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Im März 2026 war ich auf meinem Trip durch Lateinamerika auch in Uruguay. Warum ausgerechnet Uruguay? Ich finde einfach, dass dieses Land total unterschätzt wird. Früher habe ich bei einem Südamerika-Reiseveranstalter gearbeitet. Da wollten alle immer nur nach Chile, Argentinien oder Peru. Und auch danach habe ich in Berichten fast nie etwas über Uruguay gehört, das Land haben irgendwie nur wenige auf dem Schirm.
Dabei war ich schon 2013 mal kurz in Colonia del Sacramento und fand es super. Dieses Mal wollte ich aber mehr sehen. Meine Uruguay Rundreise führte mich an vier völlig unterschiedliche Orte: Montevideo, Punta del Este, Punta del Diablo und Piriápolis. Das Land hat mich komplett begeistert, gerade weil es anders ist als die Nachbarstaaten. Uruguay punktet für mich mit einer unglaublichen Gelassenheit, einem hohen Sicherheitsgefühl und einer ganz eigenen, unbeschwerten Atmosphäre. Mein absolutes Highlight war dabei definitiv das entspannte Surferparadies Punta del Diablo!

In diesem Artikel nehme ich dich erstmal mit auf meine Uruguay Rundreise und zeige dir die Orte, die mich besonders begeistert haben. Alle praktischen Uruguay Reisetipps zu Route, Bussen, Kosten und Planung findest du hier: Uruguay Reisetipps: Route & Planung kompakt erklärt. Danach ging es weiter nach Argentinien: Buenos Aires Tipps für 9 Tage: Was sich wirklich lohnt und Ushuaia Reisebericht: So schön ist das Ende der Welt.
Überblick & Fakten: Uruguay Urlaub
- Besuchte Orte: Montevideo, Punta del Este, Punta del Diablo und Piriápolis
- An- und Abreise: Leipzig – Frankfurt – Sao Paulo – Montevideo mit Lufthansa
- Verkehrsmittel vor Ort: Bus
- Reisezeitraum: März 2026
- Geeignet für: Strand- & Küstenliebhaber, Backpacker, Naturliebhaber, Abenteurer, Roadtrip-Fans, Ruhesuchende & Genießer
Diesmal habe ich die Südamerika-eSIM von Holafly genutzt und war super zufrieden. Das hat mir den ständigen Kartenwechsel von Land zu Land erspart!
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Uruguay Rundreise
„We drink Mate and keep going“ – und dazu mehr Kühe als Einwohner: Ja, Uruguay ist wirklich unglaublich entspannt. Und flächenmäßig nur halb so groß wie Deutschland. Ich glaube sogar, dass Montevideo die ruhigste Hauptstadt in ganz Lateinamerika ist. Für mich lässt sich das Lebensgefühl hier in drei Worten zusammenfassen: Ruhe, Sicherheit und pure Gelassenheit.


Montevideo: Die entspannte Hauptstadt
Warst du schon einmal in einer Hauptstadt, die sich gar nicht wie eine typische Hauptstadt anfühlt? Genau das hat mich an Montevideo überrascht. Statt lautem Chaos, Hupkonzerten und Hektik wirkte die Stadt auf mich fast entschleunigt. Überall laufen die Menschen mit ihrer Thermoskanne und Mate-Tee unter dem Arm herum, sitzen entspannt an der Rambla oder treffen sich in kleinen Cafés. Montevideo ist nicht spektakulär im klassischen Sinne – aber genau das macht den Charme aus.
Highlights in Montevideo:
- Teatro Solis: Das opulente Gebäude in Ciudad Vieja zählt zu den schönsten in ganz Uruguay. Das Innere des Theaters ist mit wunderschönen Ornamenten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts geschmückt
- Altstadt (Ciudad Vieja): Das historische Herz der Stadt. Starte am zentralen Plaza Independencia, auf dem das Denkmal des Nationalhelden Artigas steht, und schlendere durch die Fußgängerzonen
- Palacio Salvo: Direkt am Plaza Independencia steht dieses markante, wunderschöne Hochhaus im Art-déco-Stil, das einst das höchste Gebäude Südamerikas war
- Mercado del Puerto: Die alte Markthalle am Hafen ist berühmt für ihre riesigen Grillstationen (Parrillas). Perfekt, um den Duft von uruguayischem Fleisch aufzusaugen und das Treiben zu beobachten
- Die Rambla: Die weltberühmte, über 22 Kilometer lange Uferpromenade. Hier treffen sich die Einheimischen zum Joggen, Reden und Mate-Trinken. Der Spaziergang führt dich direkt zum bekannten Montevideo-Schriftzug am Pocitos-Strand



Zwei ultimative Blogger-Tipps:
- Fishermen‘s Walk: Hier triffst du die lokalen Fischer, die traditionsreichen Angelvereine der Stadt und jede Menge Uruguayer, die mit ihrer Thermoskanne zusammen sitzen und Mate trinken. Unter Einheimischen gilt dieser Steg als einer der absoluten Hotspots in Montevideo, um am späten Nachmittag den Sonnenuntergang über dem Río de la Plata zu beobachten!
- Leihe dir ein Fahrrad aus und erlebe Uruguays Hauptstadt aus einer völlig neuen Perspektive. Montevideo ist flach, fahrradfreundlich und ideal für Erkundungen auf eigene Faust. Hier kannst du deinen Fahrradverleih für einen ganzen Tag direkt buchen: Fahrradverleih für einen ganzen Tag*
Punta del Diablo: Raues Surferparadies
Punta del Diablo war für mich eines der absoluten Highlights in Uruguay. Der kleine Küstenort wirkte total verschlafen, windig und ruhig – aber genau das habe ich dort geliebt. Sandige Straßen, kleine Holzhäuser, kaum Verkehr und überall diese raue Atlantikstimmung. Hier schien die Zeit langsamer zu laufen. Besonders abends, wenn der Wind durch die Dünen zieht und die Sonne langsam untergeht, hatte der Ort für mich eine ganz besondere Atmosphäre. Wenn Du entspannte, naturverbundene Orte magst, wirst Du Punta del Diablo wahrscheinlich genauso lieben wie ich.
Persönlicher Tipp: In diesem Küstenort wird „Nebensaison“ sehr wörtlich genommen. Wenn du außerhalb der Sommermonate reist, erlebst du einen wunderbar leeren Strand und raue Natur, solltest aber wissen, dass die touristische Infrastruktur (Restaurants, Supermärkte) dann stark heruntergefahren ist. Ein Hostel oder eine Unterkunft mit eigener Küche ist hier Gold wert! Es war wirklich teilweise wie ausgestorben!


Tipp: Unterkunft in Punta del Diablo
Die Villa Juana Bungalows & Suites haben für mich perfekt zu dem ruhigen Teil von Uruguay gepasst, den ich an Punta del Diablo so mochte. Die Unterkunft liegt an der Küste von Rocha, in der Nähe des Parque Nacional Santa Teresa, und ist genau auf Erholung und Natur ausgerichtet. Auf der Website wird die Villa Juana als Ort für Familien und für alle beschrieben, die Komfort, Privatsphäre und Sicherheit schätzen – und genau so habe ich die Stimmung dort auch wahrgenommen: ruhig, gepflegt und angenehm zurückgezogen. Statt eines klassischen Hotelgefühls bekommst du hier eher das Gefühl, ein paar Tage in einer kleinen, ruhigen Ferienoase zu wohnen. Die Bungalows und Suite-Apartments sind komplett ausgestattet und stilvoll eingerichtet.
Die Villa Juana ist eine kleine Oase der Ruhe. Mein Highlight: die großen Fenster im Apartment mit Blick ins Grüne und auf das Meer!
Die Unterkunft liegt komplett im Grünen. Morgens draußen zu sitzen, die entspannte Atmosphäre zu genießen und einfach mal nichts zu müssen, einfach perfekt! Besonders gefallen haben mir die liebevoll gestaltete Anlage, der Poolbereich und das gemütlich eingerichtete Apartment. Wenn du auf deiner Rundreise auch mal ein paar entschleunigte Tage einlegen möchtest, ist Villa Juana dafür wirklich ideal.




Falls du eine günstigere Alternative suchst, kann ich dir das Compay Hostel Punta del Diablo* empfehlen. Es hat für mich total zu Punta del Diablo gepasst: unkompliziert, entspannt und irgendwie herrlich verschlafen. Nach einem Tag am windigen Atlantikstrand noch draußen zu liegen in der Hängematte und einfach die Ruhe zu genießen, war genau das, was ich an diesem Hostel sehr geschätzt habe.
Highlights in Punta del Diablo:
- Playa de los Pescadores: Der zentrale Strand direkt im Ort, an dem die bunten, traditionellen Fischerboote im Sand liegen – ein wunderschönes Fotomotiv
- Playa Grande: Ein wilder Sandstrand gleich nebenan, ideal für lange Spaziergänge, rauen Atlantikwind und um Surfer zu beobachten
- Nationalpark Santa Teresa: Ein weitläufiges Naturschutzgebiet direkt vor den Toren des Ortes (der Eintritt ist frei). Die Highlights sind die sternförmige Festung aus dem 18. Jahrhundert, die einsamen Strände und die Chance, frei lebende Wasserschweine (Capybaras) zu sehen
- Laguna Negra: Ein großer Süßwassersee gleich um die Ecke. Hier herrscht totale Stille. Das Highlight sind die Sonnenuntergänge, wenn sich der Abendhimmel hinter den großen Kakteen im Wasser spiegelt
Punta del Este: Das mondäne „Miami Südamerikas“
Punta del Este war für mich der mondänste Ort meiner Uruguay Rundreise. Hier wirkt vieles etwas schicker, luxuriöser und auch teurer als im Rest des Landes. Zwischen modernen Hochhäusern, Yachthafen, stylischen Restaurants und breiten Stränden hatte ich teilweise fast das Gefühl, in einem südamerikanischen Miami zu sein. Trotzdem hat der Ort eine entspannte Atmosphäre und eignet sich perfekt, wenn du zwischendurch etwas mehr Komfort, gutes Essen und Strandurlaub kombinieren möchtest.
Highlights in Punta del Este:
- Our Lady of the Candelaria: Die wichtigste katholische Kirche der Stadt. Sie steht an einem kleinen Platz im älteren Teil der Halbinsel, direkt gegenüber dem historischen Leuchtturm
- Los Dedos (La Mano): Das bekannteste Wahrzeichen des Ortes. Die Skulptur einer Hand, deren Fingerspitzen am Brava-Strand aus dem Sand ragen. Ein beliebtes Fotomotiv für jeden Reisenden
- Yachthafen (Puerto de Punta del Este): Hier kannst du an den Stegen entlangschlendern, teure Yachten bewundern und mit etwas Glück wilde Seelöwen beobachten
- Casapueblo (in Punta Ballena): Nur wenige Kilometer außerhalb liegt das spektakuläre, weiße Künstlerhaus und Museum des Malers Carlos Páez Vilaró. Das Gebäude erinnert an die Architektur von Santorini und ist der beste Ort für einen magischen Sonnenuntergang
- Isla de Lobos: Eine vorgelagerte Insel, die man per Bootstour erreichen kann. Sie beherbergt eine der größten Seelöwen- und Seehundkolonien der Welt




Piriapolis: Nostalgischer Charme & Meerblick
Als ich in Piriápolis angekommen bin, musste ich sofort an klassische europäische Urlaubsorte denken – irgendwo zwischen Spanien, Griechenland und der Türkei. Es gibt eine lange Strandpromenade mit Restaurants, Cafés, kleinen Souvenirläden und einen breiten Strand direkt davor. Der Ort fühlt sich touristischer an als andere Orte in Uruguay, aber gleichzeitig auch wieder angenehm entspannt. Gerade für ein paar ruhige Tage am Meer fand ich Piriápolis perfekt. Abends an der Promenade entlangzugehen, während die Sonne langsam im Meer versinkt, war für mich der perfekte Abschluss des Tages.
Highlights in Piriápolis:
- Napolis Confitería y Panadería: Die Auswahl an Torten, Kuchen und süßen Teilchen ist riesig und unheimlich lecker. Unbedingt vorbeischauen
- Rambla de Piriápolis: Eine wunderschöne, klassische Strandpromenade im europäischen Stil mit Cafés und Souvenirläden, die besonders zum Sonnenuntergang eine tolle Atmosphäre versprüht
- Cerro San Antonio: Der Hausberg des Ortes. Du kannst entweder hochwandern oder mit dem Auto hinauffahren. Von oben hast du einen fantastischen Blick auf die Bucht und den Hafen
Mein Blogger-Tipp: La casa de la empanada – Hier dreht sich alles um die gefüllten Teigtaschen! Hol dir eine Box mit verschiedenen Sorten, geh die paar Schritte rüber zum Hafenbecken oder an die Mauer der Rambla und genieße deine Empanadas mit direktem Blick aufs Meer und die Fischerboote. Authentischer und entspannter geht es in Piriápolis kaum!


Hoteltipp in Piriápolis
Das Hotel Mar y Arte in Piriápolis hatte für mich genau diese Mischung aus modernem Hotel und entspanntem Badeort. Die Unterkunft wird sehr herzlich und familiär geführt, wodurch man sich sofort willkommen fühlt. Nach wenigen Minuten war ich direkt an der langen Promenade und am Strand. Besonders mochte ich, dass man dort schnell in diesen typischen Urlaubsrhythmus kommt: morgens lange frühstücken, danach im Meer baden und nachmittags am hoteleigenen Pool im Garten entspannen. Insgesamt hat die Unterkunft super zu der entspannten Atmosphäre von Piriápolis gepasst.
Schönes, niedliches Hotel – geschmackvoll eingerichtet mit schöner Lobby, sauberem Zimmer samt kleinem Kühlschrank und toller Lage. Pluspunkte: Pool, liebevolles Frühstück und super freundliches Personal.




FAQ zur Uruguay Rundreise
Du planst eine Reise nach Uruguay oder steckst schon mittendrin in den Vorbereitungen? Damit bei deiner Rundreise alles glattläuft, findest du hier die wichtigsten Fragen und Antworten kompakt zusammengefasst.



Meine Uruguay Rundreise hat mir unglaublich gut gefallen! Das Land hat mich komplett begeistert, gerade weil es so ganz anders ist als seine riesigen Nachbarstaaten. Jeder Ort auf meiner Route hatte irgendwie seinen ganz eigenen Charakter: Das ging vom herrlich entspannten, fast schon verschlafenen Montevideo über das mondäne und schicke Punta del Este bis hin zum fast ausgestorbenen Surferparadies Punta del Diablo in der Nebensaison.
Uruguay punktet einfach mit einer unglaublichen Gelassenheit, Sicherheit und einer ganz eigenen, entschleunigten Atmosphäre. Für mich ist dieses Land nach wie vor ein absoluter Geheimtipp in Lateinamerika, der völlig zu Unrecht von vielen Reisenden übersehen wird!
Hättest du gedacht, dass Uruguay so vielseitig ist? Welcher Ort gefällt dir am besten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Montevideo hat mich mit seiner ruhigen Atmosphäre überrascht, Punta del Este wirkte luxuriös und modern und Punta del Diablo war für mich der schönste Ort der Reise.
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