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Ich stehe in einer schmalen Gasse in Cartagena, über mir hängen pinke Bougainvillea von einem Balkon, aus einem offenen Fenster schallt Salsa, irgendwo brutzelt gerade jemand frittierte Kochbananen. In genau diesem Moment wird mir klar: Kolumbien hat mich komplett für sich eingenommen. Diese Farben, diese Lebensfreude, dieser Rhythmus, der einfach überall mitschwingt. Und dann, ein paar Tage später, dieser krasse Kontrast, wenn du aus der drückenden Karibikhitze in die grünen Berge rund um Medellín fährst und am Ende in der kühlen Höhenluft von Bogotá ankommst. Drei Städte, drei völlig unterschiedliche Welten, und trotzdem alles Teil desselben Landes.
Gleichzeitig gehört Kolumbien zu den Reisezielen, bei denen viele Alleinreisende vorab besonders intensiv über Route, Unterkunftslage und Sicherheit nachdenken. Das ging mir vor meiner eigenen Kolumbien Rundreise nicht anders.
Ich habe Kolumbien im April/Mai 2026 gut zwei Wochen lang allein bereist. Meine Route führte mich von Cartagena über Medellín und La Ceja bis nach Bogotá. Einen Mietwagen brauchte ich dafür nicht: Zwischen den Städten nutzte ich Inlandsflüge, vor Ort vor allem Uber, öffentliche Verkehrsmittel und organisierte Touren.


Vor meiner Abreise beschäftigte mich vor allem eine Frage: Kann ich eine Kolumbien Rundreise allein unternehmen und mich dabei trotzdem sicher und entspannt fühlen? Meine ehrliche Antwort lautet: Ja, aber nicht vollkommen unbeschwert. Auf meiner touristischen Route fühlte ich mich die meiste Zeit wohl. Gleichzeitig achtete ich stärker auf meine Umgebung, die Lage meiner Unterkünfte und meine Wertsachen als zuvor in Panama, Argentinien und Uruguay.
In diesem Artikel findest du meine komplette Route, praktische Tipps für die Planung, einen Überblick über meine Unterkünfte, konkrete Transportmöglichkeiten und meine persönlichen Erfahrungen zur Sicherheit. Die einzelnen Reiseziele stelle ich zusätzlich in separaten Artikeln ausführlicher vor.
Kolumbien Rundreise planen
- Besuchte Orte: Cartagena, Medellín, La Ceja und Bogotá
- An- und Abreise: David nach Cartagena mit Copa Airlines, Bogotá zurück nach Deutschland
- Verkehrsmittel vor Ort: Inlandsflüge, Uber, Flughafenbus, Metro, Seilbahn und organisierte Touren
- Reisezeitraum: April und Mai 2026
- Geeignet für: Backpacker, Städtereisende, Kulturinteressierte und alle, die gern individuell reisen
Lohnt sich eine Kolumbien Rundreise?
Ja! Besonders wenn du…
✓ mehrere sehr unterschiedliche Städte kennenlernen möchtest
✓ gern selbst über Route und Reisetempo entscheidest
✓ Kolonialarchitektur, Streetfood, Geschichte und Großstadtleben magst
✓ bereit bist, aufmerksam zu bleiben und auf dein Bauchgefühl zu hören
Eher nicht, wenn du…
✗ einen vollkommen sorglosen Urlaub ohne eigene Planung suchst
✗ dich in großen und lebhaften Städten schnell unwohl fühlst
✗ erwartest, dass sich alle Stadtviertel gleich touristisch und sicher anfühlen
✗ mit Hitze, kurzen Regenschauern oder spontanen Planänderungen schlecht zurechtkommst



Meine Route für gut zwei Wochen
Meine Route verband drei sehr unterschiedliche Großstädte mit einem kurzen Aufenthalt im ruhigeren Umland von Medellín. Dadurch bekam ich einen guten Eindruck von der karibischen Küste, dem grüneren Hochland rund um Medellín und der kühlen Andenmetropole Bogotá. Gleichzeitig war die Route nicht mit Programm überladen, sodass ich genug Zeit hatte, richtig in die einzelnen Orte einzutauchen.
