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9 Tage Buenos Aires – und ehrlich gesagt hatte ich vorher Sorge, dass mir die Zeit in nur einer Stadt zu lang wird. Am Ende hätte ich sogar noch länger bleiben können. Buenos Aires hat mich wieder überrascht: riesige Boulevards, unfassbar nette Menschen, legendäre Steaks, Tango an jeder Ecke und eine besondere Atmosphäre.
Dabei hatte ich eigentlich ein schwieriges Verhältnis zur Stadt. Denn Buenos Aires war die erste, einzige und letzte Stadt auf meinen Reisen, in der ich damals bestohlen wurde, ausgerechnet in einem Reisebüro. Genau deshalb wollte ich der Stadt eine zweite Chance geben. Im Vergleich zu früher habe ich die Stadt als deutlich strukturierter und gefühlt auch sicherer erlebt. Besonders aufgefallen sind mir die hohe Polizeipräsenz, Kameras in vielen Bereichen und insgesamt ein stärkeres Bewusstsein für Sicherheit. Ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Ich war auch abends und nachts alleine unterwegs und bin völlig problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren.


Du planst einen Trip in die Stadt des Tangos? 9 Tage in Buenos Aires sind perfekt, um die Stadt ohne Stress zu erleben. Damit deine Reise unvergesslich wird, habe ich diesen praktischen Guide für dich zusammengestellt. In meinen Buenos Aires Tipps teile ich meine persönlichen Erfahrungen, meine Lieblingsviertel, Restauranttipps, Hotels, Transport und die Orte, die sich wirklich lohnen!
Anreise nach Buenos Aires
Für die Anreise gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn du wie ich aus Uruguay kommst, ist die Fahrt mit der Buquebus-Fähre (oder Colonia Express) die bequemste Option. Ich bin zuerst mit dem Bus von Montevideo nach Colonia gefahren und habe dort nach der Ausreise aus Uruguay die Fähre genommen. In Buenos Aires kommst du sehr zentral am Terminal an, ich konnte in wenigen Minuten zu Fuß zu meiner ersten Unterkunft laufen.
Wenn du am Stadtflughafen Aeroparque (AEP) landest und ein Uber oder Cabify nutzt, sind die Abholpunkte gut ausgeschildert. Wichtig ist nur, dass du dich genau an den Treffpunkt stellst, den die jeweilige App dir anzeigt. Der Fahrer fragte mich, ob wir die Mautstraße nehmen sollen, die kostet jedoch extra (ca. 4 USD), wir sind ohne gefahren und kamen trotzdem schnell durch.
Vom internationalen Flughafen Ezeiza (EZE) ist Uber oder Cabify (ca. 25 € je nach Verkehr) am bequemsten. Alternativ fährt der Shuttlebus von Tienda León (ca. 10 €), der zwischen dem Flughafen Ezeiza, Downtown (Terminal Madero) und dem Flughafen Aeroparque verkehrt. Er fährt tagsüber jede Stunde. Die günstigste, aber unkomfortabelste Option ist der öffentliche Bus – hier benötigst du jedoch die SUBE-Karte, die du vorher am Flughafen kaufen und mit Geld aufladen musst.
Öffentliche Verkehrsmittel in Buenos Aires
Das Bus- und Metrofahren in Buenos Aires ist effizient strukturiert, sobald man das System versteht. Für die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt existiert nur eine einzige, gültige Fahrkarte: die SUBE-Karte. Diese ist an den Flughäfen, in Metro- und Zugstationen sowie in zahlreichen Kiosken erhältlich. Die Karte kostet 1.500 ARS (ca. 1 Euro) und muss vor der Fahrt aufgeladen werden.
Viele Viertel lassen sich gut zu Fuß erkunden, besonders Palermo, San Telmo oder Recoleta. Dabei bekommt man das echte Stadtgefühl am besten mit. Abends solltest du jedoch auf deine Umgebung achten und lieber auf sichereren Wegen bleiben.


