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Dieser Blogartikel wird anders. Emotionaler. Persönlicher. Denn ich habe lange keinen Ort mehr so intensiv gespürt wie Ushuaia. Das „Ende der Welt“ ist hier nicht einfach nur ein Slogan, sondern ein Gefühl, das mich vom ersten Augenblick an in seinen Bann gezogen hat. Was auch immer es ist: Ushuaia hat mich tief beeindruckt. Willkommen zu meinem Ushuaia Reisebericht!

Mit Aerolineas Argentinas flog ich in rund drei Stunden von Buenos Aires nach Ushuaia. Gut 3000 Kilometer. Von 34 Grad, stickiger Luftfeuchtigkeit und Großstadtchaos ging es plötzlich ans Ende der Welt: 6 Grad, Regen, grauer Himmel und schneebedeckte Berge. Und trotzdem war ich einfach nur glücklich. Es regnete bei meiner Ankunft den ganzen Tag. Eigentlich kein Wetter für einen perfekten ersten Eindruck. Aber Ushuaia hat einen ganz besonderen Flair. Schon auf der Fahrt vom Flughafen spürte ich diese unglaubliche Energie des Ortes. Ich war endlich dort. Gesund. Alles hatte funktioniert. Nach all den Planungen, Gedanken und Träumen stand ich plötzlich wirklich am Ende der Welt. Es fühlte sich so unwirklich an.

Ushuaia. Fin del Mundo. Man sagt, hier in Ushuaia sei das Ende der Welt. Aber wenn ich hier am Wasser stehe und diese besondere Energie spüre, kommt mir ein ganz anderer Gedanke auf: Vielleicht endet hier gar nicht die Welt? Vielleicht fängt hier alles erst an? Und wie könnte es anders sein? Wie soll dieses Fleckchen Erde mit irgendeinem anderen auf der Erde vergleichbar sein? Hier, am Ende der Welt.

Schon bei meiner Ankunft war ich absolut sprachlos – diese besondere Energie und Atmosphäre haben mich sofort gepackt, obwohl es an meinem ersten Tag in Strömen regnete. Am Hafen von Ushuaia kamen mir die Tränen. Ich hatte „mein“ Expeditionsschiff, die Ocean Albatros, noch gar nicht gesehen, und trotzdem war dieser Moment so besonders. Überall lagen die großen Schiffe für die Antarktis bereit, dahinter die rauen Berge Feuerlands und das dunkle Wasser des Beagle-Kanals.

Ich konnte kaum glauben, dass sich bald mein größter Traum erfüllen würde: eine Antarktis-Expedition. Insgesamt war ich 5 Nächte in Ushuaia. 3 Nächte vor der Antarktis und 2 Nächte danach. Dass ich danach noch drei Tage hier eingeplant habe, war genau richtig, fast so, als hätte ich geahnt, dass ich diese Zeit brauche.

Dieser Ort hat etwas Magisches. Vielleicht auch, weil hier alles so unwirklich wirkt. Nur etwa 1.000 Kilometer trennen Ushuaia von der Antarktischen Halbinsel. 54 Grad südliche Breite, genauso weit vom Äquator entfernt wie Kopenhagen auf der Nordhalbkugel.

Meine Reise führte mich von Uruguay nach Buenos Aires und dann nach Ushuaia. Wenn du die komplette Route nachvollziehen willst, findest du hier meinen Beiträge: Uruguay Rundreise: 4 Orte & Highlights im Überblick, Uruguay Reisetipps: Route & Planung kompakt erklärt und Buenos Aires Tipps für 9 Tage: Was sich wirklich lohnt.

Das Ende der Welt oder der Anfang von allem?

Für mich ist es diese Mischung aus rauer Natur, Abgeschiedenheit, Abenteuer und Aufbruchsstimmung, die Ushuaia so besonders macht. Eigentlich kann ich es immer noch nicht genau erklären, was mich so in den Bann gezogen hat. Die Stadt selbst ist eigentlich klein, viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht. Aber genau darum geht es hier auch gar nicht. Ushuaia ist ein Gefühl. Ein Ort, an dem man innehält. Ein Ort, an dem man die Schiffe beobachtet, den Wind spürt und merkt, wie klein man eigentlich ist.

