen Regionen Kolumbiens. Dazu probierten wir verschiedene tropische Früchte wie Culupa und Zapote.

Ein weiterer Stopp führte zu Selva Nevada, einer Eisdiele, die mit ungewöhnlichen Zutaten aus der kolumbianischen Biodiversität arbeitet. Besonders spannend fand ich das Mambe-Eis. Mambe wird traditionell aus gerösteten und gemahlenen Kokablättern hergestellt und mit Pflanzenasche, häufig vom Yarumo-Baum, vermischt. Die Zubereitung stammt aus indigenen Gemeinschaften des kolumbianischen Amazonas und hat dort eine lange kulturelle Bedeutung.

Den Geschmack erkannte ich tatsächlich wieder, weil ich in Bolivien bereits echte Kokablätter probiert hatte. Es hat eine leicht herbe, erdige Note. Gerade weil Mambe als Eissorte ziemlich ungewöhnlich ist, war das für mich einer der interessantesten Stopps der gesamten Streetfood-Tour. Selva Nevada bietet Mambe auch aktuell als eine seiner besonderen Eissorten an.

Später aßen wir Obleas, dünne Waffeln, die traditionell mit Arequipe bestrichen und je nach Variante mit Marmelade, Käse, Kokosraspeln oder weiteren süßen Zutaten gefüllt werden. Arequipe entspricht ungefähr der in anderen lateinamerikanischen Ländern bekannten Dulce de Leche. Zum Abschluss besuchten wir eine Kaffeebar mit eigener Barista-Schule. Dort wurden verschiedene Zubereitungsmethoden erklärt und wir probierten zwei Kaffees, darunter einen Orange Bourbon. So bekam ich nicht nur einen Überblick über Streetfood, sondern auch über die Vielfalt kolumbianischer Früchte, Süßigkeiten und Kaffees.

Die Tour war mein absolutes Highlight in Bogotá!

Am besten machst du die Streetfood-Tour gleich zu Beginn deiner Bogotá-Reise. Du lernst verschiedene Spezialitäten kennen, bekommst einen ersten Eindruck von La Candelaria und kannst dir direkt Gerichte, Cafés und Restaurants für die folgenden Tage vormerken. Hinweis: Die Verkostungen sind nicht in der Tour enthalten. Du benötigst ca. 12 Euro, wenn du alles probieren möchtest. Die Tour ist auch für Vegetarier geeignet und dauert 3 Stunden.

Folgende Lokale haben wir besucht:

  • Carbón de Leña Parrilla: Hier gibt es die kolumbianische Suppe und als besondere Spezialität Capybara (Wasserschwein) sowie Patacones
  • Selva Nevada Candelaria: Hier probierst du das ungewöhnliche Mambe-Eis
  • La Chapolera: Hier gibt es heiße Schokolade mit Käse und Aguardiente (Nationalschnaps)
  • Arte y Pasión Café: Hier dreht sich alles um kolumbianischen Spezialitätenkaffee, inklusive Verkostung verschiedener Kaffeesorten und Zubereitungsarten

Typische Küche

Bogotás Küche ist stärker von der Andenregion geprägt als die karibische Küche in Cartagena. Aufgrund des kühleren Klimas spielen warme Suppen, Kartoffeln, Mais, Käse und heiße Getränke eine wichtige Rolle.

Die traditionelle Küche der Hauptstadt wird häufig als Cocina Santafereña bezeichnet. Besonders in La Candelaria findest du sowohl traditionelle Restaurants als auch modernere Lokale, die klassische Rezepte neu interpretieren.

