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Diese Artikelserie über meine Südamerika- und Antarktis-Reise besteht aus zwei Teilen:

Im ersten Teil dieser Serie ging es um die komplette Vorbereitung, Buchungsreihenfolge, Versicherungen, Sicherheit und alles, was vor der Abreise zu klären war. Jetzt wird es persönlicher: In diesem Teil meiner Südamerika Reise geht es um Route, Highlights und Erfahrungen.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

  • Meine Südamerika Reiseroute im Überblick
  • Transport zwischen den Stationen
  • Unterkünfte, Höhenlage und Klima
  • Die Antarktis Expedition als Herzstück der Reise
  • Meine persönlichen Highlights, Erfahrungen und die Kosten der Reise

Falls du noch ganz am Anfang deiner Planung stehst, schau zuerst in Teil 1 vorbei. Wenn Buchung, Versicherung und Sicherheit für dich schon geklärt sind, kann es hier direkt weitergehen.

Meine Südamerika Reiseroute: Uruguay, Argentinien, Antarktis, Panama und Kolumbien

Drei Südamerika Länder, ein Abstecher nach Mittelamerika und die Antarktis obendrauf, so sah meine Route am Ende aus:

StationOrteca. TageWas dich dort erwartet
UruguayMontevideo, Punta del Diablo, Punta del Este, Piriápolis11Der entspannteste Einstieg der ganzen Reise: ruhige Küstenorte, ein hervorragendes Busnetz, Nationalpark Santa Teresa und jede Menge Sicherheit und Gelassenheit
ArgentinienBuenos Aires, Ushuaia14Zweimal bereist: das pulsierende Großstadtflair von Buenos Aires und das raue, emotionale Ende der Welt in Ushuaia, zwei völlig gegensätzliche Seiten desselben Landes
AntarktisAntarktische Halbinsel (Expedition ab/bis Ushuaia)10Das Herzstück der Reise: die Ocean Albatros, Eisberge, Pinguine, Wale und Zodiac-Fahrten durch eine der letzten unberührten Regionen der Erde
PanamaPanama-Stadt, Boquete, Bocas del Toro12Der komplette Kontrast: Skyline und Panamakanal, Kaffeeplantagen und Vulkan Barú im Hochland, karibisches Inselfeeling in Bocas del Toro
KolumbienCartagena, Medellín, La Ceja, Bogotá16Farbenfrohe Kolonialstadt, pulsierendes Medellín samt Comuna 13, eine ruhige Retreat-Pause in La Ceja und Höhenluft in Bogotá zum Abschluss

Die einzelnen Stationen im Überblick

Neben Südamerika habe ich mit Panama auch einen Abstecher nach Mittelamerika gemacht, und mit der Antarktis sogar einen ganz eigenen Kontinent besucht. Jede Station hat mir dabei eine völlig andere Seite gezeigt. Für mehr Details zu jedem Land findest du hier meine kompletten Artikel-Sammlungen.

Uruguay Ruhig, sicher und angenehm unkompliziert, so habe ich Uruguay erlebt. Zwischen Montevideo, dem rauen Küstenort Punta del Diablo und dem entspannten Piriápolis war das mein Einstieg in die ganze Reise. → Alle Artikel zu Uruguay

Argentinien Zweimal Buenos Aires, einmal vor und einmal nach der Antarktis, dazu Ushuaia, das Ende der Welt, das mich emotional stärker getroffen hat als jeder andere Ort dieser Reise. Ein Teil von mir ist ehrlich gesagt bis heute dort geblieben. → Alle Artikel zu Argentinien

Antarktis Eisberge, Pinguine, Buckelwale direkt neben dem Zodiac. Der unbestrittene Höhepunkt der gesamten Reise und der Grund, warum diese Route überhaupt so aussah, wie sie aussah. → Alle Artikel zur Antarktis