Besonders intensiv wurde dieses Gefühl nach meiner Antarktis-Reise. Nach der Ausschiffung, an einem Sonntag Morgen, schien die Sonne, der Himmel war blau, es war komplett windstill, die Berge waren frisch verschneit und auf dem Weg zu meinem neuen Hostel war kein Mensch auf der Straße. Ich konnte die Landschaft zum ersten Mal richtig sehen. Davon existieren keine Fotos. Dieser Moment lebt einzig und allein in meinen Erinnerungen weiter. Alles wirkte noch schöner, noch emotionaler, noch ergreifender. In diesem Augenblick wurde ich von der Wucht der letzten Tage vollkommen übermannt.

Ich weinte, weil so vieles gleichzeitig in mir vorging. Ich war völlig überwältigt von den Eindrücken der letzten Tage und verbrachte meine restliche Zeit eigentlich nur noch damit, irgendwie zu verarbeiten, was ich gerade erlebt hatte. Ich wollte keine neuen Eindrücke, ich wollte nur am Hafen sitzen, reflektieren und in die Ferne schauen.

Ich fühlte mich, als würde ich in zwei Welten gleichzeitig leben. Verloren und beseelt zugleich. Glücklich und traurig. Irgendwie angekommen und doch voller Fernweh.

Und am Abreisetag kam dann diese Wehmut. Dieses Gefühl, dass so eine Reise wahrscheinlich nie wieder genauso sein wird. Was sollte das jemals toppen? Tausend Gedanken schwirrten durch meinen Kopf, während ich ein letztes Mal am Hafen saß und auf die Schiffe blickte. Es war ein seltsamer Zustand zwischen tiefer Erfüllung und einer gewissen Leere. Schwer zu erklären.

Ushuaia hat etwas, das man schwer erklären kann. Man muss es selbst fühlen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Ushuaia

  • Das Ende der Welt (Ruta 3): Im Nationalpark Tierra del Fuego befindet sich das offizielle Ende der berühmten Ruta Nacional 3, die sich über rund 3.000 Kilometer quer durch Argentinien zieht
  • Laguna Esmeralda: Eine der beliebtesten und schönsten Wanderungen in Ushuaia. Der Weg führt durch mystische Moore und Wälder hinauf zu einer atemberaubenden, smaragdgrünen Lagune, die von Gletschern eingerahmt wird
  • Tren del Fin del Mundo (Der Zug am Ende der Welt): Die historische Dampfeisenbahn, die ursprünglich die Gefangenen zum Holzhacken in die Wälder brachte. Heute ist die Fahrt in den Nationalpark eine der berühmtesten und nostalgischsten Aktivitäten für Touristen
  • Der Hafen von Ushuaia: Ein malerischer Ort voller Aufbruchsstimmung, umrahmt von schneebedeckten Bergen. Er gilt als das weltweite Tor zur Antarktis, an dem die großen Expeditionsschiffe ablegen. Das bekannte Schild „Fin del Mundo“ gehört zu den beliebtesten Fotospots rund um Ushuaia
  • Museo del Fin del Mundo (Museum am Ende der Welt): Das historische Museum im Stadtzentrum. Es zeigt Ausstellungen zum Walfang, zur Natur der Region sowie zur Geschichte der europäischen Seefahrer und der indigenen Ureinwohner
  • Museo Marítimo (Maritimes Museum): Das ist das bekannteste und größte Museum der Stadt. Es befindet sich im riesigen, sternförmigen Gebäude des ehemaligen berüchtigten Gefängnisses am Ende der Welt. Das Besondere: Du kaufst ein Ticket und hast damit Eintritt zu gleich vier Museen, die alle in den verschiedenen Zellentrakten untergebracht sind, darunter das Gefängnismuseum
  • Casa Beban: Eines der schönsten historischen Gebäude in Ushuaia. Das auffällige Haus mit seiner besonderen Architektur wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aus Europa nach Feuerland gebracht und steht heute direkt an der Uferpromenade. Rund um die Casa Beban hast du einen tollen Blick auf den Beagle-Kanal und die Berge

Mein Ushuaia Reisebericht

Ich saß in Ushuaia unglaublich viel am Meer und beobachtete einfach die Schiffe im Hafen. Besonders der Steg und die Bank neben dem Ushuaia-Schriftzug wurden schnell zu meinen Lieblingsplätzen. Dort habe ich sogar eine kleine Robbe entdeckt. Mein wichtigster Tipp für Ushuaia: Laufe einfach ohne festen Plan durch die Stadt, setze dich ans Wasser und lass dich treiben – genau so entfaltet dieser Ort seinen ganz besonderen Zauber.