  • Ajiaco Santafereño: Kräftige Suppe mit verschiedenen Kartoffelsorten, Mais, Guasca-Kräutern und traditionell Hähnchen, häufig mit Avocado, Kapern und Sahne serviert
  • Arepa de Chocolo: Süßlicher Maisfladen, der meistens mit geschmolzenem Käse serviert wird
  • Empanadas: Frittierte Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen
  • Obleas: Dünne Waffeln mit Arequipe und je nach Variante Käse, Marmelade oder weiteren süßen Zutaten
  • Arequipe: Kolumbianische Variante einer karamellisierten Milchcreme, vergleichbar mit Dulce de Leche
  • Patacones: Flach gedrückte und frittierte Kochbananen
  • Changua: Warme Frühstückssuppe aus Milch, Wasser, Ei, Frühlingszwiebeln und Koriander
  • Tamal Bogotano: In Bananenblättern gegarte Maismasse mit weiteren Zutaten, die häufig zum Frühstück oder an Feiertagen gegessen wird
  • Schokolade mit Käse: Heiße Schokolade, in die kleine Käsestücke gegeben werden – typisch für Bogotá
  • Chicha: Traditionelles fermentiertes Getränk auf Maisbasis, das besonders mit La Candelaria verbunden ist

Restauranttipps für Bogotá

  • La Puerta Falsa: Traditionelles Restaurant nahe der Kathedrale, bekannt für Ajiaco, Tamales und heiße Schokolade mit Käse
  • Casa Vieja: Gute Adresse für klassische kolumbianische Küche und typische Gerichte aus Bogotá
  • Origen Bistró: Modernes Restaurant, das regionale Zutaten und traditionelle Rezepte zeitgemäß interpretiert
  • La Scala: Restaurant im historischen Zentrum, das sich gut mit einem Rundgang durch La Candelaria verbinden lässt
  • Calle 11 nahe der Plaza de Bolívar: In dieser Straße findest du mehrere Lokale, die Ajiaco und andere traditionelle Gerichte aus Bogotá anbieten

Monserrate: Aussicht über Bogotá

Der Monserrate gehört zu den bekanntesten Bogotá Sehenswürdigkeiten. Der Berg erhebt sich östlich des historischen Zentrums und erreicht eine Höhe von rund 3.150 Metern. Von oben bekommst du einen wundervollen Eindruck davon, wie weit sich die Millionenstadt über das Hochplateau der Anden ausbreitet.

Für die Fahrt nach oben stehen eine Standseilbahn und eine Seilbahn zur Verfügung. Ein Ticket kannst du vorab online oder direkt vor Ort am Schalter kaufen. Mit dem QR-Code eines Online-Tickets gelangst du direkt zur Zugangskontrolle und musst nicht mehr an der Kasse anstehen. Bei meinem Besuch war die Seilbahn außer Betrieb und nur die Standseilbahn fuhr. Die Fahrt nach oben dauerte ungefähr acht Minuten. Prüfe deshalb vor dem Besuch, welche Anlage aktuell in Betrieb ist.

Auf dem Gipfel führt ein kurzer Weg zur Basílica Santuario del Señor Caído de Monserrate. Als ich dort war, wurde in der Basilika gerade ein kleiner Gottesdienst gefeiert, ein stimmungsvoller Moment mit Blick über die ganze Stadt. Zusätzlich gibt es Aussichtspunkte, Restaurants, Souvenirläden und einen kleinen Markt mit Kunsthandwerk. Für mich klar der Höhepunkt meines Aufenthalts in der Hauptstadt!

Tipps für den Monserrate

  • Ticket vorab online kaufen: Mit dem QR-Code kannst du direkt zur Zugangskontrolle gehen und den Ticketschalter überspringen. Mehr Infos findest du unter monserrate.co
  • Betrieb vorher prüfen: Standseilbahn und Seilbahn können aufgrund von Wartungsarbeiten oder technischen Problemen unterschiedlich betrieben werden
  • Möglichst vormittags kommen: Unter der Woche ist es am Vormittag häufig ruhiger. An Wochenenden, Feiertagen und rund um Gottesdienste kann es deutlich voller werden
  • Höhe nicht unterschätzen: Gehe oben langsam und plane Pausen ein, wenn du die Höhenlage beim Treppensteigen oder Gehen bemerkst
  • Wetterfeste Kleidung mitnehmen: Auf dem Berg kann es kühler, windiger oder regnerischer sein als im Zentrum
  • Zeit einplanen: Für Anfahrt, Bergfahrt, Aussicht, Basilika und Rückfahrt solltest du ungefähr zwei bis drei Stunden reservieren
  • Mein Tipp: Wenn du zeitlich ganz flexibel bist, kaufe das Ticket am besten erst spontan an dem Tag, an dem das Wetter wirklich schön und die Sicht klar ist!