Panama Skyline, Regenwald und Karibikstrände auf engstem Raum. Panama wurde am Ende völlig unerwartet zu meinem Lieblingsland der Reise, vor allem wegen Boquete. → Alle Artikel zu Panama

Kolumbien Farbenfroh, laut und unglaublich lebendig. Cartagena, Medellín und Bogotá haben mich intensiver gefordert als die anderen Länder, aber genauso intensiv begeistert. → Alle Artikel zu Kolumbien

Transport: Airlines und Fortbewegung in Südamerika

Ohne Inlandsflüge ist eine Route wie diese kaum zu stemmen. Allein die Entfernungen zwischen Buenos Aires, Ushuaia, Panama und Kolumbien wären über Land schlicht nicht machbar gewesen. Insgesamt habe ich vier verschiedene Airlines genutzt und dabei einiges erlebt, gebucht habe ich dabei immer direkt bei der jeweiligen Airline.

Airlines im Vergleich: Meine Erfahrungen

Aerolíneas Argentinas (Buenos Aires ↔ Ushuaia, hin und zurück): Buchung und Flüge liefen komplett unkompliziert, beide Strecken kamen pünktlich und angenehm an. Worauf du achten solltest: Das Freigepäck bei Inlandsflügen liegt oft nur bei 15 kg, für alles darüber wird eine Pauschale fällig.

Avianca (Buenos Aires → Panama-Stadt): Auch hier lief die Buchung reibungslos und der Flug kam pünktlich an. Beim Check-in in Buenos Aires wurde außerdem mein Weiterflugticket nach Kolumbien kontrolliert, ein Beleg, den du für die Einreise nach Panama also parat haben solltest.

Copa Airlines (Panama-Stadt → David, David → Cartagena): Hier hatte ich mit Abstand die meisten Probleme der ganzen Reise, allerdings ausschließlich bei der Buchung, nicht bei den Flügen selbst. Meine erste Buchung wurde zunächst bestätigt und dann per E-Mail storniert, die Zahlung aber trotzdem abgebucht. Erst nach einem Kontaktformular, einem Anruf, einer Fallnummer, der Zusendung meines Reisepasses zur Identifikation und einem weiteren 45-minütigen Telefonat am nächsten Tag hatte ich endlich ein gültiges Ticket, insgesamt wurde dabei meine Karte dreimal belastet, bevor am Ende alles zurückerstattet war.

Beim zweiten Flug passierte fast dasselbe nochmal, diesmal hab ich mir das ganze Prozedere aber gespart und die Buchung direkt vor Ort in einem Einkaufszentrum in Panama-Stadt klären lassen, deutlich schneller. Die Flüge selbst waren von alldem völlig unberührt: pünktlich und bequem, auch hier wurde mein Weiterflug- beziehungsweise Ausreiseticket kontrolliert.

JetSmart (innerhalb Kolumbiens: Cartagena → Medellín, Medellín → Bogotá): Schon die Buchung war ein kleines Abenteuer. Über die US-Dollar-Seite brach der Prozess einfach ab, über die chilenische Seite klappte es erst beim dritten Versuch, dazwischen wurde meine Zahlung einmal abgelehnt und einmal bestätigt.

Trotzdem liefen Gepäckabgabe und Boarding unkompliziert, auch wenn ich vorsichtshalber online eingecheckt hatte, meinen Boarding Pass aber trotzdem am Schalter bekam, ein Blick auf den gebuchten Tarif lohnt sich hier also vorab.

Mein Tipp: Achte bei allen Inlandsflügen in Südamerika auf das erlaubte Freigepäck (meist zwischen 15 und 23 kg) und prüfe vorab, ob ein Online-Check-in nötig oder sinnvoll ist. Bei Aerolíneas, Avianca und Copa musste ich das nicht extra machen, bei JetSmart habe ich es sicherheitshalber trotzdem getan.