Das Wetter in Ushuaia ist komplett unberechenbar. Innerhalb weniger Stunden wechseln sich Regen, Sonne, Wind und sogar Schnee ab. Genau das macht den Ort aber irgendwie noch magischer. Die Berge sehen jeden Moment anders aus und die Stimmung verändert sich ständig. Auch in den vier Tagen vor meiner Antarktis-Expedition war es extrem unbeständig. Doch genau an diese Momente erinnere ich mich so gerne: Am Tag der Abreise kam plötzlich die Sonne heraus und ich sah zum ersten Mal die schneebedeckten Gipfel rund um Ushuaia. Das werde ich nie vergessen.

Ushuaia fühlt sich ein bisschen an wie eine Mischung aus gemütlicher Hafenstadt und letzter Außenposten vor der Antarktis. Überall laufen Menschen mit Outdoor-Kleidung herum, in den Cafés sitzen Backpacker neben Wissenschaftlern und ständig sieht man irgendwo Expeditionsschiffe.

Wechselhaftes Wetter, Outdoor-Vibe, Menschen in Funktionskleidung und diese besondere Antarktis-Stimmung – das macht Ushuaia für mich aus!

Weitere Aktivitäten rund um Ushuaia

Praktische Reisetipps für das Ende der Welt

  • Das Wetter in Ushuaia kann sich innerhalb weniger Minuten komplett ändern – packe deshalb unbedingt wasser- und winddichte Kleidung ein
  • Selbst im Sommer sind Temperaturen um die 5 bis 15 Grad normal
  • Viele Wanderungen rund um Ushuaia sind matschig oder nass, wasserdichte Wanderschuhe lohnen sich definitiv
  • In Ushuaia solltest du immer etwas Zeitpuffer einplanen, da Touren wetterabhängig verschoben werden können
  • Der Flughafen liegt nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt und die Taxifahrten sind unkompliziert
  • Besonders schön: Einfach am Hafen entlanglaufen und die Atmosphäre genießen – dort spürt man dieses „Ende der Welt“-Gefühl am meisten
  • Ein cooler Fotospot ist das alte Flugzeug DC-3 LV-ACE Tango 22
  • Ebenfalls schön für einen kleinen Spaziergang: die ruhige Laguna del Diablo etwas außerhalb des Zentrums
  • Halte außerdem Ausschau nach dem bekannten Penguin Mural Ushuaia – eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt
  • Geld: Ich habe direkt mit Karte bezahlt oder bar getauscht. Für Bargeld empfehle ich diese Wechselstube in Ushuaia: Jupiter Casa De Cambio (die einzige offizielle). Dort gab es einen richtig guten Wechselkurs!

Extra-Tipp: Outdoor-Ausrüstung leihen

Wenn du vor Ort wetterfeste Kleidung benötigst, lohnt sich ein Besuch bei Ushuaia Extremo. Dort kannst du dir unkompliziert Outdoor-Ausrüstung wie wasserfeste Hosen ausleihen und wirst gut für Touren in Ushuaia und sogar Expeditionen wie in die Antarktis ausgestattet.

5 Dinge, die du in Ushuaia machen kannst

Ushuaia hat zwar nur eine begrenzte Anzahl klassischer Sehenswürdigkeiten, dafür ist die Landschaft Feuerlands einzigartig und zieht Reisende aus aller Welt an. Die Stadt dient vor allem als Ausgangspunkt für Touren in die umliegende Natur und als wichtigster Startpunkt für Antarktis-Expeditionen, weshalb im Hafen ständig Expeditionsschiffe liegen und eine besondere Aufbruchsstimmung herrscht.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Museo del Fin del Mundo, das die Natur- und Kulturgeschichte Feuerlands zeigt, das Museo Marítimo y del Presidio im ehemaligen Gefängnis der Stadt sowie die Plaza Islas Malvinas mit ihrem Denkmal zum Falklandkrieg.