Metro fahren mit der „Subte“
Die U-Bahn in Buenos Aires heißt Subte und besteht aus sechs Linien. Sie fährt unter der Woche etwa von 5:30 bis 23:00 Uhr, an Wochenenden etwas später. Eine Fahrt kostet rund 1.400 ARS (ca. 80 Cent). Um das Metronetz zu betreten, wird die SUBE-Karte an das Lesegerät gehalten. Umsteigen ist innerhalb des Systems ohne erneutes Bezahlen möglich.
Genauere Fahrplandetails kannst du auf der offiziellen Subte-Webseite einsehen: Subte
Busfahren in Buenos Aires
Das Busnetz ist riesig und fährt praktisch überall hin. Google Maps funktioniert hier sehr zuverlässig zur Routenplanung. Haltestellen sind oft nur durch kleine Schilder oder Nummern an Straßenlaternen gekennzeichnet. Du musst dem Bus ein Handzeichen geben, damit er anhält. Im Bus sagst du dem Fahrer einfach dein Ziel, er stellt den Tarif ein und du zahlst mit der SUBE-Karte. Danach solltest du dich gut festhalten, die Busse fahren oft schnell und abrupt an. Eine Fahrt kostet ca. 700-800 ARS.
Ein wichtiger Vorteil: Die SUBE-Karte kann ins Negative gehen. Das bedeutet, du kannst weiterhin fahren, auch wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist. Der Betrag wird dann automatisch bei der nächsten Aufladung abgezogen (aktuell sind es etwa -1.200 ARS)
Buenos Aires Tipps für 9 Tage: Beispiel-Route

Welche Stadtteile lohnen sich wirklich?
Buenos Aires ist riesig und jedes Viertel fühlt sich komplett anders an. Während meiner 9 Tage habe ich versucht, möglichst viele Stadtteile zu erkunden, und ein paar klare Favoriten haben sich schnell herauskristallisiert.
- San Telmo: Charmantes, authentisches Viertel mit Kopfsteinpflaster, Cafés, Antiquitätenläden und Straßenmusik, besonders schön morgens
- Palermo: Modernes, lebendiges Viertel mit Cafés, Bars und Restaurants, ideal für das Nachtleben und sicheres Übernachten
- Recoleta: Elegantes, ruhiges Viertel mit schönen Altbauten und dem Cementerio de la Recoleta, ideal für entspannte Spaziergänge
- Microcentro: Lautes, hektisches Zentrum mit vielen Sehenswürdigkeiten, eher für kurze Besuche geeignet
- La Boca: Buntes, touristisches Viertel mit der berühmten Caminito-Straße, tagsüber sehenswert, abends eher nicht