Fortbewegung vor Ort

Auch abseits der Flüge sah die Fortbewegung in jedem Land wieder anders aus. In Uruguay bin ich fast ausschließlich mit dem gut ausgebauten Busnetz gereist. In Buenos Aires und Panama-Stadt hat Uber hervorragend funktioniert. In Boquete und Bocas del Toro dagegen ist Uber quasi nicht vorhanden, dort bewegt man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Wassertaxi. In Kolumbien war ich fast durchgehend mit Uber unterwegs, ergänzt durch Metro und Metrocable in Medellín.

Unterkünfte: Meine besten Empfehlungen der Reise

Bei 53 Nächten quer durch vier Länder gab es jede Menge Unterkünfte, vom einfachen Hostel-Schlafsaal bis zum Boutique-Hotel. Die ausführlichen Erfahrungsberichte findest du in den jeweiligen Länderartikeln, hier nur meine persönlichen Favoriten und praktischen Südamerika Reisetipps auf einen Blick.

LandOrtUnterkunft
UruguayPunta del DiabloCompay Hostel*
UruguayPiriápolisHotel Mar y Arte*
ArgentinienUshuaiaOshovia Hostel*, Portal Antártico*
PanamaPanama-StadtAmarla Boutique Hotel*
PanamaBoqueteBambuda Castle*
KolumbienCartagenaAmarla Cartagena*
KolumbienMedellínMasaya Medellín*

Am wichtigsten war mir über die ganze Reise hinweg eine zentrale Lage, damit ich abends nicht durch unbekannte Straßen laufen muss, und wo möglich eine Rezeption oder Gemeinschaftsbereiche, in denen ich mich mit anderen Reisenden austauschen konnte.

Höhenlage und Klima: Von Meereshöhe bis in die Anden

Kaum eine Route bringt so extreme Höhenunterschiede mit sich wie diese. Panama-Stadt, Cartagena und Bocas del Toro liegen praktisch auf Meereshöhe bei drückender, tropischer Hitze um die 30 bis 35 Grad. Boquete dagegen liegt im Hochland Panamas auf rund 1.200 Metern und ist dadurch angenehm mild, dafür regnet es nachmittags oft in Form von feinem Sprühregen. Bogotá toppt das nochmal deutlich: Auf rund 2.600 Metern ist die kolumbianische Hauptstadt spürbar kühler und die Luft merklich dünner. Und dann die Antarktis, wo trotz vergleichsweise mildem Küstenklima der Halbinsel Temperaturen um den Gefrierpunkt und darunter normal sind.

Mein Tipp, falls du direkt in eine höher gelegene Region wie Bogotá reist: Geh es in den ersten Stunden ruhiger an, trink ausreichend und plane keine anstrengenden Aktivitäten direkt nach der Ankunft. Dein Körper braucht etwas Zeit, sich an die dünnere Luft zu gewöhnen.

Packen für Eis und Palmen: Meine Packliste

Kaum eine Reise stellt deinen Koffer vor so unterschiedliche Anforderungen wie diese: drückende Tropenhitze in Cartagena und Bocas del Toro, mildes Bergklima in Boquete und Bogotá, und mittendrin die Antarktis mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Zwiebelprinzip ist hier dein bester Freund, mehrere dünne Schichten kombinierbar statt weniger dicker Teile.

Damit du nicht jedes einzelne Produkt selbst zusammensuchen musst, habe ich alle meine Empfehlungen für Kleidung, Ausrüstung und praktisches Zubehör für Südamerika in einer übersichtlichen Amazon-Packliste gesammelt.

Hier findest du meine komplette Südamerika-Packliste bei Amazon*

Und hier meine separate Antarktis-Packliste bei Amazon*. Mehr zur Antarktis-Expedition selbst findest du in meinem Antarktis-Artikel.

Meine Lese-Empfehlungen für die Reise

Zur Einstimmung auf die Reise, ob im Flugzeug oder schon vorher zu Hause:

Die Antarktis Expedition: Das Herzstück der Reise

Alles rund um die Antarktis würde locker einen eigenen Guide füllen, und genau den gibt es auch: alle Details zu Planung, Schiffsleben, Anlandungen und meinen persönlichsten Momenten findest du in meiner vierteiligen Artikel-Serie. Hier nur das Wichtigste in Kürze.