Alternativ kannst du den Monserrate über einen Fußweg besteigen. Dafür solltest du eine gute Kondition mitbringen und dich vorab über die aktuellen Öffnungszeiten des Weges informieren.

Anreise nach Bogotá und öffentliche Verkehrsmittel

Der internationale Flughafen El Dorado liegt westlich des Stadtzentrums. Für die Weiterfahrt stehen Taxis, private Transfers, Fahrdienste wie Uber und verschiedene öffentliche Busverbindungen zur Verfügung.

Die Fahrtdauer hängt stark vom Verkehr ab. Besonders morgens und am späten Nachmittag können sich Fahrten durch Bogotá deutlich verlängern. Plane für die Anreise und vor allem für den Rückweg zum Flughafen deshalb ausreichend Zeit ein.

Günstig vom Flughafen ins Zentrum

Die günstigere Alternative ist das öffentliche Bussystem. Mehrere TransMiZonal-, Zubringer- und Dualbuslinien verbinden den Flughafen mit unterschiedlichen Bereichen Bogotás. Direkt am Flughafen gibt es eine Servicestelle, an der du die tullave-Karte erhalten, personalisieren und mit Guthaben aufladen kannst.

Die offizielle TransMiApp hilft bei der Suche nach aktuellen Routen, Haltestellen, Fahrtrichtungen, Umsteigemöglichkeiten und Aufladestellen. Da sich Buslinien und Haltepunkte ändern können, ist die App hilfreicher als ein älterer Netzplan. Alternative App: Viele Einheimische nutzen auch die App Moovit, da diese eine intuitivere Benutzeroberfläche bietet, oder natürlich auch Google Maps.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bogotá besitzt keine klassische Metro. Das öffentliche Verkehrssystem besteht hauptsächlich aus dem Schnellbussystem TransMilenio, den Stadtbussen des SITP beziehungsweise TransMiZonal und dem TransMiCable.

Die roten TransMilenio-Busse verkehren überwiegend auf eigenen Fahrspuren und verbinden größere Stationen und Verkehrsknotenpunkte. Die blauen Stadtbusse erschließen kleinere Straßen und Wohnviertel. Die tullave-Karte ist das zentrale Ticket- und Zahlungsmittel für das gesamte öffentliche Nahverkehrssystem in Bogotá. Mit ihr kannst du die TransMilenio-Busse, die Stadtbusse und das TransMiCable nutzen.

Wo übernachten in Bogotá?

Bogotá ist sehr weitläufig. Die Wahl des Viertels entscheidet deshalb darüber, welche Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Touren du schnell erreichst.

ViertelWarum dort übernachten?Hoteltipp
Chapinero / Zona RosaViele Restaurants, Cafés, Bars und EinkaufsmöglichkeitenHAB Hotel Bogotá: Modernes Boutique-Hotel in Chapinero
El Chicó / Parque de la 93Grüner und gehobener Bereich im NordenThe Click Clack Hotel: Modernes Designhotel nahe dem Parque de la 93
La CandelariaKurze Wege zur Altstadt, zu Museen und zum MonserrateHotel Casa Deco: Kleines Boutique-Hotel im historischen Zentrum

Masaya Bogotá

Werbung/Kooperation: Diese Empfehlung entstand in Zusammenarbeit, ich habe dort kostenlose Übernachtungen erhalten. Meine Meinung bleibt davon unabhängig und persönlich.

Das Masaya Bogotá liegt im Herzen von La Candelaria und eignet sich besonders für Reisende, die die historischen Sehenswürdigkeiten, Museen und Streetart zu Fuß erkunden möchten.