Essen in Buenos Aires: Das musst du probieren
Das Wichtigste zuerst: Die Argentinier leben in einer komplett anderen Zeitzone, was das Essen angeht. Als ich um 18:30 Uhr hungrig in einer Pizzeria stand und bestellen wollte, erklärte mir der Kellner lachend, dass sie jetzt erst den Teig vorbereiten. Überhaupt ist es nicht selbstverständlich, dass Restaurants „schon“ um diese Uhrzeit geöffnet sind. Vor 20 Uhr gab es für mich nur einzelne, aufgewärmte Stücke, während die Einheimischen um mich herum entspannt noch bei Kaffee und Kuchen saßen. Erst ab 21 oder 22 Uhr füllen sich die Restaurants richtig. Wenn du also abends essen gehen willst, stell dich auf späte Stunden ein.
Kulinarische Buenos Aires Highlights:
- Asado & Bife de Chorizo: Das legendäre argentinische Rindfleisch – extrem zart, saftig und oft in riesigen Portionen serviert
- Die besten Parrillas in Buenos Aires:
- Don Julio: Eines der bekanntesten Steakhäuser der Stadt – hier bekommst du erstklassiges argentinisches Rindfleisch, solltest aber unbedingt reservieren
- El Pobre Luis: Ein sehr authentischer Grillspot mit starkem lokalen Charakter und deutlich weniger Touristen
- Parrilla Peña
- Don Benito
- Die besten Parrillas in Buenos Aires:
- Empanadas: Gefüllte Teigtaschen, die es in unzähligen Varianten gibt. Meine Favoriten waren Käse und Thunfisch
- Chipa: Kleine, fluffige Käsebällchen, die besonders warm frisch aus dem Ofen am besten schmecken
- Alfajores: Doppelkekse mit einer dicken Schicht Dulce de Leche (Milchkaramell) in der Mitte. Besonders bekannt ist die Kultmarke Havanna
- Freddo Eis: Eine der bekanntesten Eisdielen in Buenos Aires – besonders das Dulce-de-Leche-Eis ist hier ein absolutes Muss. Viele Porteños gehen auch spät abends oder sogar nachts noch ein Eis essen
Meine Restaurant-Tipps in Buenos Aires Argentinien
- La Mezzetta: Eine urige, typische Stehpizzeria abseits der Touripfade, bekannt für ihre sehr gute Fugazzeta (mit Käse und Zwiebeln gefüllte Pizza)
- Pizzería Güerrín (Microcentro): Ein absolutes Kult-Lokal nahe dem Obelisken. Ab 21 Uhr steht man hier Schlange
- La Casa del Dulce de Leche (San Telmo): Kein Restaurant, aber der perfekte Laden, um sich durch verschiedene Sorten Karamellcreme zu probieren und tolle Geschenke zu kaufen
Zwischen Tango-Rhythmen, bunten Häusern und erstklassigen Steaks – das ist Buenos Aires!
Meine 5 Touren & Aktivitäten in Buenos Aires
In meinen 9 Tagen in Buenos Aires habe ich viele verschiedene Seiten der Stadt erlebt – von Kultur über Essen bis hin zu Touren durch ganz unterschiedliche Viertel. Hier sind meine persönlichen Erfahrungen.
1. Argentinischer Kochkurs
Mein absolutes Highlight in Buenos Aires! Zur Begrüßung gab es direkt einen leckeren Wermut (70 % Wermut, 30 % Wasser) mit Käse und Chips. Danach ging es richtig interaktiv weiter: Unter Anleitung des Kochs haben wir die Füllungen für Empanadas selbst vorbereitet (Pilze und Rindfleisch), den Teig ausgestochen, die Teigtaschen gefaltet und außerdem Chipas gebacken. Alles wurde Schritt für Schritt von Grund auf gemeinsam gekocht.
Im Anschluss wurde zusammen gegessen – begleitet von gutem argentinischem Wein. Am Ende haben wir noch Alfajores zubereitet und traditionellen Mate-Tee probiert. Insgesamt war es eine super lockere, gesellige Erfahrung und definitiv eines der kulinarischen Highlights in Buenos Aires.
Die Tour kannst du hier buchen: Argentinischer Kochkurs mit einem Michelin-Sternekoch*
2. Fahrradtour durch die Stadt
Eine richtig coole Tour über rund 20 Kilometer, bei der wir nur eine kleine Gruppe von vier Leuten waren. Mit dem Fahrrad ging es quer durch verschiedene Stadtteile und vorbei an einigen der bekanntesten Buenos Aires Sehenswürdigkeiten. Wir waren unter anderem am Plaza General San Martín mit dem Torre Monumental, an der juristischen Fakultät, am Recoleta-Friedhof (der Markt davor findet allerdings nur am Wochenende statt), bei der beeindruckenden Floralis Genérica sowie im Palermo-Park mit seinem Rosengarten. Zum Abschluss ging es noch zum Kongressgebäude im Zentrum.