1. Den Tierra del Fuego Nationalpark erkunden

Mit Tierra Turismo habe ich einen Halbtagesausflug in den Tierra del Fuego Nationalpark gemacht, und die Landschaft dort hat mich komplett umgehauen. Der Nationalpark liegt im südlichsten Wald der Welt, nur rund 1.000 Kilometer von der Antarktischen Halbinsel entfernt. Wenn man dort steht, versteht man plötzlich wirklich, wie nah man der Antarktis eigentlich schon ist.

Feuerland ist anders als der Rest von Patagonien. Feuerland ist Ruhe und Wind zugleich. Lebendig und tot. Grün und karg. Rau und sanft. Kontrastreich, überraschend und einzigartig. Anders eben. Alles wirkt wilder und extremer. Wir hatten übrigens richtig Glück mit dem Wetter. Obwohl in Ushuaia oft Regen angekündigt wird, regnet es hier selten den ganzen Tag durch. Die Einheimischen sagen nicht umsonst, dass man hier „vier Jahreszeiten an einem Tag“ erleben kann. Während über uns dunkle Wolken vorbeizogen, lag gleichzeitig frischer Schnee auf den Bergen rund um Lapataia.

Der Nationalpark Tierra del Fuego wurde 1960 gegründet, um das südlichste Gebiet der Wälder Argentiniens entlang des Beagle-Kanals zu schützen, und erstreckt sich über eine Fläche von fast 69.000 Hektar. Die Tour selbst war wunderschön. Gemeinsam ging es Offroad durch den Nationalpark zu verschiedenen Aussichtspunkten, wie zum Beispiel zur Lapataia-Bucht. Wir wanderten auch auf dem Pfad „Senda Castorera“, auf dem sich die Spuren der Biber hautnah erleben lassen. Unterwegs erzählte unser Guide spannende Geschichten über die Region – zum Beispiel über Angler, die hier Lachse mit über 23 Kilogramm Gewicht gefangen haben.

Der Tierra del Fuego Nationalpark ist ohne Frage das Naturhighlight rund um Ushuaia. Es ist der einzige in Argentinien, in dem Wald, Meer und Berge aufeinandertreffen. 

Besonders beeindruckt hat mich der Wald selbst. Überall hing dichtes Moos an den Bäumen. Unser Guide erklärte uns, dass dies ein Zeichen für die extrem saubere Luft und die fehlende Umweltverschmutzung sei. Die Natur dort fühlt sich wirklich ursprünglich an. Mit etwas Glück sieht man im Nationalpark auch Tiere wie den Andenfuchs oder Guanakos – die größten Säugetiere Feuerlands. Ein wichtiger Stopp war außerdem das Alakush Visitor Center mit Café und kleinen Ausstellungen zur Region. Und natürlich durfte auch das berühmte Schild am Ende der Ruta 3 nicht fehlen – der letzte Punkt des Panamerikanischen Highways und damit offiziell das Ende der Nationalstraße Nr. 3 am Ende der Welt.

Wichtiger Hinweis: Da das berühmte südlichste Postamt im Nationalpark inzwischen geschlossen ist, holen sich viele Reisende ihre Souvenir-Stempel in der Touristeninformation im Stadtzentrum von Ushuaia. Dort liegen verschiedene Stempel als Andenken bereit, die sehr beliebt sind. Vorsicht: Diese Stempel niemals in den Reisepass setzen lassen, da er dadurch im schlimmsten Fall ungültig werden kann und es bei der Einreise zu Problemen kommen kann. Es gibt bereits zahlreiche Berichte von Reisenden, die wegen dieser Souvenir-Stempel massive Probleme bei Grenzkontrollen bekommen haben und teilweise nicht in andere Länder einreisen durften.

2. Eine Bootstour auf dem Beagle-Kanal machen

Eine Katamaranfahrt auf dem Beagle-Kanal gehört zu den absoluten Klassikern in Ushuaia. Vom Wasser aus wirkt die Stadt noch einmal komplett anders: kleine bunte Häuser vor schneebedeckten Bergen und dahinter die endlose Weite Patagoniens.