Im Vergleich zu den Masaya-Unterkünften in Cartagena und Medellín ist das Haus in Bogotá kleiner und ruhiger. Besonders gemütlich ist die Lounge mit Kamin und mehreren Sitzbereichen. Bei dem kühleren Klima der Hauptstadt ist sie ein angenehmer Rückzugsort. Ich übernachtete in einem relativ kleinen Vierbettzimmer mit eigenem Bad. Die Betten waren als Schlafkapseln gestaltet und boten dadurch mehr Privatsphäre als klassische offene Etagenbetten.

Das Frühstück war gut und Kaffee stand zur Selbstbedienung bereit. Für mich als Alleinreisende war es genau richtig: zentral in La Candelaria, schnell Anschluss zu anderen Reisenden, und trotzdem ein abgeschirmter Schlafbereich für mich.

Bogota Tipps für Touren und Ausflüge

Neben der Streetfood-Tour bietet Bogotá eine große Auswahl an Stadtführungen und Tagesausflügen. Für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf der Stadt würde ich La Candelaria, den Monserrate und eine kulinarische oder historische Tour miteinander kombinieren.

Fahrradtour durch Bogotá:* Mehrstündige Tour durch unterschiedliche Viertel, Märkte, Plätze und das historische Zentrum

Geführter Rundgang durch La Candelaria:* Stadtführung zu den wichtigsten historischen Gebäuden, Plätzen und Straßen der Altstadt

Monserrate, Goldmuseum und Museo Botero:* Geführte Kombination mehrerer bekannter Bogotá Sehenswürdigkeiten

Foodtour mit Verkostungen und Tejo:* Kulinarische Tour mit verschiedenen Kostproben und einer Einführung in den kolumbianischen Wurfsport Tejo

Bogotás Barrios: El Paraíso Favela Tour mit Seilbahn:* Geführte Tour in den Stadtbezirk Ciudad Bolívar mit Fahrt im TransMiCable. Dabei lernst du El Paraíso, Streetart und lokale Gemeinschaftsprojekte kennen und bekommst von der Seilbahn einen weiten Blick über Bogotá. Die Tour eignet sich, wenn du neben dem historischen Zentrum eine andere Seite Bogotás kennenlernen möchtest. Da das Viertel nicht zu den klassischen touristischen Bereichen gehört, solltest du es im Rahmen einer organisierten Tour mit einem lokalen Guide besuchen.

Die höchsten Wasserfälle Kolumbiens: Wanderung zur La Chorrera:* Ganztägiger Ausflug in den Nebelwald außerhalb Bogotás. Die Wanderung führt zu El Chiflón und zum rund 590 Meter hohen Wasserfall La Chorrera. Feste Schuhe, Regenschutz und eine gute Grundkondition sind sinnvoll.

Salzkathedrale von Zipaquirá:* Ganztägiger Ausflug zu der unterirdisch in einem ehemaligen Salzbergwerk angelegten Kathedrale

Ist Bogotá sicher?

Bogotá ist eine Millionenstadt und entsprechend groß und unübersichtlich, das merkst du vor allem, wenn du aus den überschaubareren Straßen von Cartagena oder Medellín kommst. In La Candelaria und rund um die bekannten Sehenswürdigkeiten fühlte ich mich tagsüber gut aufgehoben, die Straßen sind belebt und du bist selten allein unterwegs. Nach Einbruch der Dunkelheit werden einige Nebenstraßen im historischen Zentrum aber schnell ruhig. Wähle deshalb am besten eine Unterkunft nahe einer belebten Straße und nutze abends für längere Wege lieber einen Fahrdienst wie Uber, statt zu Fuß zu gehen.

Auch außerhalb von La Candelaria gilt: Nicht jedes Viertel ist gleich touristisch erschlossen. Stadtteile wie Ciudad Bolívar zeigen zwar eine spannende, andere Seite Bogotás, gehören aber nicht zu den klassischen Reisegegenden und lassen sich am besten im Rahmen einer organisierten Tour mit lokalem Guide besuchen statt auf eigene Faust.