Insgesamt war die Tour wirklich schön und eine tolle Möglichkeit, viel in kurzer Zeit zu sehen. Durch den dichten Verkehr und das ständige Warten an Ampeln war es zwischendurch allerdings auch ein bisschen anstrengend für mich.
Die Tour kannst du hier buchen: Buenos Aires: Nord- oder Süd-Buenos Aires-Tour*
3. Free Walking Tour durch San Telmo
San Telmo hat mir unfassbar gut gefallen. Besonders am Morgen hat das Viertel ein sehr nostalgisches, fast schon zeitloses Flair und wirkt deutlich lokaler als viele andere Teile der Stadt. Auf der Free Walking Tour ging es vorbei an alten Cafés, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, und immer wieder begegnet man Straßenkünstlern oder sogar Tango-Tänzern mitten auf der Straße.
Wir haben unter anderem die älteste Apotheke der Stadt besucht, die Basilika Santo Domingo gesehen und einen kurzen Stopp bei der bekannten Mafalda-Statue (mit langer Warteschlange davor) gemacht. Besonders schön war auch der Flohmarkt rund um die Plaza Dorrego, wo sich Antiquitäten, Kunst und Straßenleben vermischen. Ein weiteres Highlight war die bunte Galería Solar de French, die mit ihrer Atmosphäre und kleinen Läden perfekt zum Charakter von San Telmo passt.


Hier findest du alle Details und die Buchung: San Telmo Free Tour*
4. Free Walking Tour durch das Zentrum
Bei dieser Free Walking Tour sind wir unter anderem über die Avenida de Mayo und die Avenida 9 de Julio gelaufen – die breiteste Allee der Welt, auf der theoretisch Millionen Menschen Platz hätten (110 Meter breit). Der Guide hat viel über die politische Geschichte Argentiniens erzählt, über Korruption, verschiedene Architekturepochen und auch darüber, wie oft in der Stadt demonstriert wird (im Durchschnitt fünf Demos pro Tag). Das war insgesamt sehr informativ, teilweise aber auch ziemlich detailreich.


Spannend war trotzdem, wie viele gesellschaftliche Gegensätze man dabei vermittelt bekommt – von prunkvollen Regierungsgebäuden bis hin zu den politischen Spannungen, die bis heute sichtbar sind.
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5. Tango Kurs & Tango Dinner Show
Zum absoluten Pflichtprogramm gehört der Tango. Ich habe über GetYourGuide einen einstündigen Tango Kurs gemacht. Die Lehrerin hat uns ganz entspannt die Basic-Schritte beigebracht und gezeigt, wie man „richtig“ läuft. Beim Tango geht es dabei komplett um das Gefühl und die Körpersprache – der Führende gibt die Richtung ausschließlich über seine Körperspannung vor, nicht über Worte. Am Anfang wirkt das ungewohnt, aber genau das macht den Tanz so besonders. Man merkt schnell, dass es weniger um perfekte Schritte geht, sondern vielmehr um Verbindung, Rhythmus und Vertrauen.
Am Abend ging es zur bekannten Tango Show im La Ventana in San Telmo, die ich über den Touranbieter Tangol gebucht habe. Schon der Ort selbst hat eine besondere Atmosphäre, ein historisches Gebäude mit viel Charme, in dem man direkt in diese klassische Tango-Welt eintaucht. Vor der Show gab es ein 3-Gänge-Menü mit typisch argentinischer Küche: ein frischer Salat, ein sehr gutes Rindersteak und zum Abschluss Flan als Dessert. Dazu gab es Wein und Wasser inklusive.