Mit der Route war ich insgesamt sehr zufrieden. Für Cartagena und Medellín hatte ich genug Zeit, ohne jeden Tag komplett durchzuplanen. La Ceja war danach eine schöne Pause vom Stadtleben, bevor es zum Abschluss noch nach Bogotá ging. Dort habe ich mich auf La Candelaria, die Streetfood-Tour und den Monserrate konzentriert. Wenn du zusätzlich mehrere Museen, andere Viertel oder einen Tagesausflug sehen möchtest, würde ich für Bogotá etwas mehr Zeit einplanen.
| Reiseziel | Nächte | Schwerpunkte |
|---|---|---|
| Cartagena | 5 | Altstadt, Getsemaní, Streetfood und Sonnenuntergangsboot |
| Medellín | 7 | El Poblado, Comuna 13, Santa Fe und weitere Touren |
| La Ceja | 2 | Ayurveda-Retreat, Yoga, Massage und Ruhe |
| Bogotá | 2 | Altstadt, Streetfood-Tour und Monserrate |

Cartagena: Altstadt und karibische Hitze
Cartagena war der farbenfrohste Ort meiner Kolumbien Rundreise. In der historischen Altstadt liegen Kolonialhäuser, verzierte Balkone, Kirchen und kleine Plätze dicht beieinander. Direkt daneben befindet sich Getsemaní mit Streetart, Restaurants, Musik und einem besonders lebhaften Straßenleben am Abend. Beide Viertel lassen sich gut zu Fuß verbinden und eignen sich deshalb auch als Unterkunftslage für einen ersten Aufenthalt.
Die größte Herausforderung war für mich die Hitze. Während meiner Reise lagen die Temperaturen ungefähr zwischen 30 und 35 Grad, hinzu kamen eine hohe Luftfeuchtigkeit und intensive Sonne. Längere Rundgänge waren vor allem zur Mittagszeit anstrengend. Eine Unterkunft mit Pool oder schattigem Innenhof ist in Cartagena deshalb nicht nur ein schönes Extra, sondern kann den Aufenthalt erheblich angenehmer machen. Sinnvoll ist es außerdem, Besichtigungen auf den Morgen und den späten Nachmittag zu verteilen.
Medellín: Einst die gefährlichste Stadt der Welt
Medellín war mit sieben Tagen der längste Stopp meiner Reise. Als Ausgangspunkt wählte ich El Poblado, da es dort zahlreiche Unterkünfte, Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten gibt. Das Viertel wirkt moderner und stärker auf internationale Besucher ausgerichtet als das historische Zentrum.
Die Woche ließ sich gut mit unterschiedlichen Aktivitäten füllen. Zu meinen interessantesten Erlebnissen gehörten eine geführte Tour durch die Comuna 13, ein Tagesausflug nach Santa Fe de Antioquia und eine Tour über Pablo Escobar und die Folgen der Kartellgewalt. Zusätzlich nutzte ich die Metro und das Metrocable.
Im Zentrum war ich deutlich aufmerksamer als in El Poblado. Während einer Führung wurde einer anderen Teilnehmerin das Smartphone aus der Tasche gestohlen. Das bedeutet nicht, dass du das historische Zentrum grundsätzlich meiden musst, aber in Menschenmengen und an stark frequentierten Orten solltest du dein Handy nicht offen tragen und Taschen geschlossen vor dem Körper halten. Für den ersten Besuch ist eine geführte Tour hilfreich, da du dich weniger auf die Orientierung konzentrieren musst und gleichzeitig mehr über die Geschichte der Stadt erfährst.
La Ceja: Ruhiger Abschluss bei Medellín
Nach der Woche in Medellín verbrachte ich zwei Nächte bei einem privaten Ayurveda- und Yoga-Retreat in La Ceja. Der Ort liegt im grüneren Umland und bot einen starken Kontrast zu den vorherigen Tagen in den Großstädten. Mein verkürztes Programm umfasste Yoga, Massage, ein Dampfbad, individuell abgestimmte Mahlzeiten und viel Ruhe.