Eine Fahrt auf dem Beagle-Kanal zeigt Ushuaia mit Seelöwen, Leuchtturm und beeindruckender Bergkulisse vom Wasser aus.

Die meisten Touren fahren zum berühmten rot-weiß gestreiften Leuchtturm Faro Les Éclaireurs, vorbei an kleinen Inseln mit Seelöwen und Kormoranen. Viele Ausflüge kombinieren die Tour außerdem mit einer Pinguininsel, auf der du Magellanpinguine beobachten kannst.

3. Einfach am Hafen sitzen und die Atmosphäre aufsaugen

Das klingt simpel, war für mich aber tatsächlich eines der schönsten Erlebnisse in Ushuaia. Der Hafen hat eine ganz besondere Energie. Überall liegen Expeditionsschiffe, Segelboote und kleine Fischerboote, während im Hintergrund die Berge Feuerlands aufragen.

Ich habe dort stundenlang einfach nur gesessen, die Schiffe beobachtet und versucht zu realisieren, wo ich eigentlich gerade bin. Mit etwas Glück entdeckt man sogar kleine Robben direkt am Wasser.

Mein bester Tipp: Laufe einfach ohne festen Plan durch Ushuaia, setze dich zwischendurch ans Meer und lass dich treiben.

4. Den Zug am Ende der Welt fahren

Der historische Tren del Fin del Mundo ist eine der bekanntesten Attraktionen der Region. Früher transportierte die Dampfeisenbahn Gefangene aus dem berüchtigten Gefängnis von Ushuaia in die umliegenden Wälder zum Holzhacken.

Wie eine Reise in eine andere Zeit – mitten durch die wilde Landschaft Feuerlands!

Heute ist die Fahrt vor allem ein nostalgisches Erlebnis durch die Landschaft Feuerlands und eine beliebte Möglichkeit, den Nationalpark zu erreichen.

5. Königskrabben essen

Wenn du in Ushuaia bist, solltest du unbedingt die berühmte Centolla probieren, die patagonische Königskrabbe. Frischer bekommt man sie kaum irgendwo auf der Welt.

Besonders bekannt dafür sind Restaurants wie El Viejo Marino oder La Cantina Fueguina de Freddy. Dort wird die Krabbe klassisch mit Zitrone, als Suppe oder überbacken serviert.

Meine Hostel-Empfehlungen für Ushuaia

In Ushuaia habe ich in zwei verschiedenen Hostels übernachtet. Beide liegen zwar ein kleines Stück außerhalb des Stadtzentrums, punkten dafür aber mit einer herrlich ruhigen Lage. Ich habe mich in beiden Unterkünften sehr wohlgefühlt und kann sie dir absolut empfehlen:

Das Oshovia Hostel* ist eine super niedliche und sehr liebevoll geführte Unterkunft. Ein echtes Highlight ist der wunderschöne, gemütliche Aufenthaltsraum.

  • Die Zimmer: Ich war in einem 6-Bett-Zimmer untergebracht. Die Zimmer selbst sind zwar relativ klein, aber die Betten bieten dank eigener Vorhänge angenehm viel Privatsphäre. Das dazugehörige Badezimmer ist groß und sauber
  • Ausstattung & Küche: Die Gemeinschaftsküche ist top ausgestattet und bietet alles, was man zum Kochen braucht. Einziges kleines Manko: Nach langen Wanderungen fehlt im Hostel leider ein wenig der Platz, um evtl. nasse Outdoor-Klamotten richtig aufzuhängen
  • Das Frühstück: Das inkludierte Frühstücksbuffet ist richtig lecker! Es gibt frische Croissants mit typisch argentinischem Dulce de Leche, Müsli, Toast und frische Äpfel

Das Portal Antártico* liegt am Hang von Ushuaia. Der Weg hoch ist zwar ein kleines Workout, aber die Lage belohnt dich mit absoluter Ruhe abseits des Straßenlärms.