Ich bin mit der Ocean Albatros gereist, einem modernen Expeditionsschiff von Polar Latitudes Expeditions, gebucht über die auf Polarreisen spezialisierte Agentur The Polar Travel Company. Für eine Balcony-Sofa-Bed-Kabine habe ich 5.999 USD bezahlt, ein exklusiver Last-Minute-Deal, den ich rund eineinhalb Monate im Voraus gebucht habe.

Zehn Tage lang ging es ab und wieder zurück nach Ushuaia, inklusive der berüchtigten Drake-Passage. Dazwischen: tägliche Anlandungen und Zodiac-Fahrten zwischen Eisbergen, Pinguinkolonien und mit etwas Glück direkt neben Buckelwalen. Kein Tag glich dem anderen, das Wetter bestimmt in der Antarktis buchstäblich die Route.

Wer selbst plant, die Antarktis mit einer Südamerika Reise zu verbinden: Buch zuerst die Expedition, dann alle Flüge drumherum, mit ausreichend Puffer vor und nach der Kreuzfahrt. Ushuaia eignet sich perfekt als Dreh- und Angelpunkt dafür. Mehr zu Versicherung und Vorbereitung für die Antarktis findest du in Teil 1 dieser Serie.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie überfordernd der Dschungel an Anbietern und Angeboten am Anfang sein kann, ich habe selbst monatelang recherchiert, bevor ich mich entschieden habe. Falls du selbst mit dem Gedanken spielst: Ich stehe weiterhin in Kontakt mit meiner Agentur. Melde dich einfach bei mir, ich leite deinen Kontakt gerne weiter und trage dich als meinen Gast in ihrem System ein.

Highlights Südamerika: Mein persönliches Ranking

Diese Momente haben sich für mich über alle fünf Stationen hinweg herauskristallisiert:

KategorieMein FavoritWarum
Bestes KlimaBoqueteMild, angenehm, nie zu heiß und nie zu kalt
Schönste LandschaftPanamaRegenwald, Berge und Karibikküste auf engstem Raum
Spektakulärster AussichtspunktPunto Panamá (Panama-Stadt) und Monserrate (Bogotá)Zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf zwei völlig unterschiedliche Städte
Beeindruckendstes NaturwunderVulkan BarúSonnenaufgang über zwei Ozeanen gleichzeitig
Schönster SonnenuntergangBootstour CartagenaKaribisches Licht auf dem Wasser
Beste und sicherste StadtUshuaiaKein anderer Ort hat mich so gepackt, und ich habe mich dort keine Sekunde unsicher gefühlt
Unsicherstes GefühlZentrum MedellínEher wachsam als wirklich ängstlich
Freundlichste MenschenPanamaHerzlich und hilfsbereit, ohne Ausnahme
Authentischstes ErlebnisKochkurs Buenos Aires & Street-Food-Tour BogotáBeides echte Einblicke in die jeweilige Alltagskultur
Versteckter GeheimtippJust B Café, CartagenaEin Café, an dem die meisten Touristen einfach vorbeilaufen, genau das macht es so besonders
Anstrengendste AktivitätComuna 13, MedellínTreppen, Hitze und eine Geschichte, die einem nachgeht
Beste geführte TourKaffeetour, BoqueteVom Anbau bis zur Tasse greifbar erklärt
Bestes HostelMasaya MedellínMega Aussicht, Pool und Jacuzzi auf der Dachterrasse, richtig guter Vibe
Bestes HotelAmarla CartagenaTolles Boutique-Hotel mitten in der Altstadt, schöner Pool und Aussicht auf der Dachterrasse, leckeres Frühstück
Ungewöhnlichste UnterkunftBambuda Castle, BoqueteÜbernachten in einem echten Schloss
Beste ÖPNV-ErfahrungPanama-StadtMetro und Uber funktionieren einfach reibungslos
Schönste Busfahrt/RouteBoquete nach Bocas del ToroTraumhafte Natur quer durch Panama, sattes Grün, Serpentinen und Ausblicke, die einen zum Fenster ziehen
Größte Reise-PanneAusgesperrt, aus Hostelzimmer und von der DachterrasseBeide Male war ausgerechnet niemand vor Ort
Schönste TierbeobachtungBuckelwale in der AntarktisSo nah, sanft und verspielt, kaum zu begreifen
Emotionalster MomentDie AntarktisZwischen Eisbergen und Pinguinen zu stehen, das lässt sich bis heute nicht ganz in Worte fassen
Größte ÜberraschungBuenos AiresFühlte sich diesmal viel sicherer an als bei meinem ersten Besuch vor Jahren
„Würde ich sofort wieder hin“UshuaiaEin Teil meines Herzens ist noch dort
„Einmal reicht“BogotáSpannend, aber bei nur zwei Nächten und dem kühleren, hektischeren Vibe hat es nicht ganz gefunkt wie in den anderen Städten
Lieblingsland der ReisePanamaDie Mischung aus Großstadt, Bergen und Karibik hat mich komplett überzeugt
Unerwarteter LieblingsortBoqueteDamit hatte ich vorher überhaupt nicht gerechnet
Beste Begegnung mit EinheimischenPanamaEgal ob im Bus, Hostel oder unterwegs, überall traf ich auf offene, warmherzige Menschen
Beeindruckendste NaturgeräuscheWale in der AntarktisDas Ausatmen direkt neben dem Zodiac
Beste FotolocationCartagenaBunte Fassaden, Bougainvillea und enge Gassen, hier zückte ich bei jedem Schritt die Kamera
Persönlich stärkster MomentDer Morgen nach der Ausschiffung in UshuaiaSonnenschein, menschenleere Straßen, frisch verschneite Berge, und die Wucht der Antarktis-Tage, die mich einfach übermannt hat

Meine liebsten Touren der Reise

Kosten und Budget: Was meine Reise wirklich gekostet hat

Hier eine ehrliche Übersicht, mit welchen Kosten du für eine ähnliche Südamerika Reise realistisch rechnen kannst. Die Antarktis-Expedition selbst, siehe oben, war dabei mit Abstand der größte Einzelposten, hat sich für mich aber jeden Cent gelohnt.

KategorieRichtwert
Flüge (Inlandsflüge Südamerika)1.095 €
Unterkünfteca. 980 €
Versicherungen353 €
Transport vor Ort344 €
Touren & Aktivitäten931 €
Essenca. 670 €
Sonstigesca. 163 €

Was würde ich heute anders machen?

Eigentlich erstaunlich wenig. Was ich heute vor allem anders machen würde: mehr Zeit einplanen.

Ich habe mich während dieser Reise wieder komplett in Südamerika und dieses besondere Lebensgefühl verliebt. Gerade weil ich früher schon längere Zeit dort verbracht und sogar in Paraguay studiert hatte, habe ich mich im Nachhinein gefragt, warum ich eigentlich so lange nicht mehr dort war.

Am meisten überrascht hat mich, wie sehr mich gerade Panama gepackt hat. Genau deshalb plane ich mittlerweile schon die nächste Reise, dieses Mal ganz gezielt durch Zentralamerika.

Mein Fazit zu dieser Lateinamerika Rundreise

Diese Reise stand für mich von Anfang an unter einem klaren Stern: Ich wollte meine Route bewusst um die Antarktis-Expedition herum bauen und für alles andere keinen festen Plan machen, sondern einfach schauen, wohin es mich trägt. Genau das ist am Ende auch passiert, und im Rückblick war es eine der besten Entscheidungen, die ich je für eine Reise getroffen habe.