Bei der Routenplanung war es ideal, La Ceja ganz ans Ende meiner Zeit in Antioquia zu legen. So musste ich nicht ständig zwischen Medellín und dem Umland hin- und herpendeln, sondern konnte vom Retreat aus direkt zum internationalen Flughafen fahren. Wenn du auch eine Unterkunft oder ein Retreat außerhalb der Stadt planst, schau am besten nicht nur aufs Programm, sondern auch darauf, wie gut der Ort für deinen nächsten Stopp liegt.


Bogotá: Streetfood und Monserrate
Bogotá unterscheidet sich komplett von Cartagena und Medellín. Die Hauptstadt liegt auf rund 2.600 Metern Höhe, ist wesentlich kühler und wirkt deutlich weitläufiger und hektischer. Für meinen kurzen Aufenthalt habe ich mich auf La Candelaria, eine ausführliche Streetfood-Tour und den Monserrate konzentriert. Diese Kombination war perfekt, um in kurzer Zeit einen richtig guten Eindruck von der Geschichte, der Küche und den riesigen Ausmaßen der Stadt zu bekommen.
Bei der Streetfood-Tour habe ich mich einmal quer durch die kolumbianische Küche probiert: von Arepas und Empanadas über Zuckerrohrsaft, Suppe und frittierte Kochbananen bis hin zu tropischen Früchten, Kaffee, Eis und Obleas. So eine geführte Food-Tour lohnt sich besonders am Anfang der Reise. Du lernst nicht nur die verschiedenen Spezialitäten kennen, sondern bekommst vom Guide direkt die besten Empfehlungen für Restaurants und Cafés mit auf den Weg.
Ein absolutes Highlight ist der Monserrate. Er liegt auf über 3.000 Metern Höhe und bietet einen gigantischen Blick über das endlose Häusermeer von Bogotá. Nach oben kommst du entweder mit der Standseilbahn oder der Seilbahn. Je nach Wartungsarbeiten ist aber manchmal nur eine von beiden in Betrieb. Mein Tipp: Kaufe das Ticket vorab online, das spart langes Anstehen. Wegen der dünnen Luft solltest du es oben etwas langsamer angehen lassen, genug trinken und unbedingt eine warme Jacke einpacken.
Meine persönlichen Lieblingsmomente

Meine Unterkünfte in Kolumbien
Bei meinen Unterkünften hatte ich eine bunte Mischung aus Boutique-Hotels, Hostels, einem klassischen Hotel und einem privaten Retreat. Einige Aufenthalte waren Kooperationen, andere habe ich selbst bezahlt. Für meine Bewertung war am Ende gar nicht entscheidend, wie luxuriös eine Unterkunft war, viel wichtiger war mir, ob Lage, Ausstattung und das Gesamtkonzept perfekt zur jeweiligen Etappe gepasst haben.
| Ort | Unterkunft | Mein kurzer Eindruck |
| Cartagena | Amarla Cartagena | Ruhiges Boutique-Hotel in der Altstadt mit schöner Dachterrasse und Pool |
| Cartagena | Masaya Cartagena | Große Hostelanlage mit Pool und Gemeinschaftsbereichen, besonders praktisch für Alleinreisende |
| Cartagena | Hostel Shalom | Einfache Unterkunft nahe dem Flughafen; die Umgebung gefiel mir nicht |
| Medellín | Masaya Medellín | Modernes und großes Hostel in El Poblado mit Gemeinschaftsbereichen, Dachterrasse, Pool und Jacuzzi |
| Medellín | Hotel Du Parc | Gehobenes Hotel mit sehr geräumigen Zimmern für Reisende, die mehr Komfort als in einem Hostel suchen |
| La Ceja | Ayurveda-Retreat | Ruhiger Rückzugsort mit Yoga, Anwendungen und abgestimmten Mahlzeiten |
| Bogotá | Masaya Bogotá | Zentrales Hostel in La Candelaria mit Schlafkapseln und gemütlicher Lounge |
Wo ich übernachtet habe, war für meine Reise am Ende viel entscheidender als die reine Ausstattung oder der Preis der Unterkunft. In Cartagena würde ich beispielsweise jederzeit wieder direkt in der Altstadt oder in Getsemaní wohnen. Für Medellín war El Poblado beim ersten Besuch super praktisch, während in Bogotá das Viertel La Candelaria herrlich kurze Wege zu den historischen Sehenswürdigkeiten bot.