  • Die Zimmer: Hier hatte ich ein Bett in einem 4-Bett-Zimmer, was die Nacht noch einmal entspannter gemacht hat. Das absolute Highlight: Du wachst auf und hast direkt vom Bett aus einen atemberaubenden Ausblick auf Ushuaia und die umliegenden Berge. Das Zimmer ist zwar etwas kompakter, bietet dafür aber reichlich Stauraum und sichere Spinte, die sich mit einem Schlüssel verschließen lassen
  • Sauberkeit & Service: Das gesamte Hostel war durchgehend sauber und ordentlich geführt
  • Das Frühstück: Das Frühstück war absolut in Ordnung, simpel, aber völlig ausreichend für einen guten Start in den Tag

Weitere Tipps für eine Unterkunft im Zentrum von Ushuaia: Lennox Ushuaia* und Hotel Albatros*

Souvenir-Tipps: Die besten Mitbringsel aus Ushuaia

Wer bis ans Ende der Welt reist, möchte natürlich auch eine Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Hauptstraße Avenida San Martín ist das Shopping-Zentrum der Stadt und vollgepackt mit kleinen Souvenirläden. Das sind die besten Tipps für deine Einkäufe:

  • Das „Ende der Welt“-Motiv: Du findest hier wirklich alles – von Magneten über Postkarten bis hin zu kuscheligen Pullovern – bedruckt mit dem ikonischen Schriftzug „Ushuaia – Fin del Mundo“
  • Kultige Pinguin-Souvenirs: Da Ushuaia für seine Magellanpinguine bekannt ist, stolperst du überall über süße Pinguin-Figuren, Plüschtiere und Tassen
  • Schokolade & Dulce de Leche: Argentinien ist ein Paradies für Naschkatzen. Besuche unbedingt die traditionellen Schokoladenläden (wie Laguna Negra) auf der Hauptstraße. Ein Glas lokales Dulce de Leche (Milchkaramellcreme), Alfajores oder handgemachte Pralinen sind das perfekte Mitbringsel
  • Königskrabben-Konserven (Centolla): Ushuaia ist berühmt für seine fangfrische Königskrabbe. In einigen Delikatessengeschäften kann man diese auch vakuumiert oder in Dosen für den Transport kaufen

Meine Restaurant-Tipps:

  • Das El Viejo Marino ist die bekannteste und wohl authentischste Adresse in der Stadt, direkt unten am Hafen
  • Mitten in Ushuaia liegt La Cantina Fueguina de Freddy, ein rustikales und sehr beliebtes Restaurant, das für seine Königskrabbe (Centolla) bekannt ist. Der Ort hat den Charme einer typischen Hafenlokalität – unkompliziert, lebendig und voll auf gutes Essen ausgerichtet. Direkt beim Reinkommen sieht man oft ein Aquarium mit lebenden Krabben, die hier frisch zubereitet werden. Die Centolla wird klassisch serviert – zum Beispiel als Suppe, pur mit Zitrone oder überbacken

FAQ zu Ushuaia Argentinien

Du planst eine Reise nach Ushuaia oder steckst schon mitten in den Vorbereitungen? Damit bei deinem Abenteuer am Ende der Welt alles glattläuft, findest du hier die wichtigsten Fragen und Antworten kompakt zusammengefasst.

Ja, absolut. Ushuaia ist zwar keine klassische Großstadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, aber genau das macht den Ort so besonders. Die Mischung aus rauer Natur, Antarktis-Stimmung, Bergen, Meer und dem Gefühl „am Ende der Welt“ zu sein, ist einzigartig.

Ideal sind 3 bis 5 Tage. So hast du genug Zeit für den Tierra del Fuego Nationalpark, eine Bootstour auf dem Beagle-Kanal, Wanderungen wie die Laguna Esmeralda und entspannte Stunden am Hafen.

Die beste Reisezeit ist zwischen November und März. Dann ist Sommer auf der Südhalbkugel, die Temperaturen sind milder und die meisten Touren sowie Wanderwege geöffnet. Selbst im Sommer solltest du eine wasser- und winddichte Jacke, warme Kleidung und feste Schuhe dabeihaben. Das Wetter kann sich innerhalb weniger Minuten ändern.

Selbst im Sommer wird es selten richtig warm. Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad sind normal. Dazu kommen oft Wind, Regen und schnelle Wetterwechsel.

Ja, Ushuaia gilt als wichtigstes Tor zur Antarktis. Die meisten Expeditionsschiffe zur Antarktischen Halbinsel starten von hier aus.

Ushuaia liegt ganz im Süden Argentiniens auf Feuerland und zählt zu den südlichsten Städten der Welt. Durch die abgelegene Lage zwischen Bergen, Meer und Antarktis entstand der berühmte Spitzname „Fin del Mundo“ – Ende der Welt.

Ushuaia gehört zu den teureren Reisezielen in Argentinien. Vor allem Touren, Restaurants und Unterkünfte kosten deutlich mehr als in anderen Teilen des Landes.

Kostenübersicht März 2026

  • 280 Euro Flüge mit Aerolineas Argentinas von Buenos Aires nach Ushuaia und zurück
  • 17.355 ARS Übergepäck Aerolineas (Pauschale bei mehr als 15 kg Gepäck)
  • 54 Euro Oshovia Hostel 3 Nächte
  • 27 Euro Portal Antartico 2 Nächte
  • 6.000 ARS Fahrt mit Uber vom Flughafen zum Oshovia Hostel
  • 6.800 ARS Fahrt mit Uber vom Zentrum zum Flughafen
  • 5.000 ARS Tortilla Street Food 
  • 30.000 ARS Eintritt Tierra del Fuego Nationalpark
  • Wasser 750 ml 1800 ARS, Wasser 2L 2000 ARS
  • 6 Eier 2100-2600 ARS
  • Spaghetti 500g 700 ARS
  • 2000 ARS Empanada
  • Käseaufschnitt 200g 3300 ARS
  • Marmelade 420g 1650 ARS
  • Milch 1 Packung 1590 ARS
  • 2000 ARS Postkarte Ushuaia (12.500 ARS würde Briefmarke kosten) 
  • 26.500 ARS Souvenirs Ushuaia (Postkarte, Pinguin, Magnet)

Aktueller Wechselkurs (Stand Juni 2026): 1 EUR = 1.641 ARS

Fazit: Ushuaia Reisebericht

Ushuaia Argentinien ist für mich kein Ort, den man einfach „abhakt“. Die Stadt ist an für sich keine Augenweide. Es gibt zwar ein paar Sehenswürdigkeiten und Ausflüge, die man machen kann, aber am Ende ist es vor allem dieses besondere Gefühl, das bleibt. Die Mischung aus rauer Natur, wechselhaftem Wetter, Bergen, Meer und der ständigen Nähe zur Antarktis macht die Stadt einzigartig.

Ich hoffe, mein persönlicher Ushuaia Reisebericht konnte dir zeigen, dass dieser Ort für mich voller Emotionen ist. Ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird, mehr beobachtet und viel mehr spürt als plant. Und genau das macht diesen Ort so besonders – und unvergesslich. Vielleicht endet hier gar nicht die Welt? Vielleicht fängt hier alles erst an?

Meine Reise-Route durch Südamerika

Wenn du meine komplette Reise verfolgen möchtest, findest du hier die einzelnen Stationen:

  • Uruguay – erster Stopp meiner Südamerika-Reise

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4 Kommentare

  1. Das war wirklich ein toller Bericht und man hat deine Begeisterung und deine Emotionen praktisch gefühlt beim Lesen. 😉
    Ich war auch schon da – leider ohne Antarktis-Kreuzfahrt im Anschluss – und fand es auch besonders, aber ich denke, die Verknüpfung mit der Antarktis hat es für dich noch bewegender gemacht und wenn ich an deine unvergesslichen Insta- Stories von der Antarktis zurückdenke, dann kann ich diese überwältigenden Emotionen echt verstehen. 🙂
    Sehr schöne Fotos übrigens auch von Ushuaia.
    Liebe Grüße
    Julie

    1. Liebe Julie, vielen Dank für den schönen Kommentar. Das freut mich wirklich sehr. Es ist gar nicht leicht, die Emotionen so auf Papier zu bringen. Umso mehr freut es mich, dass es mir gelungen ist! 🙂 Es ist wirklich ein magischer Ort. Liebe Grüße, Meike

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