Die Show selbst hat mich wirklich beeindruckt. Die Tänzer waren extrem professionell, und ich fand es besonders faszinierend, wie beim Tango die Beine geschwungen werden und wie präzise jede Bewegung sitzt. Dazu Live-Musik mit Orchester und Sänger – das Ganze wirkt wie eine Mischung aus Theater, Konzert und Tanzperformance. Am Ende wurde dann „Don’t Cry for Me Argentina“ gesungen, während alle Tänzer und Musiker gemeinsam auf der Bühne standen. Das war ein richtig starker Moment und hat die Show emotional nochmal auf ein ganz anderes Level gehoben.
Auch wenn das Dinner eher touristisch ist und man in Argentinien normalerweise später isst, war die Kombination aus Essen, Musik und Tanz insgesamt ein richtig intensives Erlebnis, das mir lange im Kopf bleiben wird.
Mehr Infos und Buchungsmöglichkeit hier: Piazzolla Tango Show* und Gruppen-Tangokurs mit Mate und Snacks*
Die besten Buenos Aires Sehenswürdigkeiten
- Obelisk & Avenida 9 de Julio: Das 68 Meter hohe Wahrzeichen steht an der breitesten Allee der Welt, der Avenida 9 de Julio. Man kann den Obelisco mittlerweile auch von innen besichtigen und über eine Plattform auf rund 67 Metern Höhe einen 360° Blick über Buenos Aires genießen. Infos & Tickets: Obelisco’s Top*
- Plaza de Mayo & Casa Rosada: Das politische Zentrum mit dem berühmten rosafarbenen Präsidentenpalast
- Museo Nacional de Bellas Artes: Das bedeutendste Kunstmuseum des Landes mit Werken von Weltrang, das komplett kostenlos besucht werden kann (freiwillige Spende am Eingang möglich)
- Teatro Colón: Eines der bekanntesten und akustisch besten Opernhäuser der Welt. Geführte Touren hier*
- Palacio Barolo: Ein architektonisches Meisterwerk, dass sich symbolisch in Hölle, Fegefeuer und Himmel aufteilt und bietet von seiner Spitze aus einen atemberaubenden Panoramablick über ganz Buenos Aires. Tickets hier*
- Puerto Madero & Puente de la Mujer: Das moderne Hafenviertel mit Hochhäusern, Promenade und der markanten Fußgängerbrücke
- San Telmo & Mercado San Telmo: Das älteste Viertel der Stadt mit viel Charme, Kopfsteinpflaster, Tango auf den Straßen, Flohmarkt und der historischen Markthalle
- Palermo (Bosques & Plaza Serrano): Ein Mix aus großen Grünanlagen wie dem Rosengarten und dem lebendigen Szeneviertel mit Bars, Cafés und Streetlife
- Cementerio de la Recoleta: Der berühmte Friedhof mit beeindruckenden Mausoleen und dem Grab von Eva Perón
- Floralis Genérica & Facultad de Derecho: Die riesige Metallblume direkt neben der imposanten juristischen Fakultät – eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt
- Parque Tres de Febrero: Die riesige grüne Lunge der Stadt mit idyllischen Seen, schattigen Alleen und dem berühmten, wunderschönen Rosengarten (Rosedal). Der perfekte Ort zum Entspannen oder für eine kurze Pause während der Fahrradtour