Die ständigen Wechsel zwischen Klima, Höhenlage, Kultur, Menschen und Essen waren fordernd, keine Frage. Genau diese Intensität ist es aber auch, die mir vermutlich am längsten in Erinnerung bleiben wird. Für mich war das eine der intensivsten und gleichzeitig schönsten Reisen, die ich je gemacht habe.

Am meisten mitgenommen habe ich wahrscheinlich das: Plane das Wichtigste fest, lass den Rest offen. Meine Antarktis-Expedition stand von Anfang an, alles andere an der Route hat sich erst unterwegs zusammengesetzt, und genau daraus wurde am Ende eine Reise, die ich mir nicht besser hätte ausdenken können. Am Ende zählen für mich echte Südamerika Reise Erfahrungen mehr als die perfekte Planung.

Falls du selbst überlegst, eine ähnliche Lateinamerika Rundreise zu planen: Fang mit dem größten, unumstößlichen Fixpunkt an und bau alles andere drumherum. Der Rest ergibt sich, versprochen.

FAQ zu meiner Südamerika Reise

Das hängt stark davon ab, welche Stationen du kombinierst. Die Antarktis-Saison läuft nur von Ende Oktober bis März, das ist also dein wichtigster Fixpunkt. Panama und Kolumbien sind zwischen Dezember und April am trockensten, Uruguay und Argentinien eignen sich am besten in den dortigen Sommermonaten (Oktober bis April). März bis Mai, wie bei meiner eigenen Reise, ist ein guter Kompromiss: Ende der Antarktis-Saison trifft auf die letzten trockenen Wochen in Mittelamerika.

Es gibt nicht die eine perfekte Route, das hängt stark von deiner Zeit und deinen Prioritäten ab. Meine eigene Route, Uruguay, Argentinien, Antarktis, Panama und Kolumbien, hat sich für mich perfekt gefügt, weil die Antarktis-Expedition als fester Punkt alles andere strukturiert hat. Mehr zur Reihenfolge und Buchung findest du in Südamerika Rundreise planen + Antarktis: Der komplette Guide.

Nein. Ich bin die komplette Strecke mit Inlandsflügen, Bussen, einer Fähre und vor Ort mit Uber, Metro oder zu Fuß gereist. Ein Mietwagen war zu keinem Zeitpunkt nötig.

 Ja, absolut. Ich war größtenteils im klassischen Hostel-Stil unterwegs, mit Schlafsälen, viel Selbstversorgung und öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur bei der Antarktis-Expedition und einzelnen Kooperationen bin ich bewusst hochwertiger untergekommen.

Ja, ich war ohne festen Reisepartner unterwegs. Auf dem Antarktis-Schiff und in den Hostels war ich natürlich nie wirklich allein, aber niemand hat mich die komplette Reise über begleitet. Mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die ich in Teil 1 im Sicherheits-Kapitel beschreibe, habe ich mich als alleinreisende Frau fast durchgehend sicher gefühlt.

Nein, aber es hilft ungemein. Ich spreche selbst Spanisch, in touristischeren Bereichen kommst du aber auch mit Englisch, Übersetzungs-Apps und ein paar Grundkenntnissen gut zurecht.

Buch zuerst die Antarktis-Expedition, ihr Termin bestimmt automatisch einen Teil deiner restlichen Route. Danach planst du alle Flüge und den Rest der Reise mit ausreichend Puffer drumherum.

Für mich ganz klar eine Reise: viel Eigenplanung, Flexibilität und wechselnde Unterkünfte statt einem festen Urlaubsort. Wenn du einen klassischen Urlaub in Südamerika mit festem Hotel und Vollpension suchst, ist diese Route weniger geeignet. Wenn du Lust auf Abenteuer, Selbstorganisation und Kontraste hast, umso mehr.

Warst du selbst schon mal in Lateinamerika unterwegs, oder planst du gerade deine erste große Südamerika Reise? Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, welches Highlight aus meiner Route dich am meisten reizt!

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