Die restlichen allgemeinen Sicherheitstipps für deine Kolumbien Reise findest du gesammelt in meinem großen Artikel zur Kolumbien Sicherheit.

Höhe und Wetter

Bogotá liegt auf ungefähr 2.600 Metern über dem Meeresspiegel, das merkst du an der kühleren Luft schnell. Auch bei sonnigem Wetter können die Temperaturen am Morgen und Abend frisch sein. Packe am besten mehrere dünne Kleidungsschichten, eine leichte Jacke und Regenschutz ein. Das Wetter kann sich im Laufe des Tages schnell verändern.

Die Höhenlage kann sich außerdem beim Treppensteigen oder bei längeren Spaziergängen bemerkbar machen. Gehe am ersten Tag etwas langsamer und trinke ausreichend Wasser. Auf dem Monserrate ist die Höhe noch deutlicher spürbar.

Fazit: Lohnt sich Bogotá?

Bogotá unterscheidet sich deutlich von Cartagena und Medellín. Die Stadt ist größer, kühler, hektischer und auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu überblicken. Aber genau diese Mischung aus Geschichte, Streetart, Museen, regionaler Küche und modernem Großstadtleben macht sie am Ende aber richtig spannend.

Am meisten gefallen hat mir die Kombination aus La Candelaria, der Streetfood-Tour und dem Monserrate. So lernst du innerhalb kurzer Zeit unterschiedliche Seiten der Hauptstadt kennen: das historische Zentrum, die kulinarische Vielfalt Kolumbiens und wie riesig sich Bogotá tatsächlich über das Hochplateau zieht.

Für einen ersten Besuch würde ich dir genau das empfehlen: La Candelaria, den Monserrate und eine Stadt- oder Streetfood-Tour. Für Museen, weitere Viertel oder Tagesausflüge brauchst du dann einfach noch ein paar Tage mehr.

FAQ zu Bogotá

La Candelaria eignet sich für kurze Wege zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Chapinero passt besser zu Reisenden, die Restaurants, Cafés und Nachtleben suchen. Rund um den Parque de la 93 findest du eine modernere und ruhigere Umgebung.

Am bequemsten sind Taxi, Fahrdienst oder privater Transfer. Günstiger ist das öffentliche Bussystem. Am Flughafen kannst du auch die tullave-Karte kaufen.

Für TransMilenio, TransMiZonal und TransMiCable benötigst du eine tullave-Karte. Die Basiskarte kostet 2026 einmalig 8.000 COP, eine Fahrt kostet 3.550 COP. Für Routen und Umstiege ist die offizielle TransMiApp hilfreich.

Ja. Die Tour verbindet einen Rundgang durch La Candelaria mit kolumbianischen Speisen, tropischen Früchten, Süßigkeiten und Kaffee. Gleichzeitig lernst du regionale Zutaten und unterschiedliche Einflüsse auf die kolumbianische Küche kennen.

Ein Online-Ticket ist praktisch, weil du mit dem QR-Code direkt zur Zugangskontrolle gehen kannst. Prüfe vor dem Besuch außerdem, ob Standseilbahn und Seilbahn regulär fahren.

Meine Kolumbien Rundreise: Ein letzter Rückblick

Mit Bogotá ging meine Kolumbien-Rundreise zu Ende – und was für ein unglaublich vielseitiger Abschluss das war! Ich war fasziniert von den Kontrasten: Erst die drückende Hitze im bunten Cartagena, dann die grünen Berge und die bewegende Geschichte Medellíns und schließlich die kühle Höhenluft und die Gegensätze in Bogotá.

Falls du gerade selbst deine Kolumbien Rundreise planst, schau dir auch die anderen Teile dieser Serie an: den Übersichtsartikel mit der kompletten Route und meinen Sicherheitserfahrungen, die schönsten Orte in Cartagena und meine 7 Tage in Medellín.

Meine Reiseroute durch Südamerika und Antarktis

Wenn du meine komplette Reise verfolgen möchtest, findest du hier die einzelnen Stationen:

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