Kolumbien Route
- Cartagena nach Medellín: Per Inlandsflug mit JetSmart. In nur knapp einer Stunde ging es von der Karibikküste direkt in die Stadt des ewigen Frühlings
- Flughafen Medellín nach El Poblado: Mit dem Flughafenbus (Combuses) oder Uber. Da der Flughafen weit außerhalb liegt, solltest du je nach Verkehr etwa 30 bis 60 Minuten für die Fahrt einplanen
- Unterwegs in Medellín: Metro, Metrocable und Uber. Das Metrosystem ist super günstig und perfekt ausgebaut. Für längere Strecken oder Fahrten am Abend habe ich meistens Uber genutzt
- Medellín nach La Ceja: Per Uber. Die Fahrt aus der quirligen Metropole hinaus ins ruhige Umland dauert je nach Verkehr rund 1 bis 1,5 Stunden
- La Ceja zum Flughafen Medellín: Per Uber. Vom Retreat aus ging es auf direktem Weg und ohne lästige Umwege zurück zum internationalen Flughafen
- Medellín nach Bogotá: Per Inlandsflug mit JetSmart. Der Flug dauert gerade einmal eine Stunde und ist mit Abstand die schnellste Verbindung zwischen den beiden Großstädten
- Unterwegs in Bogotá: Zu Fuß und per Uber. Die kurzen Wege innerhalb der historischen Altstadt lassen sich wunderbar erlaufen, für alles andere habe ich mir einfach ein Uber bestellt


Kolumbien Sicherheit: Meine Erfahrungen & Tipps
Die Frage nach der Sicherheit lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Meine persönliche Erfahrung auf einer klassischen Touristenroute war überwiegend positiv. Ich habe mich in der Altstadt von Cartagena, in Getsemaní, in El Poblado, in der Metro von Medellín und bei organisierten Touren meistens absolut wohlgefühlt. Gleichzeitig gab es aber auch einzelne Situationen, in denen ich vorsichtiger wurde oder bewusst auf einen Spaziergang verzichtet habe.
Wichtig ist, zwischen den eigenen Erfahrungen in den typischen Touristenvierteln und der allgemeinen Sicherheitslage im Land zu unterscheiden. Kolumbien ist riesig und die Situation kann sich regional stark unterscheiden. Informiere dich vorab und auch während der Reise über aktuelle Hinweise und frage direkt in deiner Unterkunft nach der Umgebung. Das Team vor Ort weiß meistens am besten, welche Straßen du problemlos zu Fuß nutzen kannst und wann du dir lieber ein Uber rufen solltest.
Besonders wichtig war für mich die Lage der Unterkunft. Im historischen Zentrum von Cartagena und in Getsemaní konnte ich viele Wege einfach zu Fuß zurücklegen und war auch abends immer von Restaurants und anderen Reisenden umgeben. In der Umgebung meiner letzten Unterkunft nahe dem Flughafen fühlte ich mich dagegen weniger wohl. Eine zentrale Unterkunft ist zwar manchmal etwas teurer, erspart dir aber zusätzliche Fahrten und unangenehme Wege durch unbekannte Gegenden.
Auch beim Umgang mit dem Smartphone solltest du dich etwas zurückhalten. Während einer Führung im Zentrum Medellíns wurde einer Teilnehmerin unbemerkt das Handy aus der Tasche gestohlen. In Menschenmengen, im öffentlichen Nahverkehr und an großen Plätzen solltest du deine Wertsachen deshalb immer nah am Körper tragen und das Smartphone nicht länger als nötig offen zeigen. Eine geschlossene Tasche vor dem Bauch ist deutlich sicherer als ein Rucksack mit leicht zugänglichen Außentaschen.