Drei besondere Buenos Aires Tipps:
- El Ateneo Grand Splendid: Eine ehemalige Theaterbühne, die heute eine der schönsten Buchhandlungen der Welt ist
- Centro Cultural Kirchner (CCK): Ein ehemaliges Hauptpostamt, das heute als riesiges Kulturzentrum dient. Das Gebäude selbst ist beeindruckend und der Eintritt ist kostenlos
- Ab Buenos Aires: Gaucho- und Ranch-Tagestour*: Diese Tagestour führt in das historische Dorf San Antonio de Areco und auf eine traditionelle Estancia in der argentinischen Pampa
Auf dem Südamerika Reiseportal von Andrea findest du noch viele weitere Buenos Aires Highlights: Buenos Aires Reise – das Herz Argentiniens entdecken
Insider-Tipps & besondere Erlebnisse
El Zanjón de Granados (San Telmo): Unter den Straßen von San Telmo versteckt sich ein altes Tunnelsystem aus der Kolonialzeit. Viele laufen hier einfach vorbei, ohne zu wissen, was darunter liegt. Die Führung ist klein, ruhig und gibt einen richtig spannenden Blick auf das „alte Buenos Aires“, lange bevor die Stadt so aussah wie heute.
Barrio Chacarita: Während alle nach Palermo gehen, passiert in Chacarita gerade einiges Spannendes. Hier findest du kreative Cafés, kleine Bars, Street Art und eine sehr lokale Atmosphäre. Besonders rund um den Cementerio de Chacarita merkt man, dass das Viertel viel weniger touristisch ist, aber dafür deutlich authentischer wirkt.
Villa Crespo: Direkt neben Palermo, aber viel weniger poliert. Hier gehen viele Locals essen – richtig gute, ehrliche Restaurants, traditionelle Bäckereien und kaum Touristen. Wenn du Buenos Aires kulinarisch erleben willst, ohne Show und Instagram-Hype, bist du hier richtig.
Biblioteca Nacional de Maestros im Palacio Sarmiento: Ein prachtvoller, aristokratisch wirkender Palast mit einer riesigen, komplett aus Holz gefertigten historischen Bibliothek. Ein absolut friedlicher und von Touristen oft komplett übersehener Ruhepol, um dem Trubel der Stadt für einen Moment zu entfliehen.
Parque Lezama: Viele gehen nur durch San Telmo, aber lassen diesen Park links liegen. Dabei ist er einer der entspanntesten Orte der Gegend – mit alten Bäumen, viel Schatten und kaum Touristen. Perfekt für eine kurze Pause zwischen Stadtprogramm und Markt.
Speakeasy Bars in Palermo: Buenos Aires hat eine richtige Underground-Bar-Szene. Viele der besten Cocktailbars sind versteckt hinter unscheinbaren Türen, Cafés oder sogar Blumenläden. Ohne Insiderwissen läuft man da einfach vorbei. Zu den absoluten Highlights gehören das Nicky Harrison (versteckt hinter einem schicken Sushi-Restaurant), und „The Hole Bar“.
Fußballspiel in Buenos Aires: Fußball gehört in Buenos Aires einfach zur Kultur dazu. Besonders die Spiele von Boca Juniors und River Plate sind legendär. Die Heimspiele von Boca finden in der berühmten „La Bombonera“ im Viertel La Boca statt, ganz in der Nähe von Caminito. River Plate spielt im größten Stadion der Stadt im Stadtteil Núñez. Tickets für die Spiele der beiden Top-Clubs sind allerdings oft schwer zu bekommen, da sie sehr schnell ausverkauft sind. Hier bekommst du Tickets für ein beliebiges Fußballspiel: Fußballspiel-Erlebnis mit Tickets*
Tigre (Ausflugstipp): Tigre liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Buenos Aires und ist perfekt für einen entspannten Tagesausflug. Der Ort wirkt deutlich ruhiger als die Hauptstadt und bietet Kleinstadtflair, Wasserwege im Delta und viele Möglichkeiten für Bootsfahrten oder Spaziergänge am Fluss. Hier kannst du die Tour buchen: Tigre Delta Kleingruppentour ab Buenos Aires*




Hoteltipps: Die besten Viertel zum Übernachten
Dieses Mal habe ich in einem Airbnb übernachtet, was ich dir sehr empfehlen kann: Ich habe bei Florencia und ihrem Sohn gewohnt. Die beiden sind super lieb und wunderbare Gastgeber. Hier geht es direkt zum Inserat: Zimmer auf Airbnb. Es lag in der Avenida Córdoba, einer sehr praktischen Lage zwischen Recoleta und Palermo. Das Viertel wirkte sicher, zentral und ist perfekt angebunden, sowohl zu Fuß als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ansonsten empfehle ich dir diese Stadtteile:
- Microcentro: Ideal für einen kurzen Aufenthalt und klassisches Sightseeing in der Innenstadt
- Recoleta: Sehr gute Wahl für Erstbesucher – zentral, gepflegt und im Stadtvergleich eher sicher
- Palermo: Perfekt für junge Reisende, Cafés, Restaurants und Nachtleben
- San Telmo: Ideal, um das historische und authentische Buenos Aires zu erleben. Hotel-Tipp: Patios de San Telmo* – schönes Hotel in einem historischen Gebäude mit viel Charakter
- Puerto Madero: Modernes Viertel mit gehobenen Hotels, Restaurants und direkter Wasserlage
Unterkünfte in Palermo
- Home Hotel*: Dieses schicke Hotel punktet mit Retro-Design, einem dschungelartigen Garten samt beheiztem Pool und einem eigenen kleinen Spa
- Miravida Soho Hotel & Wine Bar*: Familiäres Hotel in schöner Lage
- Sissi Haz Hotel*: Ein echtes kleines Juwel mit nur wenigen Zimmern, nur zwei Gehminuten vom belebten Plaza Serrano entfernt. Sehr persönliche Atmosphäre
Unterkünfte in Recoleta
- Loi Suites Recoleta Hotel*: Ein wunderschönes Hotel, das besonders für seinen spektakulären, verglasten Wintergarten voller echter Pflanzen bekannt ist. Sehr ruhig gelegen
- Up Recoleta Hotel*: Die perfekte Wahl, wenn du nach einer modernen, sauberen und bezahlbaren Option suchst, ohne auf die tolle Lage von Recoleta verzichten zu wollen
- Palladio Hotel Buenos Aires*: Ein fantastisches Luxushotel mit tollem Pool für den gehobenen Anspruch
- CasaSur Recoleta*: Ein sehr charmantes, kleineres Luxushotel. Der Service ist extrem persönlich und du bist in wenigen Minuten zu Fuß am Friedhof
Kostenübersicht April 2026
Aktueller Wechselkurs (Stand Juni 2026): 1 EUR = 1.630 ARS
Buenos Aires hat mich dieses Mal komplett anders abgeholt als bei meinem ersten Besuch. Die Stadt ist intensiv, manchmal chaotisch, aber genau das macht ihren Reiz aus. Zwischen historischen Vierteln, modernen Skylines und lebendiger Straßenkultur entsteht ein Mix, den ich so in keiner anderen Stadt erlebt habe.
In meinen 9 Tagen habe ich Buenos Aires wirklich ausprobiert – zu Fuß, mit dem Fahrrad, bei Free Walking Tours, im Kochkurs und natürlich beim Tango. Jede dieser Erfahrungen hat mir eine andere Seite der Stadt gezeigt: mal kulturell, mal kulinarisch, mal einfach nur authentisch im Alltag der Porteños.


Auch das Wetter im April hat seinen Teil dazu beigetragen: Ich habe den direkten Wechsel von spätsommerlicher Hitze mit über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit hin zu herbstlichen 15–20 Grad mit Regen erlebt (wohl eher typisches Mai-Wetter). Die Sonne ging gegen 18:45 Uhr unter.
Trotz aller Gegensätze habe ich mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Im Gegenteil: Die Stadt wirkt überraschend sicher, gut organisiert, aber auch lebendig. Besonders beeindruckt haben mich die Offenheit der Menschen, die Vielfalt der Viertel und die Mischung aus europäischem Flair und südamerikanischer Lebensfreude.
Ich hoffe, meine Buenos Aires Tipps helfen dir für deine Planung. Hast du noch Fragen? Welche Sehenswürdigkeit steht ganz oben auf deiner Liste?


Meine Reise-Route durch Südamerika
Wenn du meine komplette Reise verfolgen möchtest, findest du hier die einzelnen Stationen:

9 Tage in Buenos Aires sind bestimmt noch kurz.
Ich war 9 Tage in Tallinn (nur in Tallinn), was noch einmal bedeutend kleiner war als Buenos Aires. Das war gut. Da bin ich auch in Viertel gekommen, die „normale“ Touristen nicht hinfahren.
5 Tage in Barcelona (Spanien) damals (2005) war mir persönlich schon zu kurz. Da hätte ich noch viele Tage mehr gehabt. Auch hier war ich in den normalen Außenbezirken.
Buenos Aires würde ich bestimmt auch mindestens 10 Tage oder mehr gönnen. Eine Bekannte, die ich kennenlernte über ein E-Mail-Brieffreundschaftsportal, hatte in Buenos Aires studiert. Die ersten Jahre hatten wir zwischen Argentinien und Deutschland damals noch geskypt. Sie ist dann wieder zurück in ihre Heimat nach Bogotá zurück gezogen. Ursprünglich kam sie aus Bogotá. Wir haben immer noch intensiven Kontakt jetzt über Whatsapp.
Mal schauen, wann ich das mit Buenos Aires machen werde.
Ja, letztendlich kann man überall länger bleiben. 😉
Joah, so an gewissen Orten kann ich mir das auch sehr gut vorstellen….