Für Fahrten mit Gepäck, am Abend oder in einer unbekannten Umgebung habe ich fast ausschließlich Uber genutzt. Bei Fahrten per App sind die Fahrer- und Fahrzeugdaten vorab sichtbar und die Route lässt sich live mit Familie und Freunden teilen. Mein Tipp: Vergleiche vor dem Einsteigen trotzdem immer kurz das Kennzeichen, das Fahrzeugmodell und das Fahrerfoto mit den Angaben in der App.
Geführte Touren waren für mich die perfekte Ergänzung zum individuellen Reisen. Sie erleichtern nicht nur die Orientierung, sondern vermitteln auch spannendes Hintergrundwissen über Geschichte, Kultur und die regionale Küche. Gerade als Alleinreisende fand ich es angenehm, einen Teil des Tages gemeinsam mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein.


„No dar papaya“: Gib niemandem unnötig die Gelegenheit, dich zu bestehlen.
Zusätzliche Sicherheitstipps für Kolumbien
- Wähle deine Unterkünfte vor allem nach dem Viertel und der konkreten Umgebung aus
- Frage an der Rezeption direkt nach, welche Straßen du abends meiden solltest
- Trage immer nur so viel Bargeld bei dir, wie du für den Tag wirklich brauchst
- Bewahre Bargeld und Kreditkarten niemals am selben Ort auf
- Nutze Geldautomaten am besten tagsüber in Bankfilialen oder Einkaufszentren
- Speichere Kopien deines Reisepasses und wichtiger Dokumente digital ab
- Zeige teure Smartphones, Kameras oder auffälligen Schmuck nicht unnötig offen
- Lass deine Getränke und dein Essen in Bars oder Restaurants niemals unbeaufsichtigt
- Sei bei neuen Bekanntschaften über Dating-Apps extrem vorsichtig
- Halte dich von Demonstrationen und großen, politisch aufgeladenen Menschenmengen fern
- Vermeide nach Möglichkeit lange Überlandfahrten mit Bussen bei Nacht
- Teile deine Route mit einer vertrauten Person und melde dich regelmäßig
- Schließe unbedingt eine Auslandskrankenversicherung inklusive Rücktransport ab
- Trage dich vor der Abreise im ELEFAND-System des Auswärtigen Amtes ein
Allein als Frau in Kolumbien
Als alleinreisende Frau ist mir auf meiner Kolumbien Route zum Glück absolut nichts passiert. Trotzdem habe ich meine Tage bewusster geplant als in manch anderen Ländern. Ich bin nachts nicht allein durch unbekannte Viertel gelaufen, habe für längere Strecken lieber eine Fahrt per App bestellt und mich vor jedem Unterkunftswechsel genau über die neue Umgebung informiert.
Sehr hilfreich waren Unterkünfte mit Rezeption und Gemeinschaftsbereichen. Dort konnte ich das Personal nach sicheren Vierteln fragen und habe super schnell Anschluss zu anderen Reisenden gefunden. Mein Bauchgefühl hatte dabei immer Vorrang: Als ich mich in der Umgebung meiner Unterkunft nahe dem Flughafen in Cartagena nicht wohlfühlte, blieb ich am Abend einfach lieber in der Unterkunft, statt noch loszuziehen. Kein Programmpunkt ist es wert, das eigene Gefühl zu ignorieren.
Die Lage der Unterkunft ist entscheidend!
Mein Fazit: Vorsicht und entspanntes Reisen schließen sich absolut nicht aus. Kolumbien hat sich für mich nicht permanent gefährlich angefühlt. Es ist aber eben auch kein Reiseziel, an dem ich gedankenlos mit dem Smartphone in der Hand durch jede unbekannte Gasse laufen würde. Mit gut gelegenen Unterkünften, bewussten Fahrten und einem gesunden Maß an Aufmerksamkeit konnte ich meine Reise durch dieses wunderschöne Land absolut genießen.
Da sich die Sicherheitslage in einzelnen Regionen kurzfristig ändern kann, solltest du vor deiner Reise unbedingt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kolumbien prüfen.


Praktische Kolumbien Reisetipps
Klima auf meiner Route
- Cartagena: 30 bis 35 Grad, sehr hohe Luftfeuchtigkeit und intensive Sonne
- Medellín: ungefähr 15 bis 22 Grad, häufig bewölkt und fast täglich ein kräftiger Regenschauer
- La Ceja: bei meinem Aufenthalt ungefähr 22 Grad und sonnig
- Bogotá: ungefähr 17 Grad, deutlich kühler und teilweise bewölkt
Kolumbien hat durch seine unterschiedlichen Höhenlagen und Klimazonen keine einheitliche beste Reisezeit. Als regenreichere Phasen gelten vielerorts vor allem April bis Mitte Juni sowie Oktober und November. Je nach Region kann es dann häufiger zu kräftigen Regenfällen kommen, vereinzelt auch zu Überschwemmungen oder Erdrutschen.
Bargeld und Bezahlen
Bargeld ist in Kolumbien weiterhin praktisch, vor allem für Streetfood, kleinere Restaurants, Trinkgelder, Märkte und einzelne Touren. Deshalb solltest du immer etwas Bargeld dabeihaben, aber nicht deine gesamte Reisekasse auf einmal mitnehmen.
Geldautomaten nutzt du am besten tagsüber und an belebten Orten, zum Beispiel in Banken oder Einkaufszentren. Bewahre Bargeld und Karten außerdem getrennt voneinander auf, damit im Verlustfall nicht alles gleichzeitig weg ist. Für größere Ausgaben und viele Unterkünfte kannst du meist problemlos mit Kreditkarte zahlen.
Inlandsflüge und Transport
Die Strecken zwischen Cartagena, Medellín und Bogotá legte ich per Flugzeug zurück. Die Flüge dauerten jeweils ungefähr eine Stunde und ersparten mir lange Busfahrten. Plane trotzdem genug Zeit für Flughafentransfers ein, besonders in Medellín liegt der internationale Flughafen weit außerhalb der Stadt. Innerhalb der Städte brauchst du keinen Mietwagen. In Medellín sind Metro und Metrocable praktisch, in Bogotá vor allem Busse und Fahrdienste.
Höhenlage
Die Höhenunterschiede in Kolumbien sind enorm. Cartagena liegt fast auf Meereshöhe, Medellín deutlich höher und Bogotá auf rund 2.600 Metern. Das wirkt sich nicht nur auf das Klima aus, sondern teilweise auch auf den Körper. Wenn du direkt in höher gelegene Regionen reist, geh es anfangs etwas ruhiger an, trinke genug und plane anstrengende Aktivitäten nicht direkt nach der Ankunft.


Fazit: Lohnt sich eine Kolumbien Rundreise?
Cartagena begeisterte mich mit der farbenfrohen Altstadt und Getsemaní, war klimatisch jedoch fast zu heiß. Medellín gefiel mir wegen des milderen Wetters, der grünen Berghänge und der großen Auswahl an Touren und Ausflügen. Bogotá lernte ich nur kurz kennen, bekam durch die Streetfood-Tour und den Monserrate aber trotzdem einen guten ersten Eindruck von der Hauptstadt.
Kolumbien war intensiver als Panama: lauter, widersprüchlicher und stellenweise anstrengender, gleichzeitig aber unglaublich lebendig und abwechslungsreich.
Eine Kolumbien Rundreise allein ist möglich, auch ohne Mietwagen. Ich bin zwischen den großen Städten geflogen und habe vor Ort einfach öffentliche Verkehrsmittel, Uber und organisierte Touren gemischt. Am wichtigsten war mir am Ende eine gute Unterkunftslage und genug Zeit für die Flughafentransfers, den Rest hab ich einfach unterwegs entschieden. Mein einziger echter Fehlgriff war der Unterkunftswechsel am Ende in Cartagena, das hat mir gezeigt: Die günstigste Option ist nicht automatisch die beste.
Kolumbien ist kein Land, in dem du deine Wertsachen komplett vergessen und einfach jedes Viertel auf gut Glück erkunden solltest. Aber es ist eben auch kein Reiseziel, vor dem du dich aus Angst drücken musst. Ich bin aufmerksam gereist, hab auf mein Bauchgefühl gehört und gut gelegene Unterkünfte gewählt, und genau das hat mir eine wirklich vielseitige und eindrucksvolle Rundreise beschert.
Für meine erste Reise durch Kolumbien bin ich mit dieser Route sehr glücklich: Cartagena, Medellín, La Ceja und Bogotá haben mir Kolonialarchitektur, quirlige Großstädte, Streetfood, Geschichte, Ausflüge und Erholung gezeigt, ohne dass ich ständig lange Überlandstrecken einplanen musste. Beim nächsten Mal würde ich mir mehr Zeit für Bogotá und noch ein, zwei weitere Regionen nehmen, aber an der Grundidee mit wenigen, dafür längeren Stopps würde ich festhalten.
Kostenübersicht April/Mai 2026
Aktueller Wechselkurs (Stand August 2026): 1 EUR = 3600 COP


FAQ und noch mehr Kolumbien Reisetipps



Ausblick: Das erwartet dich in den nächsten Teilen meiner Kolumbien Rundreise
Dieser Überblick ist erst der Anfang. In den kommenden Artikeln gehe ich genauer auf die einzelnen Stationen meiner Kolumbien Rundreise ein:
- Teil 2: Die schönsten Orte der Altstadt von Cartagena, Kolumbien
- Teil 3: 7 Tage in Medellín: Echte Erlebnisse & Touren vor Ort
- Teil 4: Bogotá Tipps: So entdeckst du die Hauptstadt Kolumbiens
Meine Reiseroute durch Südamerika und Antarktis

Liebe Meike !!🤗
Ich bin erneut begeistert von deinem Reisebericht Kolumbien. Meine Güte!!! Du bist eine Abenteuerin, die meine volle Bewunderung erhält👍🙏 Immer wieder bin ich begeistert von deinem Interesse für andere Länder, deinem überaus großem Mut, deinem Organisations- und Vorbereitungstalent, deiner netten und natürlichen Art, dein Erlebtes an uns weiter zu geben. Du bist einfach total gut, nein SUPER GUT, in dem was du machst 🎉🎊👍 Es muss eine wunderschöne Reise gewesen sein. Ich bewundere auch immer wieder, wie du es schaffst, dass Nützliche mit dem auch besonders Guten, der Erholung pur, in Einklang zu bringen. Herrlich. Du machst Yoga zwischendurch, gönnst dir eine Massage nimmst auch geführte Touren war….., einfach toll. Vielleicht ist ja gerade das auch DAS BESONDERE an deiner „Berichterstattung“, das ich persönlich so mag. Danke dafür liebe Meike.
Ich wünsche dir weiterhin viel, viel Freude an den Reisen, viele schöne Erlebnisse und immer eine gesunde Rückkehr🙏
Ich bin mir sicher, dass ich auch diese Reise nochmals an mich vorbeiziehen lasse 😊.
Ganz liebe Grüße schickt dir Karin 🙋♀️💝 Ich denke, meine Anschrift ist bekannt??😉
Liebe Karin, wow, danke für diesen Wahnsinnskommentar! Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich über dein Lob freue. 🥰 Für mich gehört die Erholung zwischen all den Abenteuern einfach absolut dazu – ohne ein bisschen Wellness fehlt mir da was! Längere Reisen können nämlich auch ziemlich stressig sein. Schön, dass dir meine Berichte genau deshalb so viel Spaß machen. Und ja, deine Anschrift habe ich natürlich im Kopf. Post ist so gut wie unterwegs zu dir! Lass es dir gut gehen und danke für deine lieben Wünsche! Liebe Grüße